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Religion und Homosexualität: Islam? Voll schwul!

AFP Im Namen des "Islamischen Staats" erschoss der Attentäter von Orlando Schwule und Lesben. Dabei konnten Homosexuelle in muslimischen Gesellschaften über Jahrhunderte viel freier leben als im Westen.
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#1 - 16.06.2016, 10:15 von frenchie3

Ach nee

Jetzt ist tatsächlich schon wieder der Westen Schuld. Geht's noch? Wie viele Jahrhunderte braucht es denn damit ein Volk wieder eigenständig denken kann und Fremdeinflüsse wieder vergißt? Ich behaupte jetzt mal einfach: das hat den Oberen, ob staatlich oder speziell religiös, ganz einfach in den Kram gepaßt, daher wurde die Homophobie schön gepflegt

#2 - 16.06.2016, 10:17 von Hilfskraft

Privatsache

Sexualität ist Privatsache.
Hier wird sie politisch instrumentalisiert.

#3 - 16.06.2016, 10:18 von vaclav.havel

Ich bin bei solchen Ereignissen immer ein wenig skeptisch, ob der öffentlichen Deutungen.

Bereits wenige Stunden nach der Tat gab es die ersten Interpretationen, welche, wie es schien, auf Veröffentlichungen der Ermittlungsbehörden geschahen.

Normalerweise ist es doch so, dass erst ausreichende Ermittlungen mit ausreichend Zeit geschehen müssen, bis man sich über eine Tat eine einigermaßen objektive Meinung bilden kann, oder?

Werden mit Taten, welche die mediale Öffentlichkeit heiß diskutiert, am Ende primär kollektive Bedürfnisse bedient?

#4 - 16.06.2016, 10:19 von Solid

Der Artikel ist irreführend.

Zum einen konnten auch früher die Menschen in Europa freizügigen Sex nach Gusto haben. Die Zustände in den Badehäusern waren legendär und da es kein Fernsehen gab, musste man die Zeit eben mit Sex rumkriegen. Verboten war es natürlich und im Zuge von Missgunst und Denunziation kam es immer wieder zu staatlichem Mord. Im Prinzip war es im christlichen Europa so, dass kein Mensch alle Regeln einhalten konnte und es ein Akt der Willkür war, wenn er nicht hingerichtet wurde.

Ganz analog war das auch im historischen Islam. Auch da war alles mögliche Verboten und in Folge einer Anzeige konnte man jederzeit für allgemein verbreitetes Verhalten getötet werden und das kam auch häufig vor. Hier wird die Historie extrem verklärt.

Zum anderen ist das eine wie das andere historisch und vorbei und kommt so auch nicht wieder. Heute hat man es mit aktuellem Islam und aktuellem Christentum zu tun. Und der aktuelle Islam ist maximal intolerant mit starkem Tendenzen zum Extremismus. Es ist nicht mal Radikalismus, denn es geht nicht in Richtung der Wurzeln, sondern es handelt sich um eine zeitgenössische Weiterentwicklung aus der Mitte des Islam.

Daher ist es unangemessen, den Islam mit so einem Artikel zu verharmlosen.

#5 - 16.06.2016, 10:19 von colonium

Qualitätsjournalismus

Interessanter Beitrag, man lernt nie aus. Danke.

#6 - 16.06.2016, 10:19 von stinkfisch1000

Wozu

Welchen Sinn hat es, darüber zu sinnieren, was in dem Kulturkreis vor über tausend Jahren gang und gäbe war. Bei den Römern und Griechen war auch Sex mit Kindern opportun. Wir leben jetzt und hier, und die moralischen Vorstellungen heute sind von Interesse. In islamischen Ländern haben Homosexualle nun mal mit extremer Verachtung und Repression zu rechnen. Zu unser aller Lebzeiten wird sich daran absehbar nichts ändern. Vielleicht sollte man sich nur gut überlegen, wieviel von dieser Kultur sich mit unseren liberalen Vorstellungen verträgt, und an welchen Stellen wir aus falsch verstandener und vorauseilender Rücksichtnahme auch noch Zugeständnisse an diese Kultur machen, wie kürzlich das Freibad in der Nähe von Hamburg, das getrennte Badezeiten für Frauen und Männer einführte, nur weil unsere neuen muslimischen Mitbürger von einem gemischten Schwimmbad offenbar überfordert sind.

#7 - 16.06.2016, 10:23 von cato.

Irgendwie fehlt hier jetzt immer noch der Nachweis, dass der frühe Islam Homosexuellenfreundlich war (die Hadithe sprechen ja dagegen auch wenn der Autor diese nicht als Beweis ansehen will), der Beweis wurde lediglich erbracht, dass in Ländern die eine lange Kultur der Päderastie hatte, diese trotz Islam fortgeführt wurde (und wenn der Westen den Missbrauch von Jungen bekämpft hat, dann sollte man das den prüden Briten hoch anrechnen).

#8 - 16.06.2016, 10:26 von behemoth1

Hass

Es ist nicht wie hier immer vorgeschoben wird, die Religion, die den Hass auch Schwule fördert und dann die Verrückten zu solchen Verbrechen anstiftet, es ist die Durchgeknalltheit der einzelnen Menschen.
Wir sollten endlich mal damit aufhören die Religion als die Ursache für diese Verbrechen zu benennen, diese Leute, die diese Verbrechen begehen sind einfach nur geistig aus sich herausgetreten und haben alles menschliche hinter sich gelassen.
Man kann immer einen sinnlosen Grund angeben warum man dieses und jene gerade macht.
Es gibt keine Rechtfertigung, und der Hass, auf das sie sich berufen steckt in ihnen selbst, sie sind es die sich von dieser Menschlichen Welt verabschiedet haben.
Aber auch die vielen unreifen Menschen, die unter uns leben und dann aus irgendwelchen Gründen in den Krieg ziehen, haben aber auch gar nichts mit der Religion des Islams zu tun, sie kennen den Islam nicht einmal, sie sind verführete, die ihre eigenen leben nicht in Griff haben und begreifen doch nicht auf was sie sich da einlassen.
Es sind verlorengegangene junge Menschen aus unserer Gesellschaft, die nur einen Rattenfänger nachlaufen.

#9 - 16.06.2016, 10:26 von Phil2302

Tja, im Christentum ist es auf jeden Fall klar, was man davon zu halten hat. Und seien wir ehrlich: Wer wirklich Christ ist und sich an die Bibel hält, der darf nicht plötzlich Homosexualität gut finden, nur weil die Gesellschaft das möchte. Ich bin zum Glück Atheist, ich darf Homosexualität gut und normal finden. Aber man sollte sich nicht wundern, dass homosexuelle Menschen es schwer haben, wenn die Religion noch so präsent ist.

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