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Merkels Abschied vom CDU-Vorsitz: Dass nichts bleibt wie es war

[M] DPA; AFP; Getty Images Nach 18 Jahren ist Schluss: Angela Merkel gibt den CDU-Vorsitz ab. Sie verpasste der alten Partei ein neues Gesicht, verhalf den Christdemokraten zu großen Erfolgen - bis es zuletzt bergab ging. Die Bilanz.
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#10 - 06.12.2018, 19:00 von roulaison

Schön

beschriebene Bilanz. Die Metamorphose Merkels spricht für sie. Im Sinne der Adaptionsfähigkeit an die Realität. Ich sehe den Kern nicht von ihr ausgehölt. Die zunehmende Orientierungslosigkeit, das Zerbrechen von eingefahrenen Strukturen und Traditionen, die neuen Möglichkeiten und Phänomene- Das sind Herausforderungen, die aus einem anderen zeitlichen Kontext heraus ein "wir schaffen das!" honorieren werden.

#11 - 06.12.2018, 19:01 von Ditje26

Merkel. war das beste was der CDU passieren konnte

Ohne die Sozialdemokratisierung der CDU, also ohne Merkel, hätte die CDU nämlich nicht in den vergangenen Jahren alleine die Kanzlerschaft gehabt. Unser Land brauchte mehr Frauenwirtschaft, musste sozialer werden. Wer will dennnoch den alten konservativen Männerverein, den Merz zurück bringen will? Merkel war für alle wählbar. Sie hatte von allem etwas: weiblich, sozial, bisschen umweltfreundlich, sehr diplomatisch und ein hoher Intellekt. Kein protzender, lauter, uneinsichtiger, konservativer, an der Vergangenheit hängender Typ, den der typische CDU Mann darstellte. Und wieder tut. Sie wurde auch von den Medien ungerechterweise, auch vom Spiegel, gescholten. Die Flüchtlingskrise hätte von allen besser gehandhabt werden können, ganz Europa. Und keiner hat 2015 damit gerechnet, dass auch dieses Jahr die Flüchtlinge noch kommen. Schaut Euch an was jetzt kommt: Der vergangenheitsgerichtete Merz deren Männergefühle von Merkel verletzt wurden? Der junge, unerfahrene, uneinsichtige und arrogante Spahn? In der internationalen Schule (wir leben im Moment in Panama) meiner Kinder wurde das Thema unter den internationalen Jugendlichen (15 bis 17 Jahre) diskutiert. Fazit: Die Deutschen werden sich Merkel noch zurück wünschen.

#12 - 06.12.2018, 19:02 von Peter M. A. Lublewski

Frau Merkel hat sich in den vielen Jahren so unentbehrlich gemacht wie einst CDU-Übervater Konrad "Watt kümmert misch dann mejn Jeschwätz von jestern?" Adenauer. Kein Wunder, dass sich nun niemand vorstellen kann, in welche politische Richtung die Reise gehen soll.

#13 - 06.12.2018, 19:04 von burlei

Frau Merkel ist ...

... die politische Ziehtochter des H. Kohl, nichts anderes. Sie hat unter ihm die damals neue CDU-Politik gelernt, die Politik des Wegbeißens von Konkurrenten, das Kaltstellen, das Auf-die-lange-Bank-schieben der Probleme, den Machterhalt. Neu eingebracht hat sie nur die totale Ausnutzung der Koalitionspartner und die Politik der Beliebigkeit, das breiartige überdecken der Republik mit Sprechblasen. Ihre erfolgreiche Politik verdankte sie der Arbeit der SPD, deren Erfolge sie sich ansteckte, soweit sie ihr in den Kram passten. Alles andere wurde verwässert, ausgebremst, abgewürgt und der SPD zugeschoben. Die FDP kann ein Lied davon singen. Außer der Kürzung der Mehrwertsteuer für Hoteliers haben die von ihren ganzen Geschenken für Wohlhabende ja nichts durch gebracht.

#14 - 06.12.2018, 19:06 von ortibumbum

Schade....

Die großartigen Kritiker werden schnell merken, was sie an Merkel verlieren werden, verloren haben. Die NEUE ZEIT wird allzu schnell Merkel zur Last gelegt; dabei ist es wie im römischen Reich. Je mehr Zugeständnisse , je mehr Wohlstand die Politik für Ihre Menschen macht, je besser es den Menschen geht (der kriegt den Hals nicht voll), je mehr nähert sich der ganze "Irrsin" dem Ende zu. Schauen wir uns doch um. Möchte jemand in Italien, Frankreich, Belgen, Holland, Benelux, Nordeuropa leben aus politischen Gründen, oder in England???
Überall zerreißt es die Menschen und sie gehen aufeinander los. Bei uns finde ich es immer noch am besten und am ehesten auszuhalten.
Und bestimmt liegt das alles nicht nur an Merkel, dann hätten wir ja eine Diktatur. Was die Kritiker wollen, ist überhaupt nicht klar. Vorschläge wären gut, oder dass die Schlaumeier sich mal einklinken, in die Kommunalpolitik, Landespolitik usw. Demokratie muss jeden Tag neu gelebt werden, auch mit dem eigenen Beitrag.
Ein Mensch muss weg, dann wird alles besser. Wenn Merkel weg ist, dann werden sich die Kommentare hier überschlagen, genauso häßlich, genauso fies und arrogant. Denn: Die Schlaumeir und NICHTMITMACHER, Querulanten sterben nicht aus; genauso wie die Nazzis, Rechten usw. Die gab es schon immer. Und wie war es möglich, dass sich so ein Hitlerregime bilden konnte, was soviel Mord und Leid gebracht hat??
Und an der rechten Szene oder der AFD usw. ist auch Merkel Schuld.
Ist ja wohl lächerlich!
Aber: Macht nur weiter so. Ich freue mich diebisch, wenn Merkel weg ist, und das Theater von neuem losgeht und eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird. Das können wir Deutschen gut, andere zu beschuldigen.
Der Untergang ist nicht mehr fern.........

#15 - 06.12.2018, 19:06 von brux

Verlorene Jahre

Merkel hat von Schröders Reformen profitiert und ansonsten Stillstand verwaltet.
Dazu einige satte Fehlentscheidungen bei Energie, Euro und Migration.
Die eigentliche Leistung ist die Vernichtung der SPD, und das ist so gut nicht.

#16 - 06.12.2018, 19:09 von Hörbört

Kati Witt weiß das

Ihr lieben Leute in den Redaktionen, ihr Kampfrichter der A-, B- und manchmal auch C-Noten, lasst euch von der klugen Kati sagen, wie das beim Eiskunstlauf aus gutem Grund gehandhabt wird: Es ist fatal, bereits am Anfang des Kürwettbewerbs Höchstnoten zu verteilen. Denn so hat man später nichts mehr, was man noch "drauflegen" könnte. Auf euren Job übertragen: Wenn ihr schon jetzt anfangt, die "10.0" in Serie zu vergeben, bleibt beim späteren Lobgesang anläßlich des letzten Arbeitstages der Kanzlerin kein Spielraum mehr. Also spart euch das Beste (und Verdiente) für den Schluss auf. Sonst müsst ihr etwaig zu peinlichen Worten greifen, um das bereits Gesagte noch zu toppen.

#17 - 06.12.2018, 19:13 von Rio connection

Irgendwie geht da jetzt eine Aehra zuende

da wird man doch tatsaechlich gefuehlsduselig. Ich war nie ein CDU Waehler, nie, nie nie...aber Angie hat es irgendwie geschafft mich klammheimlich fuer sich zu gewinnen.
Klar kann ich Kritik an ihr nachvollziehen, waer auch unheimlich wenns keine gaebe aber danaich ist mir im Moment nicht.
Zukunft? Waer komisch wenn da jetzt ein Mann kaeme...irgendwie komisch...

#18 - 06.12.2018, 19:21 von trader_07

Zitat von grottenolm1
Wie sagte einmal ein Bekannter: Ich habe sie nicht für das gewählt, was sie dann gemacht hat. Genau das ist es.
Ich habe sie nie gewählt, konnte es allerdings auch nie, ich wohne in Bayern. Die letzten 18 Jahre waren alles in allem sehr gut und angenehm. Man kann es schon gut aushalten in diesem stabilen, rechtsstaatlichen Land mit guten Verdienstmöglichkeiten (für die man im übrigen selber verantwortlich ist, nicht etwa Frau Merkel).

Frau Merkel hat ihren Teil dazu beigetragen, dass man in Deutschland wirklich gut und gerne leben kann (das sage ich, obwohl ich vier bis fünf Monate pro Jahr in Nord-Italien lebe, im Heimatort meiner Frau, und somit einen direkten, umfassenden Vergleich zum Lebens-Alltag in einem anderen Land habe).

Jetzt ist allerdings wirklich die Zeit gekommen, dass eine andere Person einmal das Ruder übernimmt.

#19 - 06.12.2018, 19:23 von ekel-alfred

Außen hui, innen Pfui

Merkel hat sich in ihrer Amtszeit hauptsächlich für Außenpolitik interessiert. Für Deutschland hat sie nichts gemacht. Hier türmen sich die Probleme meterhoch.

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