Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

US-Krise um Migrantenkinder: Was hinter Trumps Einwanderer-Dekret steckt

AP US-Präsident Trump beugt sich dem politischen Druck und beendet die Trennung von Flüchtlingsfamilien an der Grenze zu Mexiko. Die Lage der Migranten wird sich dadurch jedoch nicht verbessern - im Gegenteil.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 10/11    
#90 - 21.06.2018, 11:38 von smsderfflinger

Zitat von ejona
Ist es Ihnen nicht langsam selbst unangenehm, jeden Morgen eine neu Sau gegen Donald Trump durchs Dorf zu treiben? Der Mann macht eine erstklassige Politik für sein Land! Daran sollte sich unsere Bundeskanzlerin einmal orientieren, anstatt sich in Europavisionen zu verträumen!
Ob der Mann eine "erstklassige Politik " für sein Land gemacht hat, werden die nächsten Jahre zeigen.
Jedoch sollte man festhalten, dass es hier um illegale Einwanderer handelt, also Verletzer des bestehenden Rechts in den USA, die sich wohl schlicht darauf verlasssen haben, dass ihnen schon nichts passieren würde, wie ja wohl bisher auch nichts passiert ist.
Nun hat Trump eine für ihn typische Dummheit begangen und ein brutales Vorgehen gegen die Rechtsbrecher angeordnet, die die einzigen Unschuldigen - die Kinder - hart getroffen hat. Die öffentliche Reaktion hat ihn - zu recht - gezwungen, diese Praxis aufzuheben, was aber nichts daran ändern wird, dass er seine grundsätzliche Linie beibehalten wird.
Nun werden die Familien, die die Grenze weiterhin rechtswidrig überschreiten eben zusammen eingesperrt, allerdings liegt nun die Verantwortung für die Kinder bei ihren Eltern. Die sind nunmehr Schuld, wenn auch ihre Kinder eingsperrt werden. Ich bin mal gespannt, ob dann die Öffentlichkeit, besonders "Human Right Watch" ebenso schnell dabei sind, wie bisher Trump nun diese Eltern der Verantwortungslosigkeit anzuklagen...
D

#91 - 21.06.2018, 11:40 von Andraax

Zitat von okav
sonst hätte er nicht geschrieben das sich Trump politischen Druck beugt. Es ist nunmal sein Markenzeichen, dass er gerade das nicht tut. Er handelt nach von ihm definierten Norwendigkeiten und entwickelt daraus seine Deals und .....
Na klar passt Trump in die rechte Schublade, er ist geradzu ein Musterfall eines Rassissten.

#92 - 21.06.2018, 11:54 von egoneiermann

Zitat von Beat Adler
Solange der grosse wirtschaftliche Unterschied zwischen Nordamerika, USA plus Kanada und Lateinamerka besteht, sammeln sich Immigranten an der Suedgrenze der USA. mfG Beat
Es geht teilweise gar nicht mehr ums Geld. Gerade aus Mexiko suchen die Menschen einfach nach einem sichereren Leben, da dort staatliche Strukturen immer mehr zerbröckeln. Die Politik Trumps macht das Problem nicht wirklich besser.

#93 - 21.06.2018, 11:57 von smsderfflinger

Zitat von Actionscript
Es gibt kein Gesetz, Flüchtlinge ins Gefängnis einzusperren. Trump hat angeordnet, Asyl-suchende, die über die Grenze kommen, wie Kriminelle zu behandeln und einzusperren. Das neue Dekret ist Augenwischerei für seine Fans und vielleicht einige aufmüpfige Republikaner vorübergehend ruhig zu stellen. Und wenn sie legal an einer Grenze Asyl suchen, so werden sie schon vor der Grenze gestoppt, um keinen Fuss auf amerikanischen Boden zu setzen. Soweit zur legalen Einwanderung. Wurde heute bei PBS berichtet.
Im Artikel noch Migranten , plötzlich Asylsuchende? Die richtige Bezeichnung ist wohl doch : illegale Grenzübertreter. Auch wenn Ihnen und vielen anderen hier das nicht gefällt, zuerst mal sind das Straftäter.
Daran ändert auch nichts, dass Trump eine für ihn typische Dummheit begangen und ein brutales Vorgehen gegen die Rechtsbrecher angeordnet hat, die die einzigen Unschuldigen - die Kinder - hart getroffen hat.
Nationaler und internationaler Druck hat ihn - zu recht - gezwungen, diese Praxis aufzuheben, was aber nichts daran ändern wird, dass er seine grundsätzliche Linie beibehalten wird.
Dass sogen. Asylsuchende schon vor betreten US - amerikanischen Bodens gestoppt werden, um die venet. Berechtigung eines Asylantrags zu prüfen ist nicht zu beanstanden, genau das plant die EU auch. So verhindert man, dass Asyltouristen ins Land kommen und dort entweder untertauchen oder durch langwierigen Rechtsstreit sich ein "Duldungsrecht" verschaffen.
D

#94 - 21.06.2018, 12:05 von smsderfflinger

Zitat von isi-dor
Toleranz ist ein christlicher Wert. Von Null-Toleranz steht nichts in der Bibel.
Toleranz ist allenfalls ein Wert im Neuen Testament und keinesfalls nur in christlich geprägten Gesellschaften zu Hause. Gerade die sooft angefeindeten muslimisch geprägten Gesellschaften waren in früheren Zeiten wegen ihrer Toleranz berühmt. Dafür haben zu jener Zeit gerade die christlichen Gesellschaften trotz der Botschaft des NT eine strikte Null- Toleranz Politik vertreten...
D

#95 - 21.06.2018, 12:08 von misterknowitall2

Zitat von ejona
Ist es Ihnen nicht langsam selbst unangenehm, jeden Morgen eine neu Sau gegen Donald Trump durchs Dorf zu treiben? Der Mann macht eine erstklassige Politik für sein Land! Daran sollte sich unsere Bundeskanzlerin einmal orientieren, anstatt sich in Europavisionen zu verträumen!
Erstklassige Politik? Wo leiten sie das denn ab? Weil er konsequent gegen Migranten vorgeht? Na klar, das sagen ja die meisten, die einen Trump toll finden. Aber was ist jenseits der Flüchtlingsfrage? Handels-, und Diplomatenkrieg mit allen Verbündeten. Strafzölle über die sich die Industrie und der Handel sicher freuen. Rückwärtsgewandte Energiepolitik, missratenen Steuerpolitik, usw. usf. Dafür spielt er lieber mit Kim und Konsorten Sandkastenspiele.

Besser wenn Merkel sich daran nicht orientiert.

#96 - 21.06.2018, 12:09 von cipo

Ganz heimlich, still und leise wird von der Trump-Regierung übrigens gerade auch eine Kommission eingerichtet, die alle Einbürgerungen überprüfen soll. Wer im Laufe des Einbürgerungsprozesses unrichtige Angaben gemacht hat, soll seine US-Staatsbürgerschaft wieder verlieren. Das wirft die pikante Frage auf: Wie lange wird es dauern, bis die derzeitige First Lady ausgewiesen wird?

#97 - 21.06.2018, 12:14 von denkstop

Kriminalisierung?

Ich lese immer wieder, dass unschuldige Migranten kriminalisiert würden. Durch die Einreisen als Asylsuchende hätten sie ja nichts verbotenes gemacht. Ich halte das für Unsinn. Ich benutzte mal einen unbewachten Grenzübergang in die Schweiz und wunderte mich, dass es so was gibt. Mit gemischten Gefühlen ging ich über die Grenze. Ich glaube nicht, dass irgendjemand ohne Einreiseerlaubnis eine Grenze übertritt und dabei ernsthaft denkt, das sei kein Problem. Wer dabei noch seine Kinder mitnimmt handelt unverantwortlich. Da kann Trump nichts dafür, daß war schon immer so. Und nicht nur in den USA muss man dann mit Konsequenzen rechnen. In unserem vormals geteilten Land wurde man dabei erschossen. Und wenn nicht von Grenzern, dann von Selbstschussanlagen. Oder man ist auf eine Mine getreten. So what? Anstatt Trump für die Verantwortungslosigkeit mexikanischer Eltern die Schuld in die Schuhe zu schieben, sollten wir in D mal schauen, das abgelehnte Asylbewerber nicht einfach wieder einreisen.

#98 - 21.06.2018, 12:17 von bacillus.maximus

Zitat von egoneiermann
Es geht teilweise gar nicht mehr ums Geld. Gerade aus Mexiko suchen die Menschen einfach nach einem sichereren Leben, da dort staatliche Strukturen immer mehr zerbröckeln. Die Politik Trumps macht das Problem nicht wirklich besser.
Die Tatsache dass auf Seiten mexikanischer Drogenbarone immer wieder frisch angelieferte deutsche Maschinenpistolen und -Gewehre auftauchen allerdings auch nicht.

Da haben wir das gleiche wie bei uns. Nur bricht bei uns keine TV-Moderatorin live in den Nachrichten in Tränen aus weil wieder mal hunderte Flüchtlinge bei der Boots-Tour über das Mittelmeer ertrunken sind.
Da stimmt die Verhältnismässigkeit wie man mit dem Geschehen im Diskurs umgeht einfach nicht mehr, und das hat damit zu tun wem man gerade damit einen reinwürgen kann.
Ich habe vor Trump hier bei uns noch nie irgendwelches öffentliche Interesse an der seit 1995 stehenden Grenzarmierung von unserer Seite gehört. Seit Trump ist es auf einmal ein Verbrechen, obwohl Clinton das Ding hat bauen lassen. Sind zwar Sehschlitze drin, kreisen aber trotzdem Hubschrauber, hängen Kameras dran und wer versucht drüberzukommen musste auch unter Demokraten jederzeit mit bleihaltiger Luft rechnen.

Ich kann bald keine Differenzierungskriterien zwischen Journalisten und Spin-Doctors mehr ausmachen, weil alles nur noch nach der schnellen und grellen Schlagzeile geifert.

#99 - 21.06.2018, 12:17 von kajoter

Trump

Ich empfehle allen, die sich immer noch Illusionen über den Donaldissimus machen, auf Youtube eine Diskussion in der Universität von Oxford mit Tony Schwartz anzuschauen. Dieser war der Ghostwriter von Trumps Buch "The Art of the Deal" und hat infolgedessen etwa 1 1/2 Jahre lang intensive Gespräche mit ihm geführt.
Das dabei entstehende Bild deckt sich nahezu perfekt mit den Aussagen von Michael Wolff in "Fire and Fury" und mit Trumps Wahlkampf- und Regierungsführung. Und das Bild ist derartig eindeutig, dass man konträre Kommentare recht schnell als Lügen oder Bots identifizieren kann.
Selbst die Unterzeichnung des letzten seiner sog. Dekrete wegen der Familientrennung passt in dieses Bild: Die dafür zuständige Ministerin Kirstjen Nielsen sollte das Wort dazu ergreifen und bedankte sich als erstes für Trumps "great leadership". Eine groteske Szene. Man stelle sich selbiges bitte bei z.B. europäischen Politikern vor, dann wird klar, welches Regime Trump mittlerweile im WH aufgebaut hat.

    Seite 10/11