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Sozialpolitik von Jacinda Ardern: Wie Neuseelands Regierungschefin ihr Land heilen wi

AFP Es ist ein trauriger Rekord: Bei Obdachlosigkeit, Kinderarmut und häuslicher Gewalt liegt Neuseeland im Vergleich zu anderen Industrieländern weit vorn. Premierministerin Ardern will das ändern - und setzt auf Sozialpolitik.
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#1 - 04.08.2018, 13:40 von m.m.s.

Heilung durch Transferleistungen

Es wäre schön, wenn der Transfer von Geld bis in die Heilung derartiger sozialer Probleme helfen könnte. Dass sozialistische Maßnahmen alles noch schlimmer machen, dürfte bereits Allgemeinwissen sein. Es besteht die Möglichkeit der Rückdrängung des Staates aus dem Schulwesen, um die Individuellen Menschen zu stärken. Das würde eine Reihe der aufgeführten Probleme auf die richtige Weise lösen. Dazu muss man die lieben Ideen der sozialen Gleichheit aber erst einmal überdenken, und erkennen: Menschen sind Individuell.

#2 - 04.08.2018, 14:06 von ROBIN7

Geht doch !

Und wenn man dann noch die "Tranferleistungen" von unten nach oben streicht (also die vielen Milliarden an Subventionen, die in die bereits übervollen Taschen der Absahner und Abkassierer gesteckt werden) und dazu auch die oberen Zehntausend brav ihre Steuern bezahlen statt sie im Ausland zu hinterziehen, dann ist mehr als genügend Geld da für solche Maßnahmen.

#3 - 04.08.2018, 14:15 von rosenrot367

Nie und nimmer.....

Mit Geld kann man das alles nicht lösen....Denn diese Milliarden hat NZ nicht - da kann sich Frau Ardern noch so sehr als Sozialpolitikerin anbieten...Wir reden in einigen Jahren wieder und sehen, was daraus geworden ist............

#4 - 04.08.2018, 14:18 von janfred

etwas überrascht

Meine Schwester leb seit 25 Jahren in Neuseeland. Sie haben 5 Kinder, und die bereits volljährigen ausbildungsmäßig auch ohne Uni recht gut dahstehen mit sehr positiven Perspektiven. Neuseeland liegt seit vielen Jahren, was die Qaulität der Schulen und der Bildung angeht, im internetionalen Ranking immer unter den Top 5. Bei den hier genannten Problemen wird jedoch nicht ausgesprochen, dass von Problemen überprportional die Familien der Maoris, also der Ureinwohner, betroffen sind. Zu den Mindestlöhnen sei gesagt, dass die Lebenshaltungskosten, besonders die Mieten, sehr viel höher als in Deutschland sind. Wer in Neuseeland Wohneigentum hat, ist da schon im Vorteil. Auch das Bauen dort ist sehr sehr teuer, trotz der im Vergleich zu Deutschland eher primitiven Bauweise. Nebenbei bemerkt zum Artikel: Häuser werden weder bei uns noch in Neuseeland isoliert, sondern gedämmt. Isolieren kann man elektrische Leitungen und Bauteile.


Trotz der hohen Löhne, ist das Ziel der meisten jüngeren aber gut ausgebildeten Menschen seit eh und jeh zum Geldverdienen nach Australien zu gehen. Auch wenn die Fachkräfte in Neuseeland durchaus nicht schlecht verdienen.

#5 - 04.08.2018, 14:28 von GoaSkin

Sozialarbeit Fehlanzeige?

Man bekommt Soziale Probleme nicht alleine davon in den Griff, dass man umfassende Leistungen einführt. Man braucht vor allem gut funktionierende Soziale Einrichtungen, die sich um die Belange aller benachteiligter Menschen kümmern. Doch das Thema Soziale Arbeit kommt in der Agenda überhaupt nicht vor.

#6 - 04.08.2018, 14:36 von Ökofred

ah...

Zitat von m.m.s.
Es wäre schön, wenn der Transfer von Geld bis in die Heilung derartiger sozialer Probleme helfen könnte. Dass sozialistische Maßnahmen alles noch schlimmer machen, dürfte bereits Allgemeinwissen sein. Es besteht die Möglichkeit der Rückdrängung des Staates aus dem Schulwesen, um die Individuellen Menschen zu stärken. Das würde eine Reihe der aufgeführten Probleme auf die richtige Weise lösen. Dazu muss man die lieben Ideen der sozialen Gleichheit aber erst einmal überdenken, und erkennen: Menschen sind Individuell.
Danke für diese "Hilfe"..
Was ich nicht verstehe, dieses Konzept findet zB in den Ver. Staaten Anwendung, wo der Staat sich aus vielen Dingen (Transferleistungen, Bildung, Gesundheit) raushält. Alle angesprochenen Probleme sind dort aber sehr viel weniger "gelöst" als zB in Neuseeland oder auch in DE. Wenn man jetzt mal die weitgehende Abwesenheit von Kriminalität, eine höhere Bildung und eine höhere Lebenserwartung als der Lösung näher begreift. Gut, man kann in Neuseeland wahrscheinlich schwieriger Herausgeber mit Breitbart Hintergrund werden oder eine rasante Karriere in der Rüstungsindustrie starten.

#7 - 04.08.2018, 14:52 von KlausMeucht

Sozial ist nicht gleich sozialistisch

Zitat von m.m.s.
Es wäre schön, wenn der Transfer von Geld bis in die Heilung derartiger sozialer Probleme helfen könnte. Dass sozialistische Maßnahmen alles noch schlimmer machen, dürfte bereits Allgemeinwissen sein. Es besteht die Möglichkeit der Rückdrängung des Staates aus dem Schulwesen, um die Individuellen Menschen zu stärken. Das würde eine Reihe der aufgeführten Probleme auf die richtige Weise lösen. Dazu muss man die lieben Ideen der sozialen Gleichheit aber erst einmal überdenken, und erkennen: Menschen sind Individuell.
Sie bezeichnen soziale Maßnahmen gleich als sozialistisch und fordern sogar die Rückdrängung des Staates aus dem Schulwesen.

Es sollte eigentlich Allgemeinwissen sein, dass der Markt alleinig nicht zum Optimum nicht führt. Sie scheinen wohl einer derjenigen zu sein, der behauptet dass es Marktversagen per Definition gar nicht geben kann - es sei denn der Staat mischt sich ein.

Gerade das Schulwesen ist ein Bereich in dem sich der Staat nicht zurückziehen darf. Bildung ist die einzige Möglichkeit von Ärmeren sozial aufzusteigen. Gerade diejenigen die für Bildung nichts zahlen können, benötigen diese. Auch Kinder armer Menschen sollen ihre individuellen Fähigkeiten lernen zu nutzen.

Der Markt nimmt keine Rücksicht auf Individuen, und Spendentum funktioniert nur in übersichtlichen Einheiten. Die Reichen sind auch Menschen, i.a. bereit zum Spenden - aber das Problem ist dochdass durch Gentrifiziereung die Reichen die Probleme der Armen gar nicht sehen. Die einen leben in Armenviertel, die anderen in Gated Communities.

Sozialistisch ist der Verbot von privatem Unternehmertum, aber nicht die Definition von Mindestlöhnen oder Investitionen in Bildung mit Hilfe von Steuergeldern.

#8 - 04.08.2018, 14:58 von KlausMeucht

Entscheident ist nicht das Geld

Zitat von rosenrot367
Mit Geld kann man das alles nicht lösen....Denn diese Milliarden hat NZ nicht - da kann sich Frau Ardern noch so sehr als Sozialpolitikerin anbieten...Wir reden in einigen Jahren wieder und sehen, was daraus geworden ist............
Ich kenne mich zu wenig in Neuseeland aus. Ist halt etwas weit weg um das Land zu besuchen.

Entscheidend ist nicht das Geld. Neuseeland kann so viel Geld drucken wie es will. Neuseeland ist nicht in einer Währungsunion.

Entscheidend ist die Wirtschaftskraft und wer davon profitiert. Werden genügend Waren hergestellt damit jeder satt werden kann?

#9 - 04.08.2018, 15:11 von lachina

Zitat von m.m.s.
Es wäre schön, wenn der Transfer von Geld bis in die Heilung derartiger sozialer Probleme helfen könnte. Dass sozialistische Maßnahmen alles noch schlimmer machen, dürfte bereits Allgemeinwissen sein. Es besteht die Möglichkeit der Rückdrängung des Staates aus dem Schulwesen, um die Individuellen Menschen zu stärken. Das würde eine Reihe der aufgeführten Probleme auf die richtige Weise lösen. Dazu muss man die lieben Ideen der sozialen Gleichheit aber erst einmal überdenken, und erkennen: Menschen sind Individuell.
Neuseeland hat das Problem, dass es eine unterdrückte indigene Urbevölkerung (die Maori) gibt, die in Armut lebt, was überdurchschnittlich mit Alkohol und Gewalt und Suiziden dahergeht ( so ähnlich wie früher bei den Native Americans). Diese Armut ist kein selbstgewählter Lebensstil oder Individualismus, sondern strukturell. Wenn der politische Wille vorhanden ist, kann in der Tat mit Geld geholfen werden., die Entwurzelung ist nicht zu kompensieren.

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