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Protest gegen Neonazi-Marsch in Washington: "Hass ist hier nicht willkommen"

REUTERS Es sollte eine Demonstration der Stärke sein. Doch nur knapp 20 Rechtsextreme kamen nach Washington - wo sie von Tausenden Protestlern niedergebrüllt wurden. Doch sie haben einen mächtigen Freund: Donald Trump.
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#1 - 13.08.2018, 07:24 von Listkaefer

Wie Trump in diesem Artikel ...

... mit den Radikalen verbunden wird, das ist etwas abenteuerlich! Er mag sich in Charlotteville mit den Chaoten solidsarisiert haben, aber aus dieser Demo vor seinem Amtssitz hielt er sich heraus. Seine Nähe zu dem rechten Pack kann man vermuten - aber für einen massiven Vorwurf gegen Trump reicht das in diesem Fall nicht.

#2 - 13.08.2018, 08:05 von Meconopsis

verzerrtes Bild der Wirklichkeit

Lächerliche 20 Männchen haben in Washington demonstriert. Das wäre normalerweise keine Meldung wert, denn das ist wirklich nicht mehr, als der sprichwörtliche Sack Reis, der in China umgefallen ist. Um Stimmung zu machen in eine bestimmte politische Richtung, wird so ein Ereignis von den Medien trotzdem ausgeschlachtet. Die Journalisten dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn ihnen Fake News vorgeworfen werden, in vielen Fällen zugegebenermaßen zwar undifferenziert und hasserfüllt, aber halt doch nicht ganz ohne Grundlage. Die Auswahl der nachrichtenwürdigen Ereignisse und ihre Platzierung, völlig unabhängig vom Inhalt, kann ganz schnell ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit erzeugen. Die sogenannten Qualitätsmedien bewegen sich dann auf demselben Niveau von BILD, Sun, Fox News und Co.

#3 - 13.08.2018, 08:31 von grey_mouser

@1 & @3 Nette Umschreibung,...

...die "Chaoten" sind "jews will not replace us"-rufend durch die Straßen gezogen und einer von ihnen hat eine Gegendemonstrantin mit seinem Auto getötet. Und von diesen Leuten hat sich Trump nicht überzeugend distanziert, seine Distanzierung (bei seinem zweiten Interview zur Unite the Right-Demo), ist nicht ernstzunehmen, da er das gleich schon am nächsten Tag wieder relativiert hat mit seiner Aussage, dass es Hass und Gewalt, aber auch sehr gute Leute, auf vielen Seiten gäbe. Nochmal zum mitschreiben: Nazis laufen Parolen skandierend durch die Straßen und bringen einen Menschen um, aber der Präsident des Landes distanziert sich nicht überzeugend von den Nazis, sondern attackiert auch noch die Gegendemonstranten. Dass es jetzt nur etwa 20 Nazis wurden, hat auch damit zu tun, dass sich nach Charlottesville die Antifa bei jeder Gelegenheit gegen die Nazis gestellt hat, dass Nazis geoutet wurden, ihren Jobs verloren haben. Trotzdem ist es wichtig, dass auch darüber berichtet wird, denn die Nazis müssen mitbekommen, dass sie nicht einfach schalten und walten können, wie sie wollen und sie müssen ihre Niederlagen spüren.

#4 - 13.08.2018, 08:32 von michael.mittermueller

Niederschreien ist keine Politik. Und es hat weder mit Meinungsfreiheit noch mit Argumentation etwas zu tun.
Niederschreien ist eine Form verbaler Bücherverbrennung, das hierzulande noch ergänzt wird durch Ausgrenzungen die denen der Zeit des Nationalsozialismus durchaus vergleichbar sind.
Dass sich ein normaler Mensch auf diesen Unsinn einlässt und gleichzeitig annimmt etwas positives zu tun ist für mich atemberaubend.
Wir hören uns hier die Propaganda totalitärer Bewegungen an. Totalitarismus heißt eben Ausschliesslichkeit. Und Totalitarismus heißt Gewalt.

Die Gewalt, die hier auf die Straße getragen wird ist faschistisch.
Und mir ist die Argumentation suspekt alles was zur Abwehr von Rechts oder Populistisch verwertbar sei wäre auch legitim.
Es war Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontain die postulierten, dass der Begriff Links fremdbesetzt sei und inzwischen nichts mehr mit der ursprünglichen Bedeutung zu tun habe.
Ihre Linke Sammlungsbewegung versucht die Rückkehr zu diesem ursprünglichen Linksbegriff, der nicht die z.T. gewaltsame Vertretung von Minderheiten, sondern die soziale Vertretung und Gleichstellung von Bedürftigen Gruppen innerhalb der Gesellschaft zum Ziel hat.

Wer Links mit Gewalt gegen Andersdenkende gleichsetzt der missbraucht dieses Wort, zumal wenn er mit keiner Wimper auf die Forderung nach sozialer Ausgeglichenheit in unserer Gesellschaft eingeht.
Die Wähler von Trump sind eben diese Gruppe der sozial abgehängten in der USA. Eine Gruppe die immer größer wird. Und es sind eben nicht die großen Parteien oder gar deren Kandidaten die sich auch nur im geringsten um diese Gruppe verdient machen.

Wer also hier im Hintergrund eine Anti Trump Kampagne steuert um letztlich den sozialen Ausgleich zu verhindern handelt weder links noch hat er irgend welche Absichten sozialen Ausgleich, ob nun national oder international herbeizuführen.
Die Gegendemonstrationen spalten die Gesellschaft und nicht die Demonstrationen. Die Gegendemnostrationen spalten aber insbesondere die Linke. Und das ist vermutlich der Hauptzweck.
Es geht darum die Diskussion und vor allem die Umsetzung einer sozialen und wirklich dem Begriff Links entsprechenden Politik bereits im Keim zu ersticken.
Ich verstehe nicht weshalb sich SZ, Zeit und Spiegel und viele andere Medien an dieser Form der Menschenjagd beteiligen. Ich verstehe nicht weshalb man mit aller Gewalt einen Zustand herbeiführen will, in dem die Gesellschaft durch demonstrierende und randanllierende Gewalttäter jeder Form zerstört wird. Solche die sich Gegendemonstranten nennen und alles zerschlagen was ihnen in den Weg kommt.

#5 - 13.08.2018, 08:34 von TM74

Zitat von ichsagwas
Lächerliche 20 Männchen haben in Washington demonstriert. Das wäre normalerweise keine Meldung wert.
Stimmt schon, aber es war ja auch eine größere Demo angenommen worden. Und da in den vergangenen Tagen schon darüber berichtet wurde, dass die Demo passieren würde, ist es nur konsequent, jetzt auch darüber zu berichten dass sie überraschend klein ausgefallen ist.
Ob das vorhersehbar war weiß ich nicht, und will ich mir kein Urteil erlauben (das wäre mein einziger möglicher Ansatzpunkt für Kritik, aber ich bin zu faul das jetzt zu recherchieren)

#6 - 13.08.2018, 08:40 von kajoter

@ #3

Zitat von ichsagwas
Lächerliche 20 Männchen haben in Washington demonstriert. Das wäre normalerweise keine Meldung wert, denn das ist wirklich nicht mehr, als der sprichwörtliche Sack Reis, der in China umgefallen ist. Um Stimmung zu machen in eine bestimmte politische Richtung, wird so ein Ereignis von den Medien trotzdem ausgeschlachtet. Die Journalisten dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn ihnen Fake News vorgeworfen werden, in vielen Fällen zugegebenermaßen zwar undifferenziert und hasserfüllt, aber halt doch nicht ganz ohne Grundlage. Die Auswahl der nachrichtenwürdigen Ereignisse und ihre Platzierung, völlig unabhängig vom Inhalt, kann ganz schnell ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit erzeugen. Die sogenannten Qualitätsmedien bewegen sich dann auf demselben Niveau von BILD, Sun, Fox News und Co.
Ihr Hintergrund, der Sie zu dieser Meinung trieb, dürfte ziemlich klar sein. -
Aber nach Charlottesville und der Ankündigung dieser Demonstration waren die Befürchtungen vor gewalttätigen Ausschreitungen sehr groß und dementsprechend sahen auch die Vorkehrungen der Behörden aus. Natürlich ist es unter diesen Umständen die Aufgabe der Presse, über den Ausgang zu berichten. -
Die Anzahl der Gegendemonstranten ist jedenfalls ein gutes Zeichen für die kommenden Midterms.

#7 - 13.08.2018, 08:41 von michael.mittermueller

Progromstimmung, wie sie durch die extreme "Linke"

Ich verstehe nicht, weshalb man Gruppen und Personen gewähren lässt, die die Beseitigung der freiheitlich demokratische Rechtsordnung, ob nun in den USA oder in Europa auf ihrer Agenda haben.

Und damit meine ich nicht die Parteien, Medien oder Wähler die man populistisch und rechts nennt. Ich meine diejenigen, die das Wort in diese Debatte eingebracht haben und es nun missbrauchen.

Wir haben in Deutschland und in den USA inzwischen eine Progromstimmung, wie sie durch die extreme "Linke" um die Antifa und RAF Unterstützer seit Jahren in die etablierte Politik eingebracht wird. Niemand sollte sich daran beteiligen Progrome vorzubereiten oder gar Politiker physisch zum Abschuss freizugeben. Und genau das ist es, was in den USA aktuell aktiv vorgelebt wird.

Was für ein Demokratieverständnis habt Ihr da eigentlich, in Euren Redaktionen ? Und welche Meinung habt ihr über den Begriff Meinungsfreiheit.

Niederschreien ist keine Meinung, soviel steht für mich fest. Und niederprügeln auch nicht. Und die Missachtung geltenden Rechts hat auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Selbst wenn es seit Jahrzehnten als "Aktionsform" eingesetzt wird.

Also, bitte nochmal nachdenken, bevor Ihr hier mit zuviel Euphorie zur Sache schreitet. Die Guten sind nicht immer wirklich die Guten, die man aus ihnen machen möchte. Etwas mehr Zwischentöne sind nie schlecht. Es sei denn, man möchte den "Gegner" nur zerstören.

Die Folge dieser Form von Mundtot-Machen konnte man bis vor kurzem in der DDR und in anderen Ostblickstaaten beobachten. Eine offizielle Jubelmeinung und der Rest der Gesellschaft im intellektuellen Exil. Und hier wird es ähnlich werden, wenn man nicht endlich damit anfängt den Anderen als Partner und nicht als Gegner zu verstehen.

Nur dazu ist eine Antifa nie gegründet worden. Oder irgend eine der anderen Gewaltgruppen, die das Präfix "Anti" zu ihrem Logo erklärt haben. Oder Neudeutsch den Begriff "Gegen" .

#8 - 13.08.2018, 08:46 von egoneiermann

Zitat von michael.mittermueller
Niederschreien ist keine Politik. Und es hat weder mit Meinungsfreiheit noch mit Argumentation etwas zu tun. Niederschreien ist eine Form verbaler Bücherverbrennung, das hierzulande noch ergänzt wird durch Ausgrenzungen die denen der Zeit des Nationalsozialismus durchaus vergleichbar sind. Dass sich ein normaler Mensch auf diesen Unsinn einlässt und gleichzeitig annimmt etwas positives zu tun ist für mich atemberaubend. Wir hören uns hier die Propaganda totalitärer Bewegungen an. Totalitarismus heißt eben Ausschliesslichkeit. Und Totalitarismus heißt Gewalt.
Schon etwas dreist, die die gegen Nazis demonstrieren mit den Nazis zu vergleichen. aber sowas ist ja heute typischer rechter Politikstil. Ich meine, wer Hass und Lügen brüllt, der darf sich nicht wundern, dass andere noch lauter brüllen, damit Hass und Lügen nicht gehört werden.

#9 - 13.08.2018, 08:53 von Ezechiel

Zitat von omanolika
Ein geradezu mickriger Haufen, beschloss jetzt nur aufzulaufen, war aber nun nicht willkommen, und trottete - ganz beklommen, bald einfach wieder nachhause, wodurch man wieder hate eine Pause. Es ist traurig, wie solche Witzfiguren, wie Jason Kessler, hinterlassen ihre Spuren, obwohl sie "kämpfen gegen die Not", ohne, dass sie wissen, was sie nur bedroht, doch der nun wohl allergrößte Graus, ihr Fan sitzt als Präsident im Weissen Haus.
Wie immer, ehrlich und wahr,
der Reim von omanolika.
Doch muss ich Ihre Freude trüben
und bitte Sie noch mehr zu üben.

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