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Saudi-Arabiens neue Topdiplomatin in Washington: Prinzessin Reemas Botschaft

FAYEZ NURELDINE / AFP Reema bint Bandar ist Saudi-Arabiens erste Botschafterin. Die junge Diplomatin vertritt künftig die Politik des Königreichs in den USA. Bereits ihr Vater hatte den Posten fast ein Vierteljahrhundert inne.
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#1 - 11.07.2019, 16:04 von b20a9

unglaublich

Saudi Arabien: Ein Staat, dessen Führung die Ermordung eines Journalisten anordnet, und dies folgenlos bleibt
- in der Nahostregion Brand stiftet und im Jemen für den Tod von Zivilisten, insbesondere von Frauen und Kindern zumindest mitverantwortlich ist
- Kinderehen und Zwangsheirat duldet
- Vergewaltigern straffreiheit gewährt und Opfer bestraft
- Homosexuelle verurteilt
Diese Liste könnte man sicher noch lange fortsetzen ...
So ein Land betreibt Imagepflege bei Trump mit einem Botschaftsprinzesschen, für die natürlich alles erlaubt ist, wovon die Frauen in ihrem Heimatland nichtmal träumen dürfen. Und Trump spielt das spiel mit und posiert noch schön für ein Foto...

#2 - 11.07.2019, 16:08 von labellen

wenn das ganze Land schon ein

dynastischer Erbhof ist, warum dann nicht auch dieser Botschafter-Posten.
Man fragt sich nur, wie das mit dieser Vorzeigefrau funtionieren soll, da Frauen in SA nur sehr eingeschränkt handlungsfähig sind. Aber zum Zerstückeln missliebiger Botschafts-Besucher reist dann ja ein Männer-Verband aus der Heimat an.

#3 - 11.07.2019, 16:28 von gunpot

die ersten Kommenentare gewinnen

dieser Ernennung einer Frau zur Bostschafterin in den USA nichts Gutes ab. Ich sehe das vollkommen anders. Saudi-Arabien unternimmt einen Schritt in die richtige Richtung, wenn dieser Posten auch als Erbhof angesehen wird. Jede Frau zusätzlich in leitende Postitionen gehievt macht sich gut, auch innerhalb der dynastischen Hierarchie. Wer mir die Ernennung einer Frau für diese Position vor 30 Jahren mitgeteilt hätte, den hätte ich als Träumer abgetan. Ihr lieben Abendländer, da tut sich mehr als ihr denkt. Aber Geduld ist ja keine Tugend der Okzidentalen. Hier schreibt jemand, der die Entwicklung vor Ort bis vor kurzem verfolgen konnte.

#4 - 11.07.2019, 16:59 von kuac

Zitat von gunpot
...... Wer mir die Ernennung einer Frau für diese Position vor 30 Jahren mitgeteilt hätte, den hätte ich als Träumer abgetan. Ihr lieben Abendländer, da tut sich mehr als ihr denkt. Aber Geduld ist ja keine Tugend der Okzidentalen. Hier schreibt jemand, der die Entwicklung vor Ort bis vor kurzem verfolgen konnte.
Ja, es gibt Entwicklung, aber nur wirtschaftliche Entwicklung. Solange Koran und Sharia die Gesetzgebung ist ( so wie bei dem IS) wird es dort keine zivile Entwicklungen geben. Eine Quotenfrau hilft da auch nicht weiter. Ihre Aufgabe ist sicher zu stellen, dass MbS weiterhin seine brutale Politik zuhause und im Ausland fortsetzen kann.

#5 - 11.07.2019, 17:49 von udo46

Saudi Arabien ist eins der Länder mit den meisten vollstreckten Todesstrafen, wenn nicht sogar im Verhältnis zur Bevölkerung das schlimmste.
Die Bevölkerung besteht zu mindestens 60% aus ausländischen Arbeitssklaven, die keinerlei Rechte haben und denen der Pass bei der Einreise abgenommen wird.
Das Land verhängt die Todesstrafe gegen Homosexuelle und sonstige LGBTs.
Die schiitische Minderheit wird wie Ungeziefer behandelt und ausgerottet.
Vor ein paar Jahren, als der IS in Syrien und dem Irak wütete, hat SPON des öfteren eine Grafik eingeblendet, die den Strafenkatalog des IS dem saudischen gegenübergestellt hat, und siehe da: Es gibt fast keinen Unterschied.

Und solange die Saudis auf ihrem unverdienten schmutzigen Reichtum sitzen und die USA ihre schützende Hand über das Land halten, wird sich da auch nichts ändern.
Wenn, dann ist das nur Kosmetik, um Herrn Trump und die Weltöffentlichkeit an der Nase herumzuführen, wie man es ja jetzt wieder sieht.

#6 - 13.07.2019, 08:34 von manni0815

"Pack schlägt sich Pack verträgt sich,"

die Saudis passen gut zur USA, gewaltbereit, imperialistisch, Kapitalisten, wie sie Marx nicht besser beschreiben konnte. Dass die USA Saudi Arabien bez. 9/11 nicht zur Rechenschaft gezogen hat, verstehe ich bis heute nicht, bei all der Polemik, die diesem Anschlag folgte. Bei Geld beginnt in den USA die Freundschaft und hält und hält und hält. Eine Frau als Diplomatin eines der frauenfeindlichsten Ländern dieser Welt ändert jedoch nichts an der Realität.