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Politik

Trump, Kavanaugh und die Folgen: Geteilte Staaten von Amerika

REUTERS Mit dem Streit um seinen Richterkandidaten hat Donald Trump die tiefen Risse in Amerikas Gesellschaft offengelegt - und für sich ausgenutzt. Doch dahinter stecken viel stärkere Kräfte. Der Kampf hat gerade erst begonnen.
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#1 - 08.10.2018, 13:17 von jan07

Nichts Neues, nur Demokratie

Das Land war immer schon gesellschaftlich geteilt. Der einzige Unterschied: jetzt haben mal wieder zur Abwechslung diejenigen das Sagen, die ein konservatives Gesellschaftsbild verfolgen. Bis der Wähler das irgendwann wieder einmal ändert. So etwas nennt man übrigens Demokratie!

#2 - 08.10.2018, 13:20 von delloc

Geteilte Staaten von Amerika

Was die Realität der USA ist, das beschreibt George Packer in seinem Bestseller "Die Abwicklung": ein Land, das sich in den 30 Jahren seit der Reagan-Revolution von einer Demokratie in eine Oligarchie verwandelt hat.

#3 - 08.10.2018, 13:29 von koprolith

Das einzig Gute daran könnte sein...

Zitat von jan07
Das Land war immer schon gesellschaftlich geteilt. Der einzige Unterschied: jetzt haben mal wieder zur Abwechslung diejenigen das Sagen, die ein konservatives Gesellschaftsbild verfolgen. Bis der Wähler das irgendwann wieder einmal ändert. So etwas nennt man übrigens Demokratie!
dass das " konservative Gesellschaftsbild" danach von niemandem mehr gewünscht wird: Wenn Frauenverachtung, hemmungsloser Nepotismus, Steuerhinterziehung, Rassismus und Isolationsimus das "konservative Gesellschaftsbild" ausmachen, gibts irgendwann nur noch "Moderne"...

#4 - 08.10.2018, 13:29 von shardan

Spaltpilz

Trump ist ein Spaltpilz. Er teilt und spaltet, divide et impera! Er zieht seinen Vorteil daraus, für sich und seine republikanischen Geldkollegen. Am Ende steht bei den amerikansichen Waffennarren wieder ein Bürgerkrieg. Jede große Nation scheint irgendwann die Dummheit zu begehen und sich selbst auf diesem Weg kleinzuprügeln. Das gilt übrigens auch für Deutschland, wo ein US-Hassprediger und ein verirreter Botschafter genau diesen Vorgang befeuern. Wie bescheuert und dumm ist die Menschheit eigentlich, solche Leute gewähren zu lassen? Irgendwo ist wohl der Neander aus dem Tal doch noch sehr präsent

#5 - 08.10.2018, 13:30 von alterknacker54

Das wird interessant

" Doch die sozialen Revolutionen Amerikas wurden nie vor Gericht erreicht, sondern von den Menschenmassen auf der Straße.
Und die sind durch die Kavanaugh-Tragödie jetzt mobilisierter, engagierter, befeuerter als je zuvor - auf beiden Seiten. "
Zumal diese Menschenmassen hervorragend bewaffnet sind....

#6 - 08.10.2018, 13:33 von tomrobert

Das kann man durchaus so sehen!

48 zu 51 sind halt noch keine Mehrheit die man rücksichtslos ausnutzen könnte. Der Autor spiegelt tatsächlich einen tiefen Riss in seinem Bericht wieder.
Das ist noch lange nicht zu Ende!

#7 - 08.10.2018, 13:34 von dreiimweckla

Es ist einfach eine Tragödie mitzuerleben, wie schnell sich ein demokratisches Gemeinwesen durch einen autokratischen und egomanen "draft and tax dodger", unterstützt durch willfährige Parteihelfershelfer, demontieren lässt ... Dies gilt jedoch nicht nur für die USA, ist leider zur Genüge auch in Europa zu beobachten!

#8 - 08.10.2018, 13:39 von bürger-sinn

so einfach?

Zitat von jan07
Das Land war immer schon gesellschaftlich geteilt. Der einzige Unterschied: jetzt haben mal wieder zur Abwechslung diejenigen das Sagen, die ein konservatives Gesellschaftsbild verfolgen. Bis der Wähler das irgendwann wieder einmal ändert. So etwas nennt man übrigens Demokratie!
So einfach ist es nicht. Natürlich war Kavan`s Ernennung ein demokratischer Akt. Beängstigend nur, dass er (Kavan...) es womöglich ernst meinte, als er drohte, es allen heimzuzahlen. Mit demokratischen Mitteln an die Macht kommen, um diese demokratischen Mittel danach zu schwächen bis abzuschaffen, ist ja wohl nicht das Ziel und Wesen der Demokratie (s.Ungarn, Polen). Zumindest nicht meiner Meinung nach.

#9 - 08.10.2018, 13:42 von liberg7

Fast alles falsch

1) Mark Pitzke beweist, wie schon so oft, dass er noch nicht lange genug in den USA ist und er das Land und seine Historie nicht kennt. Politische Konflikte dieser Art wurden schon immer in dieser Intensität ausgetragen.
2) Natürlich wollten die Rep. die Wahl vor den Midterms durchbringen und natürlich wollten die Dems. genau das nicht. Beide Seiten haben sich nichts geschenkt. Dafür ist die Entscheidung auch viel zu weitreichend.
3) Man kann es drehen und wenden, wie man will. Wenn ein unbelegter Vorwurf reicht, um eine Karriere zu behindern, eine Entscheidung zu bestimmen oder eine Sanktion zu erlassen, dann geraten wir in sehr dunkle Zeiten.

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