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US-Republikaner und Migrantenkinder: Eine Frage des Gewissens

AFP Die Krise um Migrantenkinder im Süden der USA spitzt sich zu: Jetzt wollen selbst entsetzte Republikaner die Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko beenden. Doch Präsident Trump gibt sich kompromisslos.
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#1 - 20.06.2018, 11:43 von Jochenberlin

Trump benimmt sich wie ein Monster...

...anders kann ich das nicht mehr bezeichnen. Wer Kinder in einer ihnen total fremden Umgebung von ihren Eltern trennt, hat wohl überhaupt keinen Funken Menschlichkeit in sich. Deutschland sollte diesen "Politiker" nicht mehr neutral, sondern als Feind einstufen und entsprechend behandeln, aber trotzdem mit anderen amerikanischen Stellen im Gespräch bleiben. Seine weiteren jüngsten Entscheidungen (Zölle gegen China) und Äußerungen (angeblicher Anstieg der Kriminalität in Deutschland) sprechen eine klare Sprache: er ordnet alles und jeden seinem Motto "America first" unter, ohne Rücksicht auf die Folgen, er lügt dabei, dass sich die Balken biegen. Weg damit, möglichst bald!

#2 - 20.06.2018, 11:45 von doktorfeinfinger

Impeachment

Bisher dachte ich, die sauberste Lösung sei, Trump einfach bis zum Ende seiner Präsidentschaft machen zu lassen und ihn dann vom US Wähler mit Schimpf und Schande vom Hof zu jagen. Hier überschreitet er aber eine Grenze, die offenbar auch vielen Republikanern suspekt ist. Ein Impeachment-Verfahren basierend auf der russischen Hilfe in seinem Wahlkampf sollte jetzt in die Wege geleitet werden. Der Mann ist moralisch, intellektuell und menschlich völlig ungeeignet für das mächtigste Amt der Welt. Es geht ihm nicht um die USA nur um sich selbst!

#3 - 20.06.2018, 11:54 von ihawk

Gewissensentscheidung

Das Hauptproblem ist, dass Entscheider in den USA kein Gewissen haben, sondern nur vorgeben eines zu haben.
Ich habe 20 Jahre in den USA gelebt und weiß wovon ich rede.

#4 - 20.06.2018, 12:07 von großwolke

Beide Seiten haben Recht - Wo liegt der Fehler?

Technisch gesehen macht die Trump-Administration hier nichts falsch, in anderen Forenthreads zu dem Thema ist viel Richtiges gesagt worden über die Strafbarkeit illegaler Einwanderung und die grundsätzliche Richtigkeit des Vorgehens, Kinder nicht zusammen mit ihren Eltern ins Gefängnis zu stecken. Genauso ist es aber auch richtig, dass man Kleinkinder nicht einfach so von ihren Eltern trennen sollte. Wenn zwei richtige Standpunkte einen so starken Konflikt zur Folge haben, gibt es meistens viel weiter unten im Gedankengebäude ein grundsätzliches Problem, das zuerst aufgelöst werden muss. Ich habe so meine eigenen Ideen zu dem Thema, aber viel wichtiger, als diese kundzutun, wäre es mir, wenn abseits der akuten Hysterie jeder mal innehält und sich ehrlich fragt, wo er/sie dieses Problem sieht.

#5 - 20.06.2018, 12:15 von sven2016

@ihawk

Da muss ich Ihnen Recht geben. Die Immigration Offices und inzwischen auch ICE sind nicht mit "Americas Finest" besetzt, sondern mit allmächtigen Bürokraten, die quotengesteuert werden.

Der Begriff "Aliens" hat für die oft noch beide Bedeutungen zugleich.

Trumps "Alle Ausländer sind kriminell und wollen Amerika schaden" hat das nicht wesentlich verbessert.

#6 - 20.06.2018, 12:27 von mavmike

DT würde sich wundern...

wenn er alle illegalen mittelamerikanischen Einwanderer auf einmal loswerden könnte, wer ihn dann in den Restaurants bedienen, sich um seine Wäsche im Waschsalon kümmern oder seinen Müll abtransportieren würde. Diese Liste lässt sich wahrscheinlich noch lange fortsetzen. Die US Wirtschaft würde massiv darunter leiden! ?America first? geht nicht ohne Einwanderer. Schwachsinnig genug diese Idee!

#7 - 20.06.2018, 12:28 von schorri

Ach was

Eine Frage des Gewissens?
Ja.
Aber werkein Gewissen hat, wie Trump und all jene, die sich freiwillig in seinen Dienst stellen, dem kann auch kein Gewissen unbequeme Fragen stellen.
Und wenn die Fragen nicht durch das eigene Gewissen gestellt würden, sondern einfach durch jemanden, der kein Unmensch ist wie eben diese Leute, dann wäre denen die Frage nicht unbequem.
Denn das setzte wiederum ein Gewissen voraus.

#8 - 20.06.2018, 12:29 von claus7447

Der Zerstörer

Diese Taktik hat Trump von Beginn an gewollt und angekündigt. Weg von den bisherigen Gepflogenheiten - egal gegen wen. Als erstes alles was Obama unterzeichnet hat widerrufen, Sein Verfolgungswahn gegenüber der anderen Nationen (Canada, Mexiko, China, D) den er ja schon seit über 20 Jahren hat, gnadenlos umsetzen. Zerstören was es nur gibt. Aber mit Kim einen lala-Brief unterzeichnen und diesen als das größte Ereignis verkünden - deren Umsetzung so vage ist wie alle bisherigen Vereinbarungen. Bei NK total übersehen, dass der wirkliche Entscheider darüber in Beijing sitzt. Aber Geographie ist in den USA ohnehin nicht besonders ausgeprägt. Es wird viel viel Zeit brauchen um dies wieder zu einem funktionierenden Bündnis zu bringen. Aber USA (zumindest der DENKENDE Teil) merkt langsam was sie sich da geholt haben. Aber wir haben ja genügend Hirnies auch hier in D die ihm zujubeln. Wobei mich wundert, dass die a) SPON lesen (das ist purer Masochismus) und b) nicht ins gelobte Land auswandern (wenn es hier so schlecht ist!).

#9 - 20.06.2018, 12:52 von noll.sabine

Lügen wie Trump

Zitat von großwolke
Technisch gesehen macht die Drumpf-Administration hier nichts falsch .... Strafbarkeit illegaler Einwanderung
großeWolke zu Ihrer Information: Das illegale Übertreten einer Grenze gilt in den USA als geringfügiges Vergehen – Misdemeanor– die üblicherweise nicht mit Gefängnisstrafen geahndet werden. Ein geringfügiges Vergehen soll also mit Kindesentzug, vielleicht sogar für immer bestraft werden? Ich sage für immer, da inzwischen Behördenvertreter zu Bedenken gegeben haben, dass es in vielen Fällen unmöglich sein wird, Kinder und Eltern wieder zusammenzuführen, da die Kinder im Pflegedschungel verschwinden werden. Die offiziellen Punkte an der Grenze sind mit voller Absicht der Trump-Regierung unterbesetzt, um die Flüchtlinge zu zwingen illegal die Grenze zu übertreten und bewusst zu kriminalisieren. Gleichzeitig überzieht Trump die Flüchtlinge mit einer Sprache, die man so zuletzt aus dem Dritten Reich gehört hat: Flüchtlinge werden mit Parasiten verglichen, die die USA verpesten. Wer sich jetzt nicht von Trump und seinen Gehilfen distanziert, macht sich mit übelsten Rassisten gemein.

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