Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

Präsident vs. "Gelbwesten": Wem Macrons Milliarden-Versprechen nützen

REUTERS Frankreichs Präsident Macron will die "Gelbwesten" ruhigstellen - mit einer Reihe sozialer Maßnahmen für Geringverdiener. Den Staat kostet das Milliarden. Ökonomen glauben aber, dass die Falschen profitieren.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 10/11    
#90 - 12.12.2018, 09:51 von Johann Dumont

auf die Sprünge helfen nennt man das auf deutsch !

Es ist ein Anschauungsunterricht - was da gerade in Frankreich passiert. Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. In der Reihenfolge Italien England und später bei uns kann es auch passieren. Die europäische Politik der letzte Dekade war einfach Geschichtsvergessen. Wir haben auch schon lange keinen Kaiser mehr - es könnte sein dass die Obrigskeitshörigkeit auch bei uns an Grenzen kommt. TTIP mit der Abschaffung der normalen Gerichtsbarkeit ist so eine Grenzverletzung im Interesse internationaler Konzerne die mit ihren bezahlten Lügnern in der Gestalt von Lobbyisten hier Gesetze schreiben und die Abgeordneten rund um die Uhr belustigen. Möglicherweise hat sich durch die Wahl von Frau AKK bei uns der Unmut etwas vertagt - aber er kommt mit Macht wenn die AFD den Neokapitalismus weiter ausbaut. Es war die Wahl zwischen Pest und Colera, Merz hätte sofort weiteres Konfliktpotential aufgebaut. Merz wird gelobt für erfolgreiche Tätigkeit in der Industrie - er war nie in der Industrie - er war in der Abzockeindustrie - die über Spekulation und Firmenzerschlagungen Geld kassieren - aber nicht verdienen - oder neuerdings über Mietwucher in Wohnungen die ihnen Söder, die SPD in Berlin und die SPD mit den Grünen in Hessen verkauft hat.

#91 - 12.12.2018, 09:55 von Beat Adler

Zitat von wasistlosnix
Lieber Beat Adler, erklären sie doch mal bitte die Sozialhilfe in der Schweiz und auch deren Höhe! Die liegt doch höher als die gern diskutierten 1000? BEG. War doch über 1600? für eine Einzelperson. Ich denke da wären viele Franzosen und andere Europäer mit Mindestlohn glücklich wenn sie das hätten.
Immer in Prozent des Durchschnittslohnes rechnen. Gesamtausgaben fuer Soziales immer in Prozent des BIP rechnen.

In der Schweiz gilt eine alleinstehende Person, die unter 2000 Euros pro Monat hat, als ARM! In dieser Kategorie befinden sich in der Schweiz unter 8.5 Millionen Einwohnern, 6 Millionen Schweizer+2.5 Millionen Auslaender, 550'000 Personen aus 64 verschiedenen Nationen. In Prozent ist die Armut in der Schweiz so klein wie sonst nirgends auf der Welt. Der Mittelstand in Prozent der Bevoelkerung so gross wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Schere zwischen Arm und Reicht ist so geschlossen wie nirgendwo sonst. Das ist das Resultat des Neo-Liberalismus der Schweizer Wirtschaft!

In Frankreich sind die Durchschnittsrenten HOEHER wie der Durchschnittslohn, das ist weltweit einzigartig!
mfG Beat

#92 - 12.12.2018, 09:57 von muunoy

Zum Neoliberalismus

Die Bedeutung des eigentlich schon recht alten Begriffs "Neoliberalismus" hat sich im Laufe der Zeit verändert und wird heutzutage eher als Kampfbegriff linker Ideologen verwendet, weil der Begriff inzwischen recht nichtssagend ist. Zitat aus Wikipedia: "Nach Auffassung des Wirtschaftswissenschaftlers Andreas Renner steht Neoliberalismus in der modernen Begriffsverwendung als politisches Schlagwort für ökonomistisch verengte Politikkonzepte, die soziale und ökologische Probleme nicht lösen, sondern eher verschärfen. " Das ist so schön herrlich unkonkret wie der Vorwurf, dass irgendwelche Argumente "rechts" sind. Kampfbegriffe wie "Rechtspopulismus", "Neoliberalismus" u. ä. haben lediglich die Funktion, Diskussionen abzuwürgen, weil man sich nicht mit der jeweils anderen Meinung auseinandersetzen will.
Auch die Einordnung links-rechts greift inzwischen eigentlich zu kurz. Ich persönlich finde inzwischen eine Einordnung "kollektivistisches Menschenbild" vs. "individualisiertes Menschenbild" hilfreicher. Damit können Sie viele gesellschaftliche Phänomene viel besser erklären. Die Franzosen an sich haben ein ziemlich kollektivistisches Menschenbild, während die Schweizer eher ein individualistisches Menschenbild haben. Sie können mit dieser Betrachtungsweise auch erklären, warum politisch links einzuordnende Menschen eine Vorliebe für den Islam haben, obwohl die Lehre des Islam mit Sozialismus gar nichts zu tun hat. Aber der Islam vertritt eben ein kollektivistisches Menschenbild wie linke Ideologien auch. Dieser These kann man allerdings dahingehend widersprechen, dass Menschen mit rechtsextremen Positionen auch ein kollektivistisches Menschenbild vertreten. Auch meinen Zeilen erkennen Sie sicherlich schon, dass ich eher ein individualistisches Menschenbild vertrete. D. h., der Staat soll seinen Bürgern so wenig wie möglich nehmen und sich soweit wie möglich aus allen Lebensbelangen der Menschen heraus halten. Linken Ideologen ist so eine Sichtweise verhasst und sie bezeichnen diese Sichtweise gerne als neoliberal.
Ansonsten gebe ich Ihnen Recht. Nicht nur die Schweiz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass in Gesellschaften mit mehrheitlich individualistischem Menschenbild der Wohlstand der Gesamtheit normalerweise höher ist als in Gesellschaften mit kollektivistischem Menschenbild. Linksideologen geht es jedoch nicht um die Wohlstandsmehrung der Gesamtheit. Für sie ist Gleichheit aller im Kollektiv wichtiger. Und dieses Ziel ist eben auch erreicht, wenn alle gleich arm sind.

#93 - 12.12.2018, 09:57 von muunoy

Zum Neoliberalismus

Zitat von Beat Adler
Was ist besser wie sogenannter "Neo-Liberalismus"? Dem erz-kapitalistischsten Land, dem erz-neolibaralistischsten Land der Welt, der Schweiz, geht es erstaunlich gut.
Die Bedeutung des eigentlich schon recht alten Begriffs "Neoliberalismus" hat sich im Laufe der Zeit verändert und wird heutzutage eher als Kampfbegriff linker Ideologen verwendet, weil der Begriff inzwischen recht nichtssagend ist. Zitat aus Wikipedia: "Nach Auffassung des Wirtschaftswissenschaftlers Andreas Renner steht Neoliberalismus in der modernen Begriffsverwendung als politisches Schlagwort für ökonomistisch verengte Politikkonzepte, die soziale und ökologische Probleme nicht lösen, sondern eher verschärfen. " Das ist so schön herrlich unkonkret wie der Vorwurf, dass irgendwelche Argumente "rechts" sind. Kampfbegriffe wie "Rechtspopulismus", "Neoliberalismus" u. ä. haben lediglich die Funktion, Diskussionen abzuwürgen, weil man sich nicht mit der jeweils anderen Meinung auseinandersetzen will.
Auch die Einordnung links-rechts greift inzwischen eigentlich zu kurz. Ich persönlich finde inzwischen eine Einordnung "kollektivistisches Menschenbild" vs. "individualisiertes Menschenbild" hilfreicher. Damit können Sie viele gesellschaftliche Phänomene viel besser erklären. Die Franzosen an sich haben ein ziemlich kollektivistisches Menschenbild, während die Schweizer eher ein individualistisches Menschenbild haben. Sie können mit dieser Betrachtungsweise auch erklären, warum politisch links einzuordnende Menschen eine Vorliebe für den Islam haben, obwohl die Lehre des Islam mit Sozialismus gar nichts zu tun hat. Aber der Islam vertritt eben ein kollektivistisches Menschenbild wie linke Ideologien auch. Dieser These kann man allerdings dahingehend widersprechen, dass Menschen mit rechtsextremen Positionen auch ein kollektivistisches Menschenbild vertreten. Auch meinen Zeilen erkennen Sie sicherlich schon, dass ich eher ein individualistisches Menschenbild vertrete. D. h., der Staat soll seinen Bürgern so wenig wie möglich nehmen und sich soweit wie möglich aus allen Lebensbelangen der Menschen heraus halten. Linken Ideologen ist so eine Sichtweise verhasst und sie bezeichnen diese Sichtweise gerne als neoliberal.
Ansonsten gebe ich Ihnen Recht. Nicht nur die Schweiz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass in Gesellschaften mit mehrheitlich individualistischem Menschenbild der Wohlstand der Gesamtheit normalerweise höher ist als in Gesellschaften mit kollektivistischem Menschenbild. Linksideologen geht es jedoch nicht um die Wohlstandsmehrung der Gesamtheit. Für sie ist Gleichheit aller im Kollektiv wichtiger. Und dieses Ziel ist eben auch erreicht, wenn alle gleich arm sind.

#94 - 12.12.2018, 09:57 von cautious_analyst

Keine Alternative zu Macron

Zitat von peter_haller
... hat wohl seine letzten Umfragewerte gesehen. Wenn die noch vor wenigen Wochen nur noch bei ca 20 % waren, dürften die jetzt wohl im untersten einstelligen Bereich liegen. Schätze mal so zwischen 3 -5 % höchstens ?
Sie täuschen sich. Er ist bei 25%, und bei den Europa-Wahlen würde die LRM laut Umfragen die stärkste Partei sein (wenn auch, wie überall bei Europawahlen, stark von den versammelten Populistentruppen und Extremen bedrängt). Es gibt in Frankreich eine Mehrheit, die srbeiten und das Land voranbringen will.

#95 - 12.12.2018, 10:07 von Beat Adler

Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. Wirklich?

Zitat von Johann Dumont
Es ist ein Anschauungsunterricht - was da gerade in Frankreich passiert. Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. In der Reihenfolge Italien England und später bei uns kann es auch passieren. Die europäische Politik der letzte Dekade war einfach Geschichtsvergessen. Wir haben auch schon lange keinen Kaiser mehr - es könnte sein dass die Obrigskeitshörigkeit auch bei uns an Grenzen kommt. TTIP mit der Abschaffung der normalen Gerichtsbarkeit ist so eine Grenzverletzung im Interesse internationaler Konzerne die mit ihren bezahlten Lügnern in der Gestalt von Lobbyisten hier Gesetze schreiben und die Abgeordneten rund um die Uhr belustigen. Möglicherweise hat sich durch die Wahl von Frau AKK bei uns der Unmut etwas vertagt - aber er kommt mit Macht wenn die AFD den Neokapitalismus weiter ausbaut. Es war die Wahl zwischen Pest und Colera, Merz hätte sofort weiteres Konfliktpotential aufgebaut. Merz wird gelobt für erfolgreiche Tätigkeit in der Industrie - er war nie in der Industrie - er war in der Abzockeindustrie - die über Spekulation und Firmenzerschlagungen Geld kassieren - aber nicht verdienen - oder neuerdings über Mietwucher in Wohnungen die ihnen Söder, die SPD in Berlin und die SPD mit den Grünen in Hessen verkauft hat.
Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. Wirklich?

Wenn er NICHT nachgibt, werden alle Autobahnen geschlossen, alle Supermaerkte haben dann kein Essen mehr, alle Tankstellen keinen Sprit, alle Fabriken keine Rohmaterialien, Halbfabrikate und Einzelteile und koennen auch nicht ausliefern. Das ist also "wenig Druck"?

Was wurden die Deutschen tun, wenn es im Supermarkt nichts mehr zu kaufen gint, kein Sprit an der Tankstelle und alle Fabriken stillstehen? Die Buergerwehr mobilisieren? Die Regierung zwingen mit den angeblich unbrauchbaren Helikoptern der Bundeswehr Einsatzkraefte vor Ort zu fliegen?
mfG Beat

#96 - 12.12.2018, 10:19 von Aberlour A ' Bunadh

Bitte also die Frage, was besser wie neo-liberal ist, beantworten

Zitat von Beat Adler
andneu Heute, 09:03 77. So lange Ökonomen der neoliberalen Heilslehre anhängen .... ... wird das auch nichts. Die Leute haben genug von dieser Ideologie. ................................ Was ist besser wie sogenannter "Neo-Liberalismus"? Pseudo-Komminismus so wie in Kuba, Vietnam, Venezuela, Nordkorea, gar der kommunistische Staatskapitalismus so wie in China seit 35 Jahren erfolgreich praktiziert? Oder Diktaturen putinischer oder erdoganischer Praegung? Dem erz-kapitalistischsten Land, dem erz-neolibaralistischsten Land der Welt, der Schweiz, geht es erstaunlich gut. Wir Schweizer hatten nie eine sozialistische Regierung, welche an die Buerger Geschenke verteilte, die dafuer sorgen, dass eine Rueck-Umverteilung nicht mehr moeglich ist so wie in Frankreich. Niemand laesst sich freiwillig seine Pampers entfernen. Bitte also die Frage, was besser wie neo-liberal ist, beantworten. Danke im voraus.
Immer wieder erstaunlich, zu welchem extremen Denken der menschliche Geist fähig ist. Mit Kritik am Neoliberalismus kommen Sie mit Venezuela daher. Also platter geht es nicht mehr. Was ist besser als Neoliberalismus? Der Sozialstaat natürlich. Ein Jahrhundertprojekt, das immer wieder bis in alle Ewigkeit vor neoliberaler Ideologie (gespeist von neoliberalen Ökonomen und neoliberal gestimmten Wirtschaftsverbänden) verteidigt werden muss. Eine auf Sozialer Marktwirtschaft als Realtypus beruhende Wirtschaftsordnung kann einen breiten oder schmalen öffentlichen Sektor haben, eine weniger oder stärker ausgeprägte Sozialpartnerschaft, große oder kleinere Einheiten gemeinwirtschaftlich genutzter Ressourcen und sogar einen
verstaatlichten Bankensektor, wie ihn einige westliche Demokratien in der Finanzkrise umsetzten (mussten). Eine "aktivierende Wirtschafts- und Sozialpolitik" wohlfahrtsstaalicher Prägung, zu der Lord Keynes bekanntlich die Grundlagen gelegt hat, ist DAS Gegenmodell zur neoliberalen Ideologie. Natürlich kann man auch in diesem Modell "Reformpolitik" betreiben. Es ist aber wichtig, "die Frage der Gerechtigkeit nicht im Verhältnis zu dem Aspekt der Effizienz als nachrangig anzusehen. Bürger sind nur dann zu opfern bereit, wenn sie sich gerecht behandelt fühlen und den Glauben gewinnen, etwas für eine gerechte Sache zu tun . Dies zu vermitteln ist keine leichte Aufgabe. Und Fragen der Gerechtigkeit als Sozialneid zu diskreditieren, ist dabei wenig hilfreich." (Hermann Ribhegge). Und als Schweizer würde ich Ihnen empfehlen sich mal mit der Geschichte der Schweiz zu beschäftigen. Die Allmende-Bewirtschaftung in den Alpenregionen der Schweiz gilt als besonders gutes Beispiel der Selbstverwaltung in Gemeineigentum - bis heute. Vier Fünftel des alpinen Territoriums der Schweiz befindet sich in Gemeineigentum entweder von Kommunen oder Genossenschaften. Soviel zum "erz-kapitalistischsten Land, dem erz-neolibaralistischsten Land der Welt". Ohne Worte.

#97 - 12.12.2018, 11:53 von seine-et-marnais

Mediane und moyenne

Zitat von Beat Adler
In Frankreich sind die Durchschnittsrenten HOEHER wie der Durchschnittslohn, das ist weltweit einzigartig! mfG Beat
"En 2015, 16 millions de personnes perçoivent une pension de droit direct des régimes de retraite français, soit des effectifs en hausse de 1% par rapport à 2014", explique sur son site la direction de la recherche, des études, de l’évaluation et des statistiques (Drees), soulignant que "tous régimes confondus, ces retraités reçoivent une pension moyenne de 1 376 euros." Pour rappel, le salaire moyen en France est, lui, de 2250 euros tandis que le salaire médian (la moitié de la population gagne plus, l’autre moins) est de 1797 euros.
aus https://www.lci.fr/societe/public-prive-regimes-speciaux-combien-un-retraite-gagne-t-il-en-france-pension-hauss-csg-manifestations-macron-reforme-2081777.html
Die Durchschnittsrente liegt bei 1376 Euros, das Durchschnittsgehalt bei 2250 Euros.
Andere Indikation: Die CSG die ausgesetzt war für Renten mit weniger als 1200 Euros betraf 30% der Rentner, die Änderung Macrons mit der neuen Grenze 2000 Euros betraf 40% der Rentner, also 70% der Renten liegen unter der Grenze von 2000 Euros. Die derzeitigen Prognosen gehen davon aus dass in den nächsten Jahren die Einkommen stärker steigen als die Renten. Macron hat die Renten desindexiert, also 0.3% Steigerung für 2019 für die 'staatlichen' Renten, die Zusatzrenten Arrco und Agirc, für die je nach Einkommen und Status 'einbezahlt wird' steigen schon seit Jahren wesentlich schwächer an als die staatliche Rente der CNAV.
In Deutschland gab es 2018 eine Rentenerhöhung von 3%, für 2019 in Deutschland (West) sind auch gut 3% vorgesehen.

#98 - 12.12.2018, 12:24 von seine-et-marnais

Quatsch

Zitat von Beat Adler
Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. Wirklich? Wenn er NICHT nachgibt, werden alle Autobahnen geschlossen, alle Supermaerkte haben dann kein Essen mehr, alle Tankstellen keinen Sprit, alle Fabriken keine Rohmaterialien, Halbfabrikate.....
Am letzten Samstag als in Paris 36 Metrostationen, die Kaufhäuser Printemps und Galeries Lafayettes und jede Menge Geschäfte auf der 'Rive droite' geschlossen waren, ging es ganz normal weiter auf der 'Rive gauche' mit dem Weihnachtsmarkt von St Germain des Près oder dem Kaufhaus Bon Marché. Ich war zum Einkaufen in einem grossen Einkaufszentrum, sprich Carré Sénart im Südosten von Paris, das proppevoll war und in dem der Printemps geöffnet hatte.
Es gab gezielte Aktionen, zB bei Auchan, Besitzer Familie Mulliez, die im Norden umgezogen ist, nicht mal 1 km von der Grenze entfernt um Steuern zu sparen, es gibt bei einer Hundefutterfirma im Languedoc Probleme, nur ihr Katastrophenschreiben ist vollkommen lächerlich. Und die Bundeswehr hat in Frankreich eh nichts zu suchen, ob die Hubschrauber der Bundeswehr überhaupt flugtauglich sind, das ist eine ganz andere Frage.

#99 - 12.12.2018, 12:33 von Johann Dumont

es waren nur Drohungen - in Bezug auf die totale Blockade

Zitat von Beat Adler
Wachsweich wird Macron - durch relativ wenig Druck. Wirklich? Wenn er NICHT nachgibt, werden alle Autobahnen geschlossen, alle Supermaerkte haben dann kein Essen mehr, alle Tankstellen keinen Sprit, alle Fabriken keine Rohmaterialien, Halbfabrikate und Einzelteile und koennen auch nicht ausliefern. Das ist also "wenig Druck"? Was wurden die Deutschen tun, wenn es im Supermarkt nichts mehr zu kaufen gint, kein Sprit an der Tankstelle und alle Fabriken stillstehen? Die Buergerwehr mobilisieren? Die Regierung zwingen mit den angeblich unbrauchbaren Helikoptern der Bundeswehr Einsatzkraefte vor Ort zu fliegen? mfG Beat
Macro ist durch die bloße Androhungen totaler Blockade schon wachsweich - bisher hat man die Blitzer zerstört und ein paar Autos angezündet - viel mehr war noch nicht passiert. Allerdings scheint Macron die Franzosen zu kennen und traut ihnen ansatzlos zu, dass auch umzusetzen. Bei uns ist die Zivilcourage vermeintlich nicht so ausgeprägt - allerdings war man im Osten vor ca 30 Jahren noch zu viel mehr bereit. Es war gefährlich sich mit der Stasi und den IMs auseinanderzusetzen. Das Bewusstsein daraus ist jünger als die französische Revolution.

    Seite 10/11