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US-Regierungsstillstand: Ist Trump sturer als Clinton?

AFP Donald Trump könnte den Negativrekord für Shutdowns in den USA brechen. Bei Vorgänger Bill Clinton dauerte der Regierungsstillstand 21 Tage. Worüber früher gezofft wurde: Abtreibungen, Kriegsschiffe - und jede Menge Geld.
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#1 - 09.01.2019, 17:05 von gammoncrack

Na, wenn Obama

aus einem solchen Streit als Sieger hervorgegangen ist, wird Trump nie akzeptieren, wenn er als Verlierer hier heraus geht.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

#2 - 09.01.2019, 17:10 von Frietjoff

Und die Moral: Demokraten gewinnen diese Konflikte

Und die Demokraten haben all diese Konflikte gewonnen.¹ Der Grund ist simpel: Demokraten sehen das »Government« (also Exekutive+Legislative) überwiegend als positiv gestaltende Kraft. Republikaner sehen es hingegen als bestenfalls wirkungslos und schlimmstenfalls als durch und durch verdorben (und deshalb haben sie auch weniger Skrupel, es völlig irgendwelchen Lobbyisten zu überlassen).

Die allermeisten Bürger wissen bei aller Meckerei aber zu schätzen, was der Staat für sie tut und wollen staatliche Leistungen dann doch nicht missen. Das ist auch diesmal nicht anders. Trump kann sich auf den Kopf stellen, aber auch er wird hier verlieren.

_____________
1. Bevor jetzt ein Haarspalter kommt: Jimmy Carter repräsentierte in seinem Shutdown auch die demokratische Politik, gegen die Lobbyisten der Rüstungsindustrie

#3 - 09.01.2019, 17:20 von muellerthomas

Zitat von gammoncrack
aus einem solchen Streit als Sieger hervorgegangen ist, wird Trump nie akzeptieren, wenn er als Verlierer hier heraus geht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Aber wir wissen doch, dass Trump die Fakten völlig egal sind - er wird sich so oder so als Sieger präsentieren.

#4 - 09.01.2019, 17:29 von family1

Je laenger es dauert , desto besser fuer die Demokraten.

Je laenger der Shutdown dauert , desto mehr zukuenftige Waehler verliert Trump fuer seine Wiederwahl. Trump schadet sich nur selber damit und merkt es nicht mal...LOL . Die 5 Milliarden fuer die Mauer/Zaun bekommt er NIE . Die Demokraten wollen doch nicht bei seinem Wahlversprechen Hilfe leisten. Dann koennte er ja dummerweise wiedergewaehlt werden.

#5 - 09.01.2019, 17:39 von jsavdf

Wann kostet

Die Mauer weniger als der Shutdown. Oder kann wer den breakeven Punkt abschätzen?
Beide Parteien agieren verantwortungslos. Wenn man weiß dass der Streit zu 5-30 Tagen Stillstand führt, dann. Fängt man eben 30 Tage eher an darüber zu verhandeln. Naja der deutschen ihre Koalitionsverhandlungen sind der Amis ihre Shutdowns.
Drama baby. Es dauert dann nicht mehr lange dann ist das das Ritual ausgelaugt und man fährt sogar Militär und Verteidigung runter.

#6 - 09.01.2019, 17:44 von hamburgwolfgang

Die Demokraten haben die Tauzieherei damals gewonnen,

weil das Geld gut angelegt wurde, und nicht wie jetzt von Donald Trump zusätzliches Geld für eine irre Mauer gefordert wird, obwohl er doch großspurig angekündigt hat, dass die Mexikaner sie bezahlen werden. Die haben aber dankend abgelehnt. Vielleicht kann Donald Trump sie ja aus seinem Privatvermögen bezahlen, wenn Mexiko das schon nicht macht.

#7 - 09.01.2019, 18:51 von larsmach

Die Mauer kostet nicht 5 Mrd - schon vergessen!!???

Trump selbst hat längst eingeräumt, dass es mit 5 Milliarden Dollar für einen völlig anachronistischen "Schutzwall" lange nicht getan ist! - Abgesehen vom irrsinnigen Wahlversprechen, ein anderes Land werde diese Blödsinn bezahlen, handelt Trump längst höhere "Gesamtkosten", die weit in den zweistelligen Milliardenbeträgen liegen - und die zusätzlich zu hohen jährlichen Ausgaben führen, denn auch ein 20 m hoher Zaun (bzw. die Mauer, die daraus ja noch werden soll!) ist kein Hindernis, solange nicht in kurzen Intervallen - und über die KOMPLETTE Länge - massenhaft Personal für Patrouillen eingesetzt wird. Anscheinend haben einige Diskutanten die Offiziersschule nicht besucht, um sich im Sperrenbau und -betrieb ein paar Grundkenntnisse anzueignen. Im Übrigen darf man davon ausgehen, dass Druck auf manch korrupte Regierung und die Finanzierung von Qualifikationsprojekten usw. sehr viel mehr (nachhaltigen!) Nutzen stiften als ein dicht zu bewachender Wall. Schon lange vor Trumps Amtsantritt hat die Zahl der aus den USA gen Mexiko zurückkehrenden Mexikaner die Zahl der Neuankömmlinge überstiegen: Grund dafür war die stete Entwicklung der mexikanischen Wirtschaft. Hier liegt - selbstverständlich! - der Schlüssel. Nicht in Stahl oder Beton.

#8 - 09.01.2019, 18:55 von larsmach

Trump: "We’re talking about a wall for $20 billion, $15 billion" (Dez)

Zitat von family1
Je laenger der Shutdown dauert , desto mehr zukuenftige Waehler verliert Trump fuer seine Wiederwahl. Trump schadet sich nur selber damit und merkt es nicht mal...LOL . Die 5 Milliarden fuer die Mauer/Zaun bekommt er NIE . Die Demokraten wollen doch nicht bei seinem Wahlversprechen Hilfe leisten. Dann koennte er ja dummerweise wiedergewaehlt werden.
a) 5 Milliarden sind nur der erste Schritt (Trumps Kabinett hat beim Kongress insgesamt 25 Milliarden beantragt!), b) in sämtlichen Baukosten sind die jährlichen (!) Kosten für gewaltigen Personalaufwand nicht enthalten, um die neue lückenlose Mauer entlang der gesamten (!) Grenzlinie zu überwachen - denn ansonsten ist jede noch so hohe Mauer sinnlos.
https://www.washingtontimes.com/news/2018/dec/7/donald-trump-cuts-price-tag-border-wall-15-billion/

#9 - 09.01.2019, 22:30 von motzkistenbewohner

Trump hat schon verloren

Nancy P. macht schon seit dem Paläolithikum Politik und weiß ganz genau wohin der Hase läuft. Wenn die Demokraten jetzt auch nur einen Hauch nachgeben, ohne das Bedingungen durchgesetzt werden, werden die Republikaner oder besser gesagt Trump nonstop den Shutdown als Druckmittel mißbrauchen wenn es nicht nach seiner Pfeife geht. Also werden die Demokraten erstmal schön die Füsse stillhalten, wenn sie klever sind.
Und wenn Trump nachgibt wird er ad hoc zur lahmen Ente.
Aber wenn die Demokraten es auf die Spitze treiben, werden sie in ein paar Tagen unter einem Höllen-Tamtam einen Vorschlag zur Rettung der Nation präsentieren, und dann liegt das faule Ei in Trumps Hälfte.
Nimmt er den Vorschlag +/- an sind die Demokraten die Helden. lehnt er den Vorschlag ab, ist er der Buhmann.
Die US-Amerikanische Politik ist sehr merkantil, d.h. wenn Trump mehr "kostet" als er "einbringt" wird man den Seiteneinsteiger fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

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