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Rechtliche Gleichstellung: Pride and Prejudice

DPA Vor über einem Jahr wurde die "Ehe für Alle" beschlossen. Sind nun also alle gleichgestellt? Gibt es keine Diskriminierung mehr? Eine Bilanz.
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#1 - 29.07.2018, 22:03 von Mehrleser

Der Arikel irrlichtert zwischen verschiedenen Themen herum. "Ehe für Alle" hat die Heirat auch für Lesben und Schwule ermöglicht. Und wie bei allen Gesetzen gibt es noch handwerklichen Nachholbedarf, das hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern mit der einfachen Tatsache, daß die Gesetzgebung immer Schritt für Schritt erfolgt.

Völlig unklar: Was hat damit nun Transsexualität zu tun? Das ist doch eine ganz andere Baustelle.

#2 - 29.07.2018, 22:42 von ulrich g

Krank

Diese alte Welt ist krank. Auf der einen Seite verurteilt man das Erscheinen von jungen hübschen Frauen bei den Siegerehrungen der Tour de France als sexistisch auf der anderen Seite ziehen Schwulen und Lesben in provozierenden fast schon pornografischen Posen am CSD durch unsere Straßen und erhalten dafür noch medialen und politischen Applaus. In unserer Gesellschaft muss man wohl irgendeiner Minderheit angehören um akzeptiert zu werden. Wir holen uns Menschen ins Land die unverhohlen zugeben unsere Kultur zu verabscheuen und heißen diese auch noch willkommen. Das ist der Untergang des Römischen Reichs 2.0.

#3 - 29.07.2018, 23:00 von JungUndFrei

Bei dem Punkt der Adoption darf man nicht vergessen, dass die andere Frau, bzw der andere Mann biologisch gesehen nichts mit dem Kind zu tun hat. Außerdem verstehe ich nicht warum das Gesetz nur für Lesben und nicht für Schwule geändert werden soll, oder schwingt dort die Idee mit, dass das Kind zur Mutter gehört.

#4 - 29.07.2018, 23:03 von sguardianw

Macht es doch einfach!

Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt, einen dritten Eintrag mit z.B. "Divers" und diesen Abstammungsparagraphen einfach dem Ehe bzw. Erzeugergesetzt gleich zu stellen und das gerichtlich anerkennen zu lassen. Können wir diese eigentliche Selbstverständlichkeit erledigen und uns dann bitte nicht wieder der Flüchtlingsthematik (da bitte einfach mal anpacken und den Notstand in den Ursprungsländern beseitigen) sondern z.B. der wachsenden Armut oder dem mangelhaften Bildungs- und Sozialsystem zuwenden? Das Leben könnte so einfach sein, wenn die Politik sich nicht jahrelang an ein und dem selben Thema aufhängt, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschiebt und selbst die einfachsten Sachen nicht geregelt bekommt. Dieses ganze, von engstirnigen, ignoranten und egozentrischen Idioten gesteuerte Weltgeschehen k**** mich nur noch an.

#5 - 29.07.2018, 23:13 von Mr. Mikel

Überproportionale Bevorzugung

Angesichts des prozentualen Anteils homosexuellen Lebens an der Menschheit findet die homosexuelle Gemeinschaft eine überproportionale Resonanz und Bevorzugung in Medien, Politik, Gesetzen und Gesellschaft. Hier wurde gute Lobby-Arbeit geleistet. Und das zu Recht, wenn es um Diskriminierung oder Herabwürdigung dieser Minderheit geht. Aber es ist eben nur eine Minderheit und damit jenseits der Normalität, auch wenn in unserer Gesellschaft natürlich versucht wird, Homosexualität als Normalität zu etablieren. Die überproportionale Bevorzugung und der so zeitgemäße "Normalitäts-Druck" ist jedenfalls in Sachen Art.3 Abs. 3 GG auch diskussionswürdig. Und ja: ich persönlich halte Homosexualität in der Sache für falsch aber auch die entsprechende Diskriminierung von Homosexuellen.

#6 - 29.07.2018, 23:15 von VormSpiegel

LGBTQxyz

Unter dem LGBTQ+ "Kürzel" steckt eben so viel zusammen das sich praktisch alle irgendwie damit identifizieren sollen.

An für sich sind die Themen eben alle Eigenheiten.

Schwule Paare und Lesbische Paare haben eben auch ihre rechtlichen Eigenheiten.

Das Gesetze verabschiedet werden und dann Jahre später erst bemerkt wird was noch alles fehlt und das dann in jämmerlichem "Tempo" nachgeholt werden muss ist ohnehin ein erbärmliches Armutszeugnis an die Deutsche Politik.

Wenn seit 2005 klar ist da muss ein Gesetz angepast werden würde jeder normalsterbliche Mensch erwarten das dies ASAP passiert, also im gleichen Monat und dafür im Zweifel eben Sonder-Ausschüße und was nicht erschaffen werden, damit das zügig zustande gebracht wird.

Manchmal muss man sich eben fragen was die Politiker die ganze Zeit treiben, wenn so viele Gesetze ausstehen die schlichtweg an die aktuelle Zeit angepasst werden müssen, wenn so etwas erkannt wird muss es einfach eine Frist geben in der die Politik zum Handeln gezwungen wird, anstatt alles schleifen zu lassen und sich dann in ihren Schreiben auf die Brust zu schreiben sie wären achso Tolerant, obwohl alles im Sumpf der Vergessenheit versinkt.

#7 - 29.07.2018, 23:43 von alexandra007

Signifikanz der Antidiskriminierungsarbeit

Die Antidiskriminierungsarbeit muss in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ausgeweitet werden.

#8 - 29.07.2018, 23:50 von wolle0601

Die selbst bestimmte Genderidentität

finde ich gut. Weil damit das ganze Quotentheater Geschichte sein wird. Gender wäre damit endgültig keine Konstante mehr, die sich eindeutig vom biologischen Geschlecht ableiten läßt, noch nicht mal mehr ein soziales Konstrukt. Case closed.

#9 - 29.07.2018, 23:58 von d45gts

"Die große Erregung über das falsche Thema"

"Unter traditionellen demokratischen Bedingungen sind insbesondere kleine Gruppen erfolgreich, die spezifische Interessen teilen. "

"Diese "Logik des kollektiven Handelns", wie der große Ökonom Mancur Olson formulierte, widerspricht genaugenommen den Prinzipien der Demokratie, die ja keineswegs Minderheiten systematisch bevorzugen, sondern den Bedürfnissen der Mehrheit verpflichtet sein soll. "
....
"Nun setzen sich im politischen Geschäft nicht mehr unbedingt diejenigen durch, die besonders effektiv Abgeordnete und Beamte zu bearbeiten vermögen - sondern diejenigen, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenken. Entsprechend verschieben sich politische Debatten. Und zwar nicht unbedingt zum Besseren.
....
Denn die Aufmerksamkeitsökonomie im Netz basiert vor allem auf drei Erfolgsfaktoren: einfache Geschichte, möglichst negativ gewendet, klares Feindbild." ....

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zuwanderung-warum-wir-ueber-das-falsche-thema-streiten-a-1220668.html

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