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Wahlamt bestätigt: Rechtspopulist Bolsonaro wird nächster Präsident Brasiliens

DPA Jair Bolsonaro hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien gewonnen. Das bestätigte das Wahlamt. Nach ersten Auszählungen hat der ultrarechte Kandidat der vergleichsweise kleinen Partei PSL 56 Prozent der Stimmen geholt.
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#1 - 29.10.2018, 00:25 von Atheist_Crusader

Ich kann zumindest zum Teil verstehen warum solche Politiker gewählt werden... erschreckend finde ich aber, wenn es mit einem Land und einer Gesellschaft soweit gekommen ist, dass das so vielen Leuten wie eine gute Option erscheint.

#2 - 29.10.2018, 00:30 von duke_van_hudde

Ich bin gespannt ob er Paulo Guedes zum Minster macht

und ob der seine Vorstellungen von Wirtschaft durchsetzen kann. Die linke VWL rund um Keynes hatte ja die letzten 2-3 Jahrzente klar die Oberhand aber vielleicht schlagen jetzt Friedman und Heyek zurück. Wobei ich mir halt kaum vorstellen kann das die Vorstellungen eines Paulo Guedes durchsetzen können.

#3 - 29.10.2018, 00:38 von smart75

Traurig

...das erneut ein Rechtspopulist mit plumpen Sprüchen und ohne klare Konzepte gesiegt hat. Cambridge Analytica sei Dank. Korrupt ist er selbst und wird das System auch nicht ändern. Die Logik, dass mehr Waffen mehr Sicherheit bringt erschließt sich mir nicht. Das Gegenteil wird der Fall sein - da gibt es weltweit genug Beispiele dafür. Die Gewalt wird wohl in den nächsten Monaten und Jahren explodieren, geschweige denn von Diskriminierung gegen Frauen, Farbige, Schwule und andere Minderheiten. Was wir die letzten Tage gesehen haben war wohl erst der Anfang. Einzig der Real wird sich etwas festigen, da Bolsonaro der gewünschte Kandidat der amerikanischen Hochfinanz ist - das schafft aber noch lange keine Arbeitsplätze und auch keine bessere Bildung. Die Mittelschicht kann dann aber wieder getrost nach Disneyland USA reisen und dort ihr Geld ausgeben, anstatt es in die eigene Wirtschaft zu stecken. In meinem Umfeld wählen alle PT und sind schockiert von den unmittelbaren Folgen die bereits die letzten Wochen zu sehen sind. Fast jeder wurde auf offener Straße bereits bedroht. Es ist mehr als traurig...

#4 - 29.10.2018, 00:42 von ththt

Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den vielen Brasilianern, die nun fürchten müssen wegen ihrer Gesinnung oder Aussehen in Gefängnissen zu verschwinden.
Der Sieg Bolsonaros zeigt, was auch im Westen auf uns zukommen wird: durch die wachsende Ungleichheit verirren sich die Menschen in den Versprechungen von Faschisten, die ihnen das blaue vom Himmel versprechen.
Nicht ganz unschuldig daran ist auch die Arbeiterpartei PT. Sie haben während ihrer Regierungsjahre schleichend den Neoliberalismus Einzug gewähren lassen, was die soziale Ungleichheit verstärkte. Das bot den Nährboden für den Rattenfänger Bolsonaro.
Was Brasilien jetzt braucht, ist eine starke Linke, die die Probleme anhand des Neoliberalismus und Kapitalismus den Menschen aufzeigt und ihnen echte neue Hoffnung, auf ein besseres und gerechteres Brasilien geben kann.

#5 - 29.10.2018, 00:42 von quark2@mailinator.com

Na ich postuliere mal eine Abkehr von BRICs und Hinwendung zu den USA inkl. schönen Privatisierungen. Nach einigen Dingen, die er so gesagt hat, paßt er ganz gut zu Trump. Aber er soll seine 100 Tage haben und ich hoffe auf eine positive Überraschung, habe aber kaum Hoffnung dbzgl.

#6 - 29.10.2018, 00:44 von tjinsz

Kein Wunder

Was soll hier die Sozialdemokratie oder der Liberalimus machen. Wundern muss sich hier keiner. Das Wahlergebis ist nicht Ursache, sondern Symptom.

#7 - 29.10.2018, 00:46 von aggro_aggro

Wahnsinn

Fast 70.000 Mordopfer im Jahr, Armut und Korruption - und die Lösung sehen die Brasilianer in mehr Waffen, weniger Klmaschutz und Homosexuelle verhauen? Wie sind da die Wirkmechanismen?

#8 - 29.10.2018, 01:09 von Now Rob

Rechtswas?

Zitat von smart75
...das erneut ein Rechtspopulist mit plumpen Sprüchen und ohne klare Konzepte gesiegt hat. [...]
Das Wort Rechtspopulist ist ziemlich harmlos. Es sind Faschisten. Also sollten sie auch so genannt werden. Die sogenannten Säuberungen der Gesellschaft werden von allen "Rechtspopulisten" propagiert. Vielleicht hier in D nur hinter manch vorgehaltener Hand, weil wir schon mal "gesäubert" haben und sich keiner diese hässlichen Schuhe anziehen will, obwohl die selben Sprüche und Forderungen gerufen werden wie letztes Jahrhundert. Was man sich darunter vorstellen kann und muss, trifft zu. Alles andere als nur rechts und nur populistisch. Und deshalb müssen sogenannte Rechtspopulisten endlich beim Namen - Faschisten - genannt werden. Seid doch mal ehrlich!

#9 - 29.10.2018, 01:15 von michi11161

Wer ist schuld?

Es gibt zwei Gründe warum die „demokratische Linke“ verloren hat.
Korruption und Sicherheit.
Wenn ich Äußerungen vom Wahlgewinner lese, wird mir auch Schlecht und ich habe Angst.
Aber es ist eine selbstverschuldete Niederlage der Linken.
Das allgemeine wehklagen ist verlogen.
Die „linke“ Korrupt bis unter die Haarspitzen.
Und dann auch noch die Sicherheit der Bürger vernachlässigen.
Sicherheit und das begreifen die meisten Linken nicht, ist die Grundlage von allem,damit meine ich soziale Sicherheit und persönliche Sicherheit vor Kriminalität.
Ein korruptes System, ist kein demokratisches System, auch wenn es sich links gibt.
Ein System das keine Sicherheit bietet, ist es nicht Wert zu Erhalten.
Demokratie braucht Sicherheit, im sozialen,wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und im außenpolitischen.

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