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Nordkorea-Gipfel: Will Kim Trump austricksen?

AP Donald Trump muss fürchten, dass ihn Nordkoreas Diktator Kim Jong Un beim Atomgipfel über den Tisch zieht. Nun schlägt der US-Präsident neue Töne an.
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#1 - 08.06.2018, 14:17 von der_Pixelschubser

Irreführend

Der Beitrag ist in meinen Augen irreführend und tendenziös. Wir sollten uns bei dieser ganzen Geschichte eines vor Augen halten: mitnichten ist es Kim, der mit einer Politik der Expansion und der Destabilisierung die Welt ins Chaos zu stürzen droht. Kim hat kein Interesse daran, irgendwem in irgendeiner Form zu schaden. Stattdessen muss sich die NATO (allen voran die USA, aber gleich im Anschluss daran Großbritannien und Frankreich) den Vorwurf der geschwürartigen Ausbreitung und der permanenten Aggression insbesondere in Richtung Osten gefallen lassen. Wenn Autor Nelles also die Frage stellt, ob es hier um eine Trickserei Kims geht, wenn er also den Oberchaoten Trump als den moralischen Sieger in diesem Schmierentheater darstellt, dann ist das eine tendenziöse und durch kein sachliches Argument gestützte Vorverurteilung. Machen wir uns nichts vor – die Regierung Kim hat sicher genügend Probleme auf der Soll-Seite – aber das macht die Regierung Trump dadurch nicht um einen Hauch besser!

#2 - 08.06.2018, 14:22 von te36

MinMax

Minimale Resultate, Maximale Publicity.

Am einfachsten, der Kim verkauft die Gegenden mit Atomwaffen an Trump damit dort Hotels und Golfkurse gebaut werden können. Da muß dann Trump auch gleich noch die Reiserestriktionen für Amerikaner nach Nordkorea lockern. WinWin.

#3 - 08.06.2018, 14:32 von nachdenk71

Alternative

Die Überschrift könnte auch lauten: "Will Trump Kim austricksen?"
Was wäre, wenn Nordkorea ohne substantielles Entgegenkommen der USA sein Atomprogramm offen legen oder die Denuklearisierung durchführen würde - und Trumpf später mit irgendeinem Vorwand die Sanktionen nicht aufheben würde? Ohne gleichzeitiges Entgegenkommen wird es keine Vereinbarung geben können.
Bisher sind Verträge auch daran gescheitert, dass die USA ihre Versprechen nicht gehalten haben..

#4 - 08.06.2018, 14:34 von matthias089

Kim ist doch nicht wahnsinnig.

Er wäre verrückt wenn er seine Atomwaffen abgeben würde. Das ist seine einzige Garantie dass er überhaupt am Leben ist. Ohne Nukleare macht würde es ihm ergehen wie Gaddafi oder Hussain. Viel Erfolg

#5 - 08.06.2018, 14:35 von mwroer

Zitat von der_Pixelschubser
Der Beitrag ist in meinen Augen irreführend und tendenziös. Wir sollten uns bei dieser ganzen Geschichte eines vor Augen halten: mitnichten ist es Kim, der mit einer Politik der Expansion und der Destabilisierung die Welt ins Chaos zu stürzen droht. Kim hat kein Interesse daran, irgendwem in irgendeiner Form zu schaden. Stattdessen muss sich die NATO (allen voran die USA, aber gleich im .......
Kann ich so unterschreiben. Wie man die USA so derart verlogen in die Opferrolle schieben kann, ist mir ein Rätsel.
Im übrigen auch unsinning - die USA müssen den Gipfel doch nur absagen. Dann setzen sich Süd- und Nordkorea eben an den Tisch, arbeiten was aus und legen das der UN vor.

Die USA braucht dabei im Prinzip keiner - soweit mir bekannt ist Süd-Korea immer noch ein souveräner Staat und wenn die beiden Staaten einen Friedensvertrag schließen dann brauchen sie sicher nicht die Erlaubnis der USA dafür.

#6 - 08.06.2018, 14:36 von unumvir

Können wir uns darauf einigen, dass zukünftig nur noch Reporter zu dem Thema schreiben, die zumindest "Art of the Deal" gelesen haben?

Natürlich wird dieses Treffen nicht mit einem Schlag alle Probleme lösen.
Natürlich ist es nur ein erster, aber wichtiger, Schritt einer langfristigen Entwicklung.
Natürlich fehlt auf beiden Seiten das Vertrauen, das erst langsam aufgebaut werden muss.
Natürlich ist ein Scheitern jederzeit möglich.
Natürlich wird es Rückschläge geben und vermutlich wird jede der beiden Seiten noch mindestens einmal den Verhandlungstisch verlassen, um später daran zurückzukehren.

So läuft das Spiel .. und im Gegensatz zu den Medien haben weder Trump noch die Kenner der Materie zu irgend einem Zeitpunkt etwas anderes gesagt.

#7 - 08.06.2018, 14:37 von StefanXX

"Geschwürartige Ausbreitung" Richtung Osten??

Zitat von der_Pixelschubser
Der Beitrag ist in meinen Augen irreführend und tendenziös. Wir sollten uns bei dieser ganzen Geschichte eines vor Augen halten: mitnichten ist es Kim, der mit einer Politik der Expansion und der Destabilisierung die Welt ins Chaos zu stürzen droht. Kim hat kein Interesse daran, irgendwem in irgendeiner Form zu schaden. Stattdessen muss sich die NATO (allen voran die USA, aber gleich im Anschluss daran Großbritannien und Frankreich) den Vorwurf der geschwürartigen Ausbreitung und der permanenten Aggression insbesondere in Richtung Osten gefallen lassen. Wenn Autor Nelles also die Frage stellt, ob es hier um eine Trickserei Kims geht, wenn er also den Oberchaoten Trump als den moralischen Sieger in diesem Schmierentheater darstellt, dann ist das eine tendenziöse und durch kein sachliches Argument gestützte Vorverurteilung. Machen wir uns nichts vor – die Regierung Kim hat sicher genügend Probleme auf der Soll-Seite – aber das macht die Regierung Trump dadurch nicht um einen Hauch besser!
Können Sie die "geschwürartige Ausbreitung" der NATO in Richtung Osten bitte mal belegen? Soweit ist weiß sind die Staaten, die sich der NATO dort angeschlossen haben, souverän und haben dies aus freiem Willen getan. Wollen Sie diesen Staaten also das Recht absprechen eigene Entscheidungen zu treffen? Und die immer wieder aufgewärmte Mähr von der Zusage seitens der NATO dass es keine Osterweiterung gäbe, ist auch nachweislich falsch, das hat selbst Gorbatschow bestätigt dass es so eine Zusage nie gegeben hat. Nur weil irgendein Außenminister mal irgendwas in eine Fernsehkamera redet, ist das noch lange keine vertragliche Zusage.

Im übrigen sollte man sich besser mal Gedanken machen woran es wohl liegt, dass Osteuropa absolut NULL Bock mehr auf Russland hatte und hat. Kann es evtl. daran liegen, dass es 45 Jahre lang von Russland unterjocht wurde? Russland hat diese Staaten doch durch seine aggressive Politik der Bevormundung und Gängelung erst in die Arme der USA und NATO getrieben.

#8 - 08.06.2018, 14:38 von quark2@mailinator.com

Die Sache mit Nordkorea ist seltsam. Erst der bizarre Mord an Kims Bruder. Dann der enorme Fortschritt bei den Raketen quasi aus dem Nichts heraus. Daraufhin natürlich eine Erhöhung der Spannungen mit Japan, den USA und Südkorea ... und plötzlich die Annäherung ... Als normaler Bürger weiß man dann, daß man Vieles von dem, was hinter den Kulissen ablief eben nicht weiß. Da kann man dann nur spekulieren. Normalerweise würde alles dagegen sprechen, daß Kim seine mühsam gewonnene atomare Schlagkraft wieder aufgibt. Jetzt, wo er endlich glaubhaft einen EMP über dem Silicon Valley erzeugen kann, soll er alles verschrotten ? Nachdem er gesehen hat, wie es Lybien, dem Iran und Syrien erging, nachdem die ihre Massenvernichtungswaffen abgelegt hatten ? Hätte man nicht das Gefühl, daß da eine Menge Unsichtbares abläuft, hielte man dies für ausgeschlossen. So ... weiß man es einfach nicht.

#9 - 08.06.2018, 14:38 von PeterMüller

@1. der_Pixelschubser

Was meinen Sie mit Ausbreitung der Nato wie ein Krebsgeschwür? Sprechen Sie den osteuropäischen Staaten das Recht ab, einem Verteidigungsbündnis ihrer Wahl beizutreten? Oder beziehen Sie diesen Ausdruck auf eine angebliche Vereinbarung von Nato und Sowjetunion, dass sich die Nato nicht in das Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken ausbreiten wird? Ersteres wäre vermessen, Zweiteres glatt unmöglich: Wenn es denn dieses Abkommen gäbe (was es laut Genscher nie gab), dann hätte die Sowjetunion ein solches Abkommen geschlossen, während die SU noch gar nicht auseinanderfiel. Richtig ist, es gibt eine solche Vereinbarung als Teil des 2+4-Abkommens, allerdings gilt das nur für die Nato ex BuWehr und ist beschränkt auf das Gebiet der ehemaligen DDR. An dieses Abkommen hält sich die Nato und die Bundesrepublik bisher auch, da die Nato ex BW dort keine Stützpunkte unterhält.

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