Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

Uno-Generaldebatte: Weltgemeinschaft fürchtet den nächsten Trump-Affront

AFP In New York beginnt die Uno-Generaldebatte. Im Mittelpunkt: US-Präsident Trump, der dort im vergangenen Jahr mit seiner "America First"-Doktrin schockte. Diesmal könnte er sogar noch unbeherrschter auftreten.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/5    
#1 - 24.09.2018, 12:35 von Pfaffenwinkel

Man muss sich mit Trump nicht arrangieren,

sondern ihn ignorieren. Nichtbeachtung wäre für diesen Selbstdarsteller das schlimmste, was ihm passieren kann.

#2 - 24.09.2018, 12:47 von Björn L

Nach unten offene Skala der Schande wird erweitert werden.

Wann immer man glaubt, die Spitze des Unerträglichen sei erreicht, schafft Trump dies noch zu toppen.
Trump zwingt die Weltgemeinschaft zu neuen Allianzen. Bislang nur zögerlich, da jede Industrienation seine Us-Geschäfte im Fadenkreuz sieht. Dies hat man besonders deutlich in D nach dem Aufkündigen des Iranabkommens und den Einstandsaussagen seines Botschafters in Berlin gesehen. Siemens hat unmittelbar gekuscht, andere Konzerne verpacken dies weniger direkt. Die Idee neuer Zahlungssysteme ohne US-Kontrolle ist überfällig, wird aber bei Umsetzung den geballten Zorn Trumps erwecken. Es gibt soviele Hebel sich bei Trump zu revangieren. Deren Staatsverschuldung, Loslösung des Ölpreises von US-Dollar uvm. Sofern nicht Geschäft vor Prinzipien geht (was scheinbar wunschdenken ist) kann man die Amis grounden. Trump lässt die elidbringende Einflussspähre der Amies schwinden und das ist das einzig Positive. Sein baldiger Auftritt wird vermutlich heftiger Ausfallen. Sollte die nächste Presidentenwahl mit gleicher spurenlos manipulierbaren Gerätschaften abgewickelt werden, bleibt uns dieser noch einige Jahren erhalten. Sollte er mal nicht mehr sein, werden seine Nachfolger noch für Jahrzehnte Scherben einsammeln. Das Vertrauen ist dahin.

#3 - 24.09.2018, 13:05 von don_spon

Obsolet

Warum spricht Trump eigentlich noch in der UN? Wer mit der Un nichts am Hut hat, muss doch dort nicht seinen Unfug verbreiten. Seine Mischung aus kaum erträglichem Eingenlob,Nationalismus und unverholener Kritik an Organisationen die als zivilisiert gelten dürfen braucht wirklich niemand. Wenn man ihm genug Zeit gibt wird er die US amerikanische Demokratie zerstören.Immerhin kommt das Ganze kaum überraschend und offenbar geht man nach dem abzusehenenden Affront einfach zur Tagseordnung über. Wenn die UN jetzt noch aus NYC wegzöge, würden viele Amis ev. jedenfalls kurz einhalten und nachdenklich werden.Reichlich Konjunktiv.Schade.

#4 - 24.09.2018, 13:10 von deus_ex_machina

Die UNO sollte ihren Sitz verlagern, vielleicht nach Den Haag, oder so. Andere Vereine halten ihre Sitzungen ja auch nicht ausgerechnet dort ab, wo man sie am meisten verachtet.

#5 - 24.09.2018, 13:11 von Beat Adler

Eine NICHTbeachtung von Trump ist schlicht unmoeglich!

Zitat von Pfaffenwinkel
sondern ihn ignorieren. Nichtbeachtung wäre für diesen Selbstdarsteller das schlimmste, was ihm passieren kann.
Eine NICHTbeachtung von Trump ist schlicht unmoeglich!

Wer immer im Weissen Haus im Oval Office residiert, wird beachtet. Das hat mit der Person Trump nichts zu tun. Er wird ersetzt werden, auf jeden Fall(!), die US Praesidentschaft aber bleibt. Die Beachtung auch!

Trump erklaert, dass er der allerbeste Praesident aller Zeiten sein, schliesslich ist (sei) die US Volkswirtschaft EXZELLENT, Extremwachstum, keine Arbeitslosigkeit, bla, bla, bla.

Warum er deswegen allerdings Strafzoelle erheben will, den Iran mit dem Ruecken zur Wand druecken will, damit das Risiko eines schnell, stark ansteigenden Erdoelpreis eingeht, durch diese beiden Massnahmen eine weltweite Rezession einleiten wird, bleibt im Dunkeln;-)
mfG Beat

#6 - 24.09.2018, 13:21 von tinosaurus

Stimmt

Zitat von Pfaffenwinkel
sondern ihn ignorieren. Nichtbeachtung wäre für diesen Selbstdarsteller das schlimmste, was ihm passieren kann.
ist aber zu einfach. Der Mann richtet ja viel Schaden an. Die Amerikaner müssen diesen gefährlichen Trottel bald loswerden, sonst wird auch der Schaden immer größer. Putin kann mit der Manipulation der letzten Wahl einen großen Erfolg feiern. Die nächsten anstehenden Wahlen werden sicherlich auch nicht sauber ablaufen. Das Ergebnis ist folglich nicht absehbar. Beängstigend und verstörend sind vor allem seine unbeirrbaren Anhänger. Dummheit ist bekanntlich grenzenlos.

#7 - 24.09.2018, 13:21 von Atheist_Crusader

Zitat von don_spon
Warum spricht Trump eigentlich noch in der UN? Wer mit der Un nichts am Hut hat, muss doch dort nicht seinen Unfug verbreiten. Seine Mischung aus kaum erträglichem Eingenlob,Nationalismus und unverholener Kritik an Organisationen die als zivilisiert gelten dürfen braucht wirklich niemand. Wenn man ihm genug Zeit gibt wird er die US amerikanische Demokratie zerstören.Immerhin kommt das Ganze kaum überraschend und offenbar geht man nach dem abzusehenenden Affront einfach zur Tagseordnung über. Wenn die UN jetzt noch aus NYC wegzöge, würden viele Amis ev. jedenfalls kurz einhalten und nachdenklich werden.Reichlich Konjunktiv.Schade.
Warum? Weil es ihm eine Bühne gibt sich selbst zu präsentieren und seinen Wählern zu "beweisen", dass er sich nicht fürchtet der ganzen Welt ins Gesicht zu spucken. Was er ja kann, weil Amerika wieder so "great" ist.

Persönlich rechne ich mit jedem fortschreitenden Jahr mehr damit, dass er den Austritt der USA aus der UNO verkündet. Das ist ein beliebtes Thema unter amerikanischen Konservativen, weil man angeblich zu viel zahlt und dafür zu wenig Extrawürste bekommt. Und überhaupt alles außerhalb der eigenen Grenzen hochgradig suspekt ist und nur aus der Ferne (und gut bewaffnet) beäugt werden sollte.
Also nicht Trumps Idee, aber eine die 1A in seine Weltsicht passt - aus einigen Suborganisationen ist er ja bereits ausgetreten.
Da kein Ende seiner persönlichen und professionellen Skandale abzusehen ist, würde ihm da ein wenig Ablenkung verschaffen und die Debatte wieder auf Grabenkämpfe zwischen Patriotien und Unpatrioten verlegen (oder so könnte er zumindest kalkulieren).

#8 - 24.09.2018, 13:30 von KingTut

Globale Frustration

Wie kann man etwas positives erwarten, wenn ein pathologischer Narzisst und tausendfacher Lügner (belegt durch den Washington Post Fakten Check) vor der Weltgemeinschaft spricht?
In einer immer komplizierter werdenden Welt kommen wir um Kooperation nicht herum. Daran ändert auch nichts, dass Trump gemäß dem Motto "Frechheit siegt" bei einzelnen Themen, wie z.B. dem Handel mit China, kurzzeitig Erfolge einfährt. Wir sind zur Zusammenarbeit verurteilt - um nicht zu sagen verdammt - wenn wir auf diesem Planeten gemeinsam überleben wollen. Das betrifft vordringlich die (Sicherheits-) Politik, Wirtschaft und Ökologie, aber auch viele andere Themen. Selbst kleine Schritte bringen uns mehr voran als große Sprüche. Wer davon redet, dass sein Land zuerst komme und alle anderen über den Tisch zu ziehen versucht, der hat die Komplexität, die unser aller Dasein ausmacht, nicht begriffen. Daher dürfte die globale Frustration nach Trump's Auftritt überwiegen. Gerne würde ich mit dieser Einschätzung schief liegen.

#9 - 24.09.2018, 13:31 von eulenspiegel1979

Hätte, wäre, könnte ...

Ich würde mich freuen, wenn man mal aufhören würde, über ungelegte Eier zu berichten. So lange Trump keinen neuen Affront begangen hat, gibt es meiner Meinung auch nichts darüber zu berichten. Dieser grässliche Konjunktiv nervt. Eine Story ist etwas, was man erzählt, nachdem es geschehen ist. Alles andere nennt man u.a. Schwarzmalerei, Wahrsagerei oder schlicht Vermutung. Zudem würde es die Medienpräsenz dieses Clowns auch mal auf ein erträglicheres Maß reduzieren.

    Seite 1/5