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Machtkampf in Venezuela: Guaidó und Maduro lassen sich auf neuen Vermittlungsversuch

Carolina Cabral/ Getty Images Die Krise in Venezuela dauert an, nun wollen Vertreter beider Seiten sich noch in dieser Woche auf Barbados treffen. Laut dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó gibt es drei konkrete Ziele.
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#1 - 08.07.2019, 08:13 von Gruuber

So lange Venezuela auch nur einen einzigen Tropfen Erdöl hat,

werden die USA und NATO-Länder an einem Putsch bzw. Umsturz in diesem Land arbeiten. Mit katastrophaler Verschlechterung der Sicherheitslage! Siehe den Irak! Der eines der erdölreichsten Länder ist. Siehe Libyen! Und siehe jetzt auch den Sudan! Vor allem den Südsudan, der nach der politischen Intervention der USA und EU-NATO-Länder zum Land mit der schlechtesten Sicherheitslage wurde! Siehe Medien. Und Venezuela wird dasselbe Schicksal blühen, sobald die USA die Kontrolle über dieses Land bzw. über das Erdöl dieses Landes haben.

#2 - 08.07.2019, 08:15 von Emderfriese

Maximum

Guaidó bleibt der alte Maximalist: Erst Maduro weg, dann neue Regierung (natürlich unter ihm, auch wenn er das wohl nicht ausdrücklich sagt), und wenn endlich alles in seiner Hand ist, Neuwahlen. Wie soll da ein "Kompromiss" mit Maduro bzw. dessen Regierung zustande kommen? Das wird so nix.

#3 - 08.07.2019, 09:02 von Papazaca

Das Maduro das poltisch und wirtschaftlich nicht überlebt,

Zitat von Emderfriese
Guaidó bleibt der alte Maximalist: Erst Maduro weg, dann neue Regierung (natürlich unter ihm, auch wenn er das wohl nicht ausdrücklich sagt), und wenn endlich alles in seiner Hand ist, Neuwahlen. Wie soll da ein "Kompromiss" mit Maduro bzw. dessen Regierung zustande kommen? Das wird so nix.
ist ihm selber sicher klar. Sein beinahe Abflug nach Cuba ist ein Indiz dafür. Aber es geht ja um mehr: Um den ganzen Machtapparat Maduros, besonders die Armee, inklusive vieler Privilegien. Und natürlich auch um Garantien, nicht im Knast zu landen oder vor dem Internationalen Gerichtshof. Es wird ganz sicher zu einem Wechsel kommen, die Frage ist nur wann und wie. Es kann noch dauern aber der Wechsel wird sicher kommen.

#4 - 08.07.2019, 09:36 von vormaerz

In anderen Demokratien Lateinamerikas

wäre ein Putschist wie Guaidó längst aus dem Hubschrauber gefallen. Möge Maduros Flugzeug ihn sicher nach Hause bringen.

#5 - 08.07.2019, 09:39 von Emderfriese

Linien

Zitat von Papazaca
ist ihm selber sicher klar. Sein beinahe Abflug nach Cuba ist ein Indiz dafür. Aber es geht ja um mehr: Um den ganzen Machtapparat Maduros, besonders die Armee, inklusive vieler Privilegien. Und natürlich auch um Garantien, nicht im Knast zu landen oder vor dem Internationalen Gerichtshof. Es wird ganz sicher zu einem Wechsel kommen, die Frage ist nur wann und wie. Es kann noch dauern aber der Wechsel wird sicher kommen.
Trotzdem stellt sich eine entscheidende Frage: Ein Wechsel der Regierung oder des ganzen Systems? Niemand kann sicher sein, dass bei freien Wahlen das "bolivarische" System wieder gewählt wird. Dann hätten die Leute um Guaidó nichts gewonnen. Im Gegenteil, eine Bestätigung der Linie Chavez' würde im Nachhinein auch noch Maduro betätigen. Warten wir die Entwicklung ab...

#6 - 08.07.2019, 19:53 von fortelkas

Die USA arbeiten

....offenbar im Moment recht erfolglos, gemeinsam mit dem selbsternannten und von den USA bezahlten Herrn G. in Venezuela. Dieser hatte doch, so schien es in den Medien und auf den Foren, die Volksmassen und Teile des Militärs hinter sich. Ich habe das dumpfe Gefühl, da klappt politisch irgendwas nicht. Ich glaube, dieser sogenannte Präsident Guaido ist mittlerweile so unbedeutend, dass sich in Venezuela kaum noch jemand mit ihm wirklich beschäftigt. Und die USA haben im Moment so viel zu tun mit dem Iran, auch erfoglos, aber auch da geht es ja um die Freiheit des iranischen Volkes, oder vielleicht doch um Öl?
Erwin Fortelka