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Tibet: Chinas Bulldozer fahren in buddhistischer Stätte auf

Getty Images Rund 10.000 Gläubige versammeln sich in dem bedeutenden buddhistischen Zentrum Larung Gar. China will große Teile nun abreißen lassen - offiziell aus Brandschutzgründen. Oder geht es doch um politische Unterdrückung?
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#1 - 29.07.2016, 14:39 von cicero_muc

In China läuft das anders

Wenn China ein neues Radio-Teleskop baut, dann läuft das ähnlich.

Ob diese Aktion nun etwas mit Buddhismus zu tun hat ... bin mir da nicht so sicher.

Die Chinesen wollen Fortschritt und Erneuerung, und da werden andere Maßstäbe angelegt als bei uns. Juchtenkäfer finden da nicht so schnell Aufmerksamkeit Berücksichtigung.

Dazu kann man stehen wie man will, so machen sie es halt.


Chinesisches Radio-Teleskop:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/china-9000-anwohner-muessen-riesigem-radioteleskop-fast-weichen-a-1077607.html

#2 - 29.07.2016, 15:09 von istvanfred

Zitat von cicero_muc
Wenn China ein neues Radio-Teleskop baut, dann läuft das ähnlich. Ob diese Aktion nun etwas mit Buddhismus zu tun hat ... bin mir da nicht so sicher. Die Chinesen wollen Fortschritt und Erneuerung, und da werden andere Maßstäbe angelegt als bei uns. Juchtenkäfer finden da nicht so schnell Aufmerksamkeit Berücksichtigung. Dazu kann man stehen wie man will, so machen sie es halt. Chinesisches Radio-Teleskop: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/china-9000-anwohner-muessen-riesigem-radioteleskop-fast-weichen-a-1077607.html
Die Machthaber dort wollen aber auch alles aus dem Weg räumen, was Unruhen gegen das kommunistische System mit sich bringen könnte.
DAS dürfte im Vordergrund stehen.

#3 - 29.07.2016, 15:16 von qetqt

Obwohl ich mit Religion nichts zu tun haben will, muss ich sagen, der besiedelte Hügel / Berg sieht von weitem aus wie ein Kunstwerk, sich der Natur angepasst und eingefügt. Ein wunderschöner Anblick.

#4 - 29.07.2016, 15:22 von christiewarwel

Wer's glaubt...

Zitat von cicero_muc
Wenn China ein neues Radio-Teleskop baut, dann läuft das ähnlich. Ob diese Aktion nun etwas mit Buddhismus zu tun hat ... bin mir da nicht so sicher. Die Chinesen wollen Fortschritt und Erneuerung, und da werden andere Maßstäbe angelegt als bei uns. Juchtenkäfer finden da nicht so schnell Aufmerksamkeit Berücksichtigung. Dazu kann man stehen wie man will, so machen sie es halt. Chinesisches Radio-Teleskop: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/china-9000-anwohner-muessen-riesigem-radioteleskop-fast-weichen-a-1077607.html
Mit Fortschritt hat das wenig zu tun, eher mit Rückschritt und Verschlimmbesserung, denn die chinesischen Betonklötze sind was Wärmedämmung und Erdbebensicherheit angeht gegenüber der traditionellen tibetischen Bausweise ein einziges Desaster. Brandschutz ist in einem Land wie Tibet im Vergleich dazu ein "Luxusproblem".

#5 - 29.07.2016, 15:22 von Hans58

Warum steht in der Überschrift "Tibet: "?

Das 1980 gegründete Kloster liegt nicht in Tibet, sondern in dem Autonomen Bezirk Garzê im Nordwesten der chinesischen Provinz Sichuan.

1930 hat die damalige tibetanische Armee diese Region erobert, zog sich aber 1932 wieder zurück. Chinesische Warlords haben den Bezirk danach erobert. Der Bezirk gehörte dann der Republik China und fiel nach 1950 (nach der Kuomintang Ära) unter die Regierungsgewalt der Volksrepublik China.

Soviel zu Tibet und dem Larung Gar Kloster.

#6 - 29.07.2016, 16:28 von ijf

#3

Zitat von qetqt
Obwohl ich mit Religion nichts zu tun haben will, muss ich sagen, der besiedelte Hügel / Berg sieht von weitem aus wie ein Kunstwerk, sich der Natur angepasst und eingefügt. Ein wunderschöner Anblick.
Obwohl ich mit Brandschutz nichts zu tun habe, muss ich sagen, der besiedelte Hügel / Berg sieht von weitem aus wie der Albtraum jedes verantwortungsbewussten Brandschutzexperten oder Feuerwehrmannes. Ein beunruhigender Anblick.

#7 - 29.07.2016, 16:33 von ijf

aha

Zitat von christiewarwel
Mit Fortschritt hat das wenig zu tun, eher mit Rückschritt und Verschlimmbesserung, denn die chinesischen Betonklötze sind was Wärmedämmung und Erdbebensicherheit angeht gegenüber der traditionellen tibetischen Bausweise ein einziges Desaster. Brandschutz ist in einem Land wie Tibet im Vergleich dazu ein "Luxusproblem".
Aber das wäre mir neu, dass der in Larung Gar innerhalb weniger Jahre entstandene flächendeckende dichte Flickenteppich kleiner Holzhütten etwas mit traditioneller tibetischer Bauweise zu tun hätte.

#8 - 29.07.2016, 16:37 von hisch88

Weil es zum tibetischen Kulturraum gehört ?

Zitat von Hans58
Warum steht in der Überschrift "Tibet: "? Das 1980 gegründete Kloster liegt nicht in Tibet, sondern in dem Autonomen Bezirk Garzê im Nordwesten der chinesischen Provinz Sichuan. 1930 hat die damalige tibetanische Armee diese Region erobert, zog sich aber 1932 wieder zurück. Chinesische Warlords haben den Bezirk danach erobert. Der Bezirk gehörte dann der Republik China und fiel nach 1950 (nach der Kuomintang Ära) unter die Regierungsgewalt der Volksrepublik China. Soviel zu Tibet und dem Larung Gar Kloster.
Unabhängig davon ob man Tibet als Teil Chinas sieht oder nicht. Der Bereich gehört eindeutig zum Tibetischen Kulturraum.

Tibet selbst wurde in 5 Teile zerschlagen.

Hauptteil Tibet
1 Teil wurde Qinghai Provinz
1 Teil ging an Sichuan
1 Teil ging an Yunnan
1 Teil ging an Gansu

#9 - 29.07.2016, 16:46 von markus_wienken

Zitat von ijf
Obwohl ich mit Brandschutz nichts zu tun habe, muss ich sagen, der besiedelte Hügel / Berg sieht von weitem aus wie der Albtraum jedes verantwortungsbewussten Brandschutzexperten oder Feuerwehrmannes. Ein beunruhigender Anblick.
Wenn dem so ist, werden Sie diesen beunruhigenden Anblick bei sehr sehr vielen Dörfern in China finden, insofern ist dieser "Grund" hier nur ein billiger Vorwand.

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