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Zwangsprostituierte im Zweiten Weltkrieg: Bis zum letzten Atemzug

Tsukasa Yajima Die Koreanerin Lee Ok Seon wurde als Mädchen in ein japanisches Armeebordell gezwungen. Auch mit 91 Jahren fordert sie noch immer Entschädigung. Sie ist eines der letzten lebenden Opfer.
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#1 - 09.07.2019, 22:51 von yogtze

Schreckliches Unrecht.

Ich wünsche der Dame alles Gute und hoffe inständig, dass sie ihre späte Gerechtigkeit noch erfährt. Ein solches Unrecht verjährt moralisch nie, ich hoffe, die Verantwortlichen werden ihr eine (wenn auch symbolische) Geste leisten und sich im Namen der damaligen Kriegsverbrecher entschuldigen!

#2 - 09.07.2019, 22:58 von sinopolos

Tapfere kleine Halmoni

Viel Kraft für ihr Vorhaben und -wenn es so weit ist- ein besseres Leben in einer anderen Welt.

#3 - 10.07.2019, 23:00 von Korken

Jetzt hier?

Man bekommt hier leider nur einseitig die Geschichte mit, kein Wort über verschiedene Verträge, Entschuldigungen und Zahlungen Japans, die die Südkoreanische Regierung zwar gerne kassierte aber nichts an die Opfer ausgab. Erst vor kurzem wurde genau darüber erneut verhandelt und beschlossen, nach der Zahlung Japans hieß es, kommt nicht gut an, kündigen den international bindenden Vertrag. Das Geld, tja... was machen wir nun damit. Nein, diese endlose Geschichte der andauernden Fehden kommt der Südkoreanischen Regierung immer gut gelegen, wenn es innenpolitisch mal nicht so läuft. Gerne werden auch andere Darstellungen seitens USA damals nicht gerne gesehen, zeigen diese doch auch ein anderes Bild der auch freiwilligen Meldung zum Geld verdienen. Aktivisten haben auch kein Interesse an einer politischen Aussöhnung, ginge ihnen doch die Daseinsberechtigung verloren. Wie hieß es einmal von einer der Frauen: Ich vergebe nur, wenn mir der Japanische Kaiser persönlich kniend vor mir die Füße küsst. Ja, so kann man alles verhindern. Stattdessen versucht man Japan wo immer möglich zu treffen, sei es mit der Verhinderung eines Entscheids des IGH zu den Liancourt Rocks, der Förderung des Namensstreits um das Japanische Meer, den anschuldigenden Statuen usw. Da gibt es so vieles, was Südkorea hervorragend mit seiner emotionalen Sichtweise in der Welt vermarktet während Japan dagegen "nur" mit Tatsachen argumentiert, die natürlich langweilig sind. Nun täte es Japan sicherlich gut, den 2. Weltkrieg besser aufzuarbeiten aber das ständige anfeuern der Glut seitens Südkorea verhindert dies mit. Ich habe mich intensiv mit den Hintergründen diesbzgl. beider Länder befasst und erkenne auch, dass Südkorea hier meist die Opferrolle vermarktet (nach dem Krieg wohlgemerkt), weil es für Außenstehende sehr leicht erscheint, die Opferseite zu verstehen. Beide Länder können aber auch hervorragend miteinander, besonders in der Entertainmentindustrie sowie Tourismus und haben auch sonst vieles gemeinsam (und das, nachdem jegliches japanische noch bis in die 90er Jahre verboten war - selbst heute noch dürfen keine japanischen TV Drama etc. auf den terrestrischen großen Sendern laufen, Anime werden einkoreanisiert, es sei denn, es gibt eine koreanische Beteiligung). Zum Glück erkennen dank des Internets viele Junge die Vorzüge gemeinsamer Stärke und in der Tat werden mehr und mehr nicht mehr der alleinigen nationalen Propaganda Glauben schenken. Das gilt für die koreanische wie auch japanische Seite. Schade also, dass hier all dies nicht bedacht wird und lediglich ein Tränenartikel rausgehauen wird, ohne Hintergrundwissen.

#4 - 10.07.2019, 23:01 von da1984

Krieg und Vernichten

geschieht, wenn es den Mächtigen langweilig ist und sie genug Idioten für ihre Interessen finden.

#5 - 10.07.2019, 23:13 von ohnefilter

Japan

Die als sanft und höflich geltenden Japaner sind die schlimmsten Rassisten und Nationalisten in Asien. Japan hat im 20. Jahrhundert ähnliche Verbrechen begangen wie Deutschland. Allerdings hat es nie den Versuch einer "Vergangenheitsbewältigung" gegeben. Geschichtsbücher werden von der Regierung zensiert und die grausame Kolonialgeschichte wird als Beglückung unterentwickelter Völker beschönigt. Kaum ein Japaner interessiert sich für diese Dinge, am wenigsten die jungen Leute.

#6 - 10.07.2019, 23:18 von brunobi

Traurig das diesen Frauen eine Entschädigung zu Lebzeiten verwehrt wird.
Auch Deutschland hat sich miserabel aus der Verantwortung gestohlen, bei Zwangsarbeitern, wie auch bei betroffenen Staaten, z. B. Griechenland.

#7 - 10.07.2019, 23:24 von geotie1

Ich glaube, ich kann ein wenig mit ihr Mitfühlen. Meine Mutter ist im 2. Weltkrieg als junges Mädchen vergewaltigt worden und hat in den zwei letzten Jahren ihres Lebens nur darüber geklagt. Besonders schlimm empfand sie nicht die Vergewaltigung an sich, sondern das aus dem Dorf die Jugendlich darüber Bescheid wussten und sich darüber lustig machten.

#8 - 10.07.2019, 00:01 von Schneiderstein

Kann das denn stimmen?

Der Artikel führt aus: "Auch der Konflikt um die "Trostfrauen" verschärfte sich, als Präsident Moon im November 2018 eine Stiftung auflösen ließ. Sie war im Rahmen eines Abkommens geschaffen worden, auf das sich Tokio und Seoul 2015 geeinigt hatten und das eine Zahlung von damals umgerechnet etwa 7,3 Millionen Euro an Reparationen vorsah."
7,3 Millionen??? Das ist ja lächerlich! Das ist unmöglich!
Aber wir haben ja gesehen, was unsere eigenen "Herrenmenschen" im Nachkriegsdeutschland getrieben haben. Insofern wundert mich nichts mehr.

#9 - 10.07.2019, 00:02 von stg01

Lebendige Mahnung

Es ist eine -Gott sei Dank- der wenigen noch lebendigen Mahnungen über die japanischen Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Es ist eine Schande, dass das Thema in vielen japanischen Geschichtsbüchern noch totgeschwiegen wird!

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