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"Psychologischer Krieg" der USA: Iran will trotz Sanktionen im Atomabkommen bleiben

Presidential Office Handout/EPA-EFE/REX/Shutterstock Teheran wirft der US-Regierung "grenzenlose Scheinheiligkeit" vor. Trump führe mit den Sanktionen "einen psychologischen Krieg" und wolle, dass Iran aus dem Atomdeal aussteigt - so weit will es Iran aber nicht kommen lassen.
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#1 - 06.08.2018, 22:07 von Marie-Antoinette

Kürzlich las ich in einem ausländischen Magazin, dass das Atomabkommen von Obama nie unterschrieben wurde, da der Kongress dagegen gestimmt hatte. Außerdem würden USA weiterhin großer Satan und Israel als kleiner Satan dargestellt werden. Wenn man dann sieht, wie seit langem Terrorgruppen in Libanon unterstützt werden, um die Macht zu übernehmen, in Syrien Krieg geführt wird, um sich dort militärisch fest zu setzen, muss das Kopf ab Regime mit den Folgen leben. Die Glaubensbrüderländer können gerne dem armen Land zu Hilfe eilen. Ach ja, es ist auch noch Geld da, um im Jemen Krieg zu führen.

#2 - 06.08.2018, 22:16 von dasmagazin2017

Respekt!

Rohani sagt, wie es ist und erklärt deutlich, dass er das leicht durchschaubare Spiel von Trump- Stimmenfang an der radikal konservativen Basis für die Midterms- nicht mitspielt. Solche klare Ansagen zum Trumptheater wünscht man sich öfters. Tenor: das ist alles Unsinn und deshalb spielen wir da nicht mit. Trumps Versuche werden in die Hose gehen.

#3 - 06.08.2018, 22:39 von ex_berliner

"Das Gesprächsangebot Trumps ziele nur auf die heimische Wählerschaft vor den Kongresswahlen im November und solle Chaos in Iran schüren."

Genau so sieht es aus. Trump ist, das hat er nun oft genug vorgefuehrt, kein ernstzunehmeder Gespraechspartner. Er ist irrational, kleingeistig und unzuverlaessig. Sein Wort ist nichts wert. Den muss die Welt leider aussitzen und sich im Prozess hoffentlich von den USA unabhaengiger machen. Am Ende muss die USA isoliert werden, wenn sie sich auf diesem Kurs weiterbewegt.

#4 - 06.08.2018, 22:52 von john_doo

Kann den Trump ...

... nicht mal jemand zu ner Cabriofahrt an einem sonnigen Herbsttag durch Dallas einladen?!

Mit Sanktionen kann man einen etwaigen Gegner dermaßen in Schach halten (vorausgesetzt der Markt hört auf mich), dass dieser daran zugrunde geht und in seiner Region nicht mehr das Sagen hat. Dies könnte Israel wiederum helfen, denn ein destabilisierter Iran ist den USA und Israel lieber als ein Atom-Abkommen an das sich jeder hält.

Rohani scheint der besonnenere Staatsmann zu sein. Ist ja auch nicht schwer, wenn sich der Gegenpart aufführt wie Napoleon aus George Orwells "Farm der Tiere"!

#5 - 07.08.2018, 23:06 von bakiri

Wer macht den Fehler?

Es wird Zeit eine Globalisierung ohne die USA zu gestalten. Kulturelle und damit verbunden auch mentale Unterschiede zwischen den Ländern der Welt muss man akzeptieren und sollte lieber nach Gemeinsamkeiten suchen. Wie soll man es denn sonst von Bevölkerungsgruppen in Ländern erwarten, wo wirklich Not gelitten wird und arm nicht bedeutet einfach nur keinen Plasmafernseher zu haben, sondern richtige Existenzangst und Hunger ist. Kriege (die übrigens oftmals aufgrund des unüberlegten Handelns des "Westens" entstanden sind, der es immer angeblich besser weiß und notfalls gewaltsam Demokratie verbreiten will), sollten nicht missverstanden werden. Sie sind zumeist aufgrund von mangelnder Bildung in der Bevölkerung, Ressourcenknappheit und sozialer Probleme entstanden. Mit mehr Druck und Ausgrenzung kommt da keiner weiter, Dialoge müssen das Ziel sein. Selbst die USA sollten mittlerweile gelernt haben, dass kurzsichtige feindseelige Handlungen wenig oder gar das Gegenteil bewirken (Irak? Afganistan? Würde das wirklich noch jemand als Erfolg bezeichnen wollen?). Leider ist die momentane Regierung der USA eher damit beschäftigt die weltpolitische Zeit um 50 Jahre zurück zu drehen. Man kann nur hoffen, dass diese Kleingeistigkeit eine Momentaufnahme bleibt. Frei nach dem Motto: Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird. Hoffentlich behalten die anderen Länder einen kühlen Kopf und eine klare Linie. Das kann man sich bei fast allen Baustellen wünschen, die von den USA gerade aufgerissen wird. Das Iranabkommen ist da nur ein Teil des Mosaiks, wenn auch ein trauriges Beispiel für die in den USA herrschende populistische Zerstörungswut.

#6 - 07.08.2018, 23:18 von giremii

Antoinette

Also ehrlich...Manchmal frage ich mich tatsächlich in wie weit dieses Land aufgeklärt und wie weit die Bildung reicht...Um solche Kommentare von sich zu geben.
In allen Regionen dieser Welt in denen es Unruhen und kriege gibt, hat amerika die Finger im Spiel!

#7 - 07.08.2018, 23:27 von socarpenter

Eu sollte Stärke zeigen

Natürlich ist der Iran ein umstrittenes Land wenn es um Menschenrechte, Syrien usw geht aber dass sich die EU von Trump vorschreiben soll mit wem sie Geschäfte macht ist eine unverschämte Erpressung.
Ich hoffe es werden weiterhin Geschäfte mit dem Iran gemacht, gerade um der dortigen Wirtschaft zu helfen und um zu zeigen dass Europa nicht nach Trumps Pfeife tanzt-

#8 - 07.08.2018, 23:42 von Egon von Trollingen

Jemen

Zitat von Marie-Antoinette
Kürzlich las ich in einem ausländischen Magazin, dass das Atomabkommen von Obama nie unterschrieben wurde, da der Kongress dagegen gestimmt hatte. Außerdem würden USA weiterhin großer Satan und Israel als kleiner Satan dargestellt werden. Wenn man dann sieht, wie seit langem Terrorgruppen in Libanon unterstützt werden, um die Macht zu übernehmen, in Syrien Krieg geführt wird, um sich dort militärisch fest zu setzen, muss das Kopf ab Regime mit den Folgen leben. Die Glaubensbrüderländer können gerne dem armen Land zu Hilfe eilen. Ach ja, es ist auch noch Geld da, um im Jemen Krieg zu führen.
Was hat der Krieg im Jemen mit dem Iran zu tun?
Die Abstimmung in Ihrem Beitrag hat versagt, nett ausgedrückt...

#9 - 07.08.2018, 00:09 von b.v.

Kurz recherchiert

Zitat von Marie-Antoinette
Kürzlich las ich in einem ausländischen Magazin, dass das Atomabkommen von Obama nie unterschrieben wurde, da der Kongress dagegen gestimmt hatte.
Wenn das Abkommen unwirksam wäre oder man dies auch nur halbwegs vertretbar behaupten könnte, hätte sich Trump doch sofort auf diese Variante gestürzt. Es stimmt übrigens, dass Obama das Abkommen nicht unterschrieben hat – es wurde seitens der USA von John Kerry als damaligen Außenminister unterzeichnet. Die Seite mit den Unterschriften ist schnell zu finden, beispielsweise bei Wikipedia.

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