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Trumps Uno-Bilanz: Völlig losgelöst

REUTERS Spott, Ärger, Chaos: Fast drei Tage lang wirbelte US-Präsident Trump die Uno-Vollversammlung durcheinander. Doch viele Staatschefs wussten längst, wie sie mit ihm umzugehen hatten. Sie lächelten - und ignorierten ihn.
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#10 - 27.09.2018, 08:21 von Mach999

Zitat von palmas
Dass die stets negative Berichterstattung deutscher Medien über Trump ihren Einfluss auf die Meinungsbildung der Bundesbürger nicht verfehlt, ist offensichtlich. Ich erinnere mich an keinen einzigen positiven Artikel, selbst bei historischen Errungenschaften Trumps, welche beispielsweise im Treffen Trumps mit dem nordkoreanischen Diktator zu sehen sind. Dies erscheint höchst unangemessen bei einer Person, die vom amerikanischen Volk auf demokratische Weise zum Präsidenten gewählt wurde.
Welche praktischen Ergebnisse gab es denn bei dem Treffen Trumps mit Kim? Keine außer leerer Worthülsen. Und genau das ist der Grund, warum er nicht ernst genommen wird, und warum er kritisiert wird. Jeder andere US-Präsident hat in der gleichen Zeit ein Vielfaches dessen erreicht, was Trump geschafft hat. Trump ist ein Underperformer.
Warum Kritik bei demokratisch gewählten Politikern unangemessen sein soll, verstehen vermutlich nur Erdogan und Putin.

#11 - 27.09.2018, 08:22 von Vogel VT

Beim Thema Trump

wird gern vergessen, dass der Mann durchaus demokratisch von der Mehrheit der US Amerikaner gewählt worden ist ...

#12 - 27.09.2018, 08:26 von butzibart13

Witzblattfigur

Sich selber nach dieser bisher kurzen Amtszeit so prahlerisch als einer der besten Präsidenten zu loben, zeigt wie unsicher dieser Präsident innerlich ist, zumal er als Ausgleichsreaktion ungehemmt auf andere Nationen einschlägt, sei es in Worten oder Taten wie Verhängung von Zöllen. Vielleicht ahnt es das selber, wagt es aber nicht zuzugeben, befindet sich immer im Abwehr-und Angriffsmodus. Seine anhängliche Wählerschaft registriert das als Stärke, Personen, die über ihn nachdenken, reagieren entsetzt oder inzwischen durch Ignorieren bzw, betrachten ihn als miserablen Komiker, über den man lacht, was er natürlich als Beleidigung empfindet. Das eigentliche Problem ist immer noch die Tatsache, er ist der Präsident der USA und nicht eines "Bananenstaates" wie Mali, könnte also auf der Weltbühne Unheil anrichten, wenn er nicht durch seine Mitstreiter gebremst wird. Man kann nur hoffen, dass die Verhältnisse sich bald ändern. Positive Impressionen, wie heute morgen im Fernsehen zu sehen, setzen solche Leute wie O`Rourke, dem Demokraten aus Texas, der auch die Jugend mehr anspricht.

#13 - 27.09.2018, 08:28 von Eu1ropa

Nichts Neues auf dieser Welt

Warum erinnert mich dieser Mann, zumindest die Berichterstattung um ihn, an römische Despoten wie z.B. Caligula? Wirklichkeit und eigene Weltvorstellung klagten weit auseinander. Während Caligula damals von seiner eigenen Garde umgebracht wurde, haben wir in Demokratien sauberere, demokratische Lösung: Impeachnent oder keine Neuwahl - was aber, wenn die Mehrheit eines Landes dies anders sieht? Problem der Demokratie - trotzdem die beste aller Regierungsformen.

#14 - 27.09.2018, 08:29 von jujo

....

Zitat von kuac
Die Berater von Trump haben komplett versagt. Wieso haben sie ihn 3 Tagelang alleine gelassen? Jetz steht er lächerlich vor der Weltgemeinschaft da und der Autoritätsverlust ist groß.
Was hätten sie denn machen sollen? Trump muß einge Wege alleine gehen, einiges selber sagen, nicht überall kann er vom Blatt oder Teleprompter vorgefertigte Texte ablesen. US Innenpolitik in einer Sitzung des UNO Sicherheitsrates zu thematisieren hat schon was, das war ziemlich spontan und nicht vorher gebrieft von seinen Beratern. Ein Knopf im Ohr von Trump könnte ja helfen, da müßte er nur das ihm vorgesagte wiederholen. Das wäre aber dann auch gleichzeitig der Beweis das dieser Mann nicht (mehr) geschäftsfähig ist.

#15 - 27.09.2018, 08:31 von pepe-b

@ Mach999

Historische Errungenschaften beim Thema Nordkorea? Ist das Ihr Ernst??? Trump ist NICHT der erste Präsident, der eine solche Übereinkunft mit Nordkorea hatte. Und alle vorherigen waren a) sehr viel konkreter und b) sind wie ein Kartenhaus zusammen gebrochen. Und so wie es derzeit aussieht, wird das auch dieses Mal wieder so laufen. Eine historische Errungenschaft ist erst dann tatsächlich eine Errungenschaft, wenn Sie praktische Ergebnisse gebracht hat. Bisher gibt es nichts weiter als ein sehr allgemein gehaltenes Blatt Papier. Sie sollten nicht den Tag vor dem Abend loben und sich auch nicht Trumps Naivität anschließen.

#16 - 27.09.2018, 08:36 von neue_mitte

Zitat von palmas
Dass die stets negative Berichterstattung deutscher Medien über Trump ihren Einfluss auf die Meinungsbildung der Bundesbürger nicht verfehlt, ist offensichtlich. Ich erinnere mich an keinen einzigen positiven Artikel, selbst bei historischen Errungenschaften Trumps, welche beispielsweise im Treffen Trumps mit dem nordkoreanischen Diktator zu sehen sind. Dies erscheint höchst unangemessen bei einer Person, die vom amerikanischen Volk auf demokratische Weise zum Präsidenten gewählt wurde.
Sie meinen die Treffen mit Herrn Kim, bei denen er sich zum einen regelmäßig hat vorführen lassen, zum anderen völlig erfolglos davon ziehen musste? Die Erfolge hat alle der südkoreanische Präsident eingefahren. Und das nicht auf Twitter mit Drohungen und Prahlerei. Sondern mit normaler Diplomatie.

Das amerikanische Volk hat ihn eben nicht demokratisch gewählt. Die wollten mit relativ großer Mehrheit Frau Clinton. Das amerikanische Wahlsystem (!) hat ihn gewählt. Das ist etwas grundsätzlich anderes, als unser Wahlsystem.

Tja, die negative Berichterstattung. Ich fürchte, so lange er nur negativ in Erscheinung tritt, werden Sie auf Fox News, Breitbart & Co. ausweichen müssen, wenn sie Lobhudeleien lesen möchten. Die "historischen Errungenschaften" finden Sie allerdings nur in den Regalen mit Groschenromanen einer schlecht sortierten Buchhandlung.

#17 - 27.09.2018, 08:37 von mantrid

Greatest Isolationist ever

Auch wenn Trump und seine Anhänger es durchaus ernst meinen, werden sie nach eine Anlaufphase nicht mehr ernst genommen. Wenn die USA nicht wollen, dann eben ohne die USA. Dann sind die USA aus der politischen Gestaltung des Weltgeschehens draußen. Trump ist von der angloamerikanischen Wirtschaft geprägt und die denkt nicht strategisch (langfristig), sondern taktisch (kurzfristig). So gewinnt man Schlachten, aber verliert den Krieg. Wer seine Freunde zu oft brüsk vor den Kopf stößt, wird diese verlieren. Trump treibt die USA in die Isolation. Das hat schon etwas von politischen Autismus.

#18 - 27.09.2018, 08:39 von srinivasa.r.aiyangar

Zitat von Vogel VT
Beim Thema Trump wird gern vergessen, dass der Mann durchaus demokratisch von der Mehrheit der US Amerikaner gewählt worden ist ...
Äh...nein! Trump wurde von einem Viertel aller Wahlberechtigten mit einem Rückstand von 3 Millionen Wählerstimmen hinter Hillary Clinton gewählt, ermöglicht nur durch das kuriose Wahlsystem der USA.

#19 - 27.09.2018, 08:39 von mostly_harmless

Zitat von palmas
Dass die stets negative Berichterstattung deutscher Medien über Trump ihren Einfluss auf die Meinungsbildung der Bundesbürger nicht verfehlt, ist offensichtlich. Ich erinnere mich an keinen einzigen positiven Artikel, selbst bei historischen Errungenschaften Trumps, welche beispielsweise im Treffen Trumps mit dem nordkoreanischen Diktator zu sehen sind. Dies erscheint höchst unangemessen bei einer Person, die vom amerikanischen Volk auf demokratische Weise zum Präsidenten gewählt wurde.
Welche konkreten Ergebnisse hat denn diese "historischen Errungenschaft" Trumps im Kontext Korea gebracht? Achso, gar keine. Na dann ...

Achja, auch für Sie der Tip, sich mit dem Thema Demokratie zu beschäftigen. Ungeachtet einer Wahl muss man nämlich NICHT alles toll finden, was ein Staatsführer tut. Hört sich - zumindest für manchen - erstmal komisch an, ist aber so.

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