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Sarkozy in Gewahrsam: Gaddafis langer Schatten

AFP Wurde Nicolas Sarkozy im Wahlkampf 2007 mit Millionen von Libyens Diktator Gaddafi unterstützt? Der Verdacht hält sich seit Jahren, der französische Ex-Präsident stritt immer ab. Nun könnte es eng werden.
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#1 - 20.03.2018, 19:20 von tpk

50 Mio

von einem Terroristen annehmen, in hoffähig machen aber dann irgendwann in Grund und Boden bomben. Puh, wenn das stimmen würde. Warum haben so oft die skrupellosen das Zeug, es bis ganz oben zu schaffen?

50Mio in bar in einem Wahlkampf auszugeben dürfte nicht ganz einfach sein. Wie kriegt man denn sowas hin? Da müssten ne Menge Werbeagenturen für Koffer voller Geld schwarz gearbeitet haben.

#2 - 20.03.2018, 19:21 von Rick73

Wow!

Zur damaligen Zeit war das alles offenkundig und Gaddafi wurde mit Millionen aus der EU vollgepumpt zur Absicherung der EU Grenzen. Die Lager für Flüchtlinge in Lybien waren berüchtigt. Gaddafi wurde der Hof gemacht insbesondere von Frankreich und Italien nachdem eine Politik der Annäherung erfolgte. Die Milliarden von Gaddafi sind ja auch noch eingefroren. Was passiert eigentlich mit denen?

#3 - 20.03.2018, 19:54 von kaltmamsell

Mit Millionen unterstützt

Eine Aussage für schlichte Gemüter. Wie viele Millionen sind es denn? Und dann fragen wir noch mal nach, wie viele Milliarden französische Banken mal eben noch für sich selbst und ihre bedeutenden Großanleger und -Investoren "gerettet" haben, bzw. sich von anderen EURO-Staaten bezahlen ließen, als ihre Investments in Europas Süden bedroht waren. Da hat man sich sehr elegant zurückgezogen. Les Trois Vieilles, also die drei französischen Großbanken, die extreme Bilanzen hatten, haben in der Zwischenzeit buchhalterisch auf ihre Linie geachtet. Deutschland steht in wesentlich stärkerem Ausmaß zu seinen Engagements (zumindest dem Wortlaut nach französischer als die Franzosen) im Club Med (dass dies dann auch noch frivol klingt, ist wiederum eine andere Geschichte).

#4 - 20.03.2018, 20:26 von ficino

Das hätte man schon

zu Beginn dieser unsäglichen NATO-Operation in Lybien alles wissen können, hätte man nur genau die Berichterstattung auch der internationalen Medien über Sarkozy und Libyen mit offenen Augen verfolgt. Was ist der arme Westerwelle doch für sein Nein zu diesem militärischen Abenteuer verprügelt worden. Welch hehren Ziele hatten sogennante Experten der Außen- und Sicherheitspolitik seinerzeit diesem Einsatz angedichtet und die Bundesregierung für ihre Nicht-Teilnahme beschimpft. Und nun? Keine noblen, edlen „Kriegsziele“, die dahinter steckten, sondern nur der schnöde Mammon! Der nächste, der sich warm anziehen sollte, ist der ehemalige britische Premier David Cameron. Denn dieser hat gemeinsam mit Sarkozy das ganze angezettelt. Übrigens: Seit diesem „regime change“, der eben nicht von der damaligen UN-Resolution und deren „responsibility-to-protect“-Gefasel abgedeckt war, ist mit den Russen im Sicherheitsrat nichts Substanzielles mehr zu vereinbaren, da sie hier heftig hinter die Fichte gefüht worden sind. Mal sehen, wo denn die ganzen Pro-Einsatz- „Experten“ jetzt mit ihren schlauen Kommentaren bleiben ...

#5 - 20.03.2018, 21:58 von Macka Bär

An Zynismus nicht zu überbieten

Sarkozys Vergehen soll also illegale Wahlkampffinanzierung sein? Was ist mit dem neoimperialistischen angriffskrieg gegen einen souveränen Staat, um in Mafiamanier einen Gläubiger zu beseitigen, wie sich nun herausstellt? Und warum haben unsere unabhängigen qualitätsmedien nicht schon 2011 Gaddafis Vorwürfe untersucht? Und warum wird bis heute die Verschwörungstheorie von angeblicher libyscher Beteiligung am Lockerbie-anschlag verbreitet?

#6 - 20.03.2018, 22:30 von Newspeak

...

Sagen wir doch, wie es ist. Fast alle Mächtigen sind auf die eine oder andere Weise korrupt. Der Eine nimmt Diktatorengeld, der Andere hat tausend Nebenbeschäftigungen, der Dritte lässt seinen Geburtstag von der Bundeskanzlerin ausrichten, der Vierte wechselt vom Kanzleramt in die russische Energiewirtschaft, der Fünfte gibt Spendern sein Ehrenwort, der Sechste erschwindelt sich geldwerte Vorteile durch falsche Uniabschlüsse, der Sechste besitzt ein Milliardenvermögen, von dem niemand sagen kann, wie er dazu kam. Die Möglichkeiten sind ungezählt. Nur eins bleibt gleich. Die Naivität mancher Leute, die glauben, man würde mit eigener Hände Arbeit reich.

#7 - 20.03.2018, 22:38 von trashschollie

Bitte nicht Wanax

nicht so ein vor umwissenheit und Arroganz triefendes Statement. Kann ja sein, dass für Sie die dummen „Sandnigger“ einfach zu blöd sind. Die Realität sind anders aus: Begriffe wie Kolonialdenken, falscher westlicher Wertekanon, Rassismus und Imperialismus beschreiben die Vorgänge weit besser. Für Imperialismusversteher, Verschlafungspraktiker und Anhänger der Überlegenheit der weißen Rasse ist die Realität eine zu komplexe Angelegenheit.

#8 - 20.03.2018, 23:01 von seine-et-marnais

Wenn es denn nur Gadaffi und Sarkozy wären

Aus verschiedenen Gründen ist hier ein heikles Thema nach Jahren angeschnitten worden.
1. Es ist ja nicht nur Gadaffi. Mit drin hängen ganz oben afrikanische Herrschersippen von Gabun die Bongos deren Wahlen von Frankreich bestätigt wurden, dem Kongo(Brazzaville) mit seinem Präsidenten Sassou Nguesso der das beinahe als Erbe ansieht, mit drin der Staatschef des militärisch wichtigen Tschad Idriss Déby der zwar auch Dreck am Stecken hat, militärisch aber wichtig ist, mit drin die Elfenbeinküste(während des Bürgerkrieges unterstützten PS und UMP Gbagbo und Ouattara,wobei Outtara der Gewinner ein guter Bekannter Sarkozys ist), der Senegal und Zentralafrika(Diamantenaffäre von Giscard d'Estaing).
Der Meister aller Klassen war aber Frankreichs ehemaliger Innenminister Charles Pasqua der da gewaltig abzockte im wahrsten Sinne des Wortes, inklusive der korsischen Gemeinde in Afrika die zB im Gabun dass Lotto- und Wettgeschäft kontrolliert. Frankreichs Ansehen in Afrika ist daher weitgehend ruiniert.
2. Im Maghreb ist Frankreichs Politik heute eh ein Unding. Da sind Minister, wie Frédéric Mitterand auch tunesische Staatsbürger geworden, ähnlich Delanoë ex-Bürgermeister von Paris, da hatten zB Michéle Alliot-Marie als Ministerin sehr gute Verbindungen zum Regime Ben Ali inklusive finanzieller Interessen.
Fazit: Frankreichs politische Klasse ist finanziell so ziemlich mit allen Diktaturen in Afrika verwickelt, eben nicht nur Sarkozy und nicht nur Gadaffi.
3. Das dritte Problem besteht mit der EU. Wenn man sieht wie korrupt Frankreichs Präsidenten in Bezug auf afrikanische Staaten sind, wenn man dann stark annimmt dass der Libyenkonflikt mit all seinen Folgen aus persönlichem Interesse ausgelöst wurde, wenn man sieht dass Sarkozy den Syrienkonflikt mit ausgelöst hat da er glaubte nachdem er Tunesien verpasst hatte müsste er in Syrien glänzen, da hat man ein drittes Problem. Wie geht man mit einem korrupten Politiker um der Kriege ausgelöst hat, der Europa jetzt indirekt einen Rechtsrutsch beschert und die EU wackeln lässt. Man kann da ja nicht nur sagen 'du du böser Schlingel' und zur Tagesordnung übergehen. Wie reagiert die EU auf Politiker die gelogen haben zB hier Sarkozy, aber auch Tony Blair der zugegben hat im Irakkrieg gelogen zu haben eben damit er in den Krieg ziehen konnte.

#9 - 20.03.2018, 23:05 von Nachzünder

Verschwörungstheorien in Wikipedia

Na mal sehen wann es die ganzen Verschwörungstheorien in Wikipedia schaffen.

Das Ganze Thema Libyen und Gaddafi war sehr sehr merkwürdig, welche Mächte es nach der Koop der EU, dann doch so schnell geschafft haben den lynchen zu lassen und ob wir die Hintergründe je erfahren.

Übrigens super Praktisch das der platt gemacht wurde, keine Zeugen usw.

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