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Präsident vs. "Gelbwesten": Wem Macrons Milliarden-Versprechen nützen

REUTERS Frankreichs Präsident Macron will die "Gelbwesten" ruhigstellen - mit einer Reihe sozialer Maßnahmen für Geringverdiener. Den Staat kostet das Milliarden. Ökonomen glauben aber, dass die Falschen profitieren.
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#10 - 11.12.2018, 20:10 von RalfHenrichs

Der übliche Quatsch

1. Der Lebensstandard in Frankreich ist nicht hoch. Er ist bei einigen Franzosen hoch, bei anderen nicht. 2. Es gibt keine gefühlte Ungerechtigkeit sondern eine faktische Ungerechtigkeit. 3. Wenn dies dazu führt, dass die europäische Schuldenbremse in den Orkus verschwindet, hätte dies einen schönen Nebeneffekt. Denn aus volkswirtschaftlicher Sicht hat die 3%-Grenze bei der Neuverschuldung überhaupt keine Basis. Das ist reine Ideologie.

#11 - 11.12.2018, 20:12 von dt24535322

Zitat von s-achte
nachdem sich die Art, sich die Existenz zu sichern, seit dem ausgehenden 19ten Jhdt inzwischen grundlegend verändert hat, müssen wir völlig neu über Geldverteilung reden. Das schafft man aber nicht mit der kurzfristigen Denke von 'gelben Westen', hier wie dort. Das Thema ist hoch komplex.
Die Gelbwesten sind ja auch nicht dafür geeignet eine Lösung vorzustellen - sie sind doch vielmehr ein Indikator dafür, dass etwas grundlegend falsch läuft.

#12 - 11.12.2018, 20:18 von World goes crazy

Allez les jaunes!

Hoffen wir mal, dass Frankreichs Gelbwesten sich damit nicht "d'accord" zeigen (die ersten harschen Gegenstimmen gibt es ja bereits) und ihn aus dem Palast jagen können ;) Wenn er nicht demnächst hart einlenkt, muss er wohl bald noch Gewalt gegen Demonstranten einsetzen. (Gleichzeitig sollten die Gelbwesten aber auch die kriminellen Vollidioten aus ihrer Mitte rausbekommen, die nutzen nur Macron...auch wenn ein paar Jubelperser und Agent Provocateurs im sicher gefallen dürften, ist ja auch in der BRD immer wieder der Fall ;) )

#13 - 11.12.2018, 20:24 von dennis3110

Grundeinkommen ist die Lösung der Zukunft, wie fliegt der Laden einem erst um die Ohren wenn die prekär Beschäftigten gar nicht mehr benötigt werden?! Gilt im weiteren uneingeschränkt für Deutschland ebenso.

#14 - 11.12.2018, 20:27 von latrodectus67

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wenn man die aktuelle Entwicklung auf den Aktienmärkten sieht, dann könnte es sein, dass Macron "ungewollt" das "Richtige" macht. Seine Zugeständnisse sind Keynesianismus. Und wenn die Mittelschicht mehr Kaufkraft hat, dann ist das für die Wirtschaft gut. Vielleicht, wenn die Situation deeskaliert wird man ihn in einem Jahr loben. Selbst von Seiten der Ökonomen. Die übrigens kein Problem damit hatten, dass er für die Reichen die Vermögenssteuer reformiert hat, was die Steuereinnahmen um Milliarden verringert.

#15 - 11.12.2018, 20:28 von oldman2016

Zweiklassengesellschaft in Deutschland?

Zitat: "Wie in Deutschland auch, gibt es in Frankreich eine Zweiklassengesellschaft." Kann mir die Spiegel-Redaktion noch einmal erklären, warum es in Deutschland eine Zweiklassengesellschaft geben soll. Es gibt in Deutschland drei Klassen: Die Oberschicht, die Mittelschicht und die Unterschicht. Es gibt noch die Mittelschicht in Deutschland und Sie wird hoffentlich bis aufs Blut auch dafür kämpfen, dass sie Mittelschicht bleiben. Dazu dürfen Sie aber nie wieder die sogenannten Volksparteien alias Volksverräterparteien wählen.

#16 - 11.12.2018, 20:32 von gracie

Schadenbegrenzung...

....vor allem für sich selbst. Macron war als Präsident für die Grande Nation, eine zweite Wahl und vor allem die Wahl der Privilegierten. Das "Fussvolk" mag ihn nicht und mit gutem Grund. Sie nennen ihn abschätzig Jupiter. Vor allem seine völlig abgehobene, überhebliche und beleidigende Art, kommt nicht gut an. Er stammt aus einem privilegierten Haus, aus einer privilegierten Umgebung und hat keinen blassen Schimmer vom französischen Alltag. Er hätte bei seinem gutgezahlten Job in einer Bank bleiben sollten. Aus einem guten Banker wird nicht zwangsläufig ein guter Politiker, auch wenn sie selbst davon überzeugt sind.
Schade nur, dass genau diese Sorte Staatsmänner (oder - Frauen), den Weg ebnen, für allerlei extreme Spinner quer durch Europa.

#17 - 11.12.2018, 20:34 von sofk

Genau...

ist es! Muss man nur Frankreich kennen - also nicht nicht nur die bourgeois- und bobo-Vierteln in den Großstädten oder an die Côte d'Azur (der provençalische Hinterland dort gehört übrigens zu den ärmsten Teilen des Landes!). Deutsche müsste sich erstmal in den französischen Medien einen Blick werfen, bevor irgendeinen willkürlichen Kritik an den Gelben Westen auszusprechen. Ich sprechen nicht mal hier von den selben zwei-drei "Ökonomen", die immer wieder ihren Senf dazu sagen dürfen.

#18 - 11.12.2018, 20:35 von xhinri

Schon vor fast einem Jahr

habe ich hier prophezeit, dass die französischen Straßen Macron genauso zur Strecke bringen werden, wie andere Präsidenten vor ihm. Er ist ein großsprecherischer Blender und in Frankreich schon jetzt noch unbeliebter, als es sein Vorgänger Hollande zum gleichen Zeitpunkt nach dessen Wahl war, und das will wirklich etwas heißen.
Daher mein knappes Fazit: En marche? Im Arsch!

#19 - 11.12.2018, 20:40 von Quercus pubescens

Die Finanzierung der Wohltaten ist gesichert

nicht ohne Hintergedanken hat Macron einen eigenen EU- Haushalt als vermeintlich innovatives Instrument gefordert, das vor allem bedürftigen Ländern zukommen soll. Darunter fällt doch Frankreich, oder? Grüne und SPD finden das ganz toll, und Scholz hat bereits zugestimmt. Achbja, und wer zahlt überwiegend ein, nun ja, klar.

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