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20 Sekunden zu früh: Bahngesellschaft in Tokio entschuldigt sich

AFP Rushhour in Tokio: Die japanische Bahngesellschaft hat sich für die Unpünktlichkeit eines Zuges entschuldigt - er kam 20 Sekunden zu früh. Die Zugführer seien schuld gewesen.
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#10 - 16.11.2017, 21:47 von colouredwolf

Pünktlichkeit

Wenn ich von Shin-Osaka kommend nach ein paar Stunden in Tokyo Station ankomme, kann ich prüfen, ob meine Funkuhr wirklich die korrekte Zeit anzeigt.
Es gibt sie noch, die Bahn, die pünktlich ist. Weniger als 10 Sekunden Verspätung im Jahr beim Shinkansen - bei der Ankunft. Und in Deutschland zählen beim einzelnen Zug 4 m 59 s noch als pünktlich. In Japan erreicht das der durchschnittliche Shinkansen erst nach über 30 Jahren.
Es gibt sie noch, die gute Bahn!

#11 - 16.11.2017, 21:55 von quantumkosh

Ich frage mich ...

...wann ich eine schriftliche Entschuldigung der Bahn bekomme für die vielen hundert Stunden die ich in den letzten 15 Jahren auf verspätete Züge gewartet bzw. in verspäteten Zügen verbracht habe (gerne auch mit einem kleinen Schokoherzchen!). In sofern:Hut ab und allerhöchsten Respekt vor Japan!

#12 - 17.11.2017, 02:24 von Cyman

Zitat von bollocks1
...scheint allerdings ein Zug der Yamanote Line zu sein... Nach der Meiji Restoration hat Japan von westlichen Ländern gelernt, unter anderem das Bahnwesen - Zeit, das wir werde was zurücklernen. Zum Beispiel wie eine moderne Eisenbahn funktioniert. In Japan trotz Tsunami, Taifun, Erdbeben, 365 Tage im Jahr. Die Deutsche Bundesbahn hat nur Probleme im Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Ja, das Foto oben zeigt einen Yamanote-Zug, aber wenn man schon pedantisch sein möchte, dann darf man auch darauf hinweisen, dass es seit 1994 keine Deutsche Bundesbahn mehr gibt. ;-)

#13 - 17.11.2017, 06:22 von sammilch

Zitat von colouredwolf
Wenn ich von Shin-Osaka kommend nach ein paar Stunden in Tokyo Station ankomme, kann ich prüfen, ob meine Funkuhr wirklich die korrekte Zeit anzeigt. Es gibt sie noch, die Bahn, die pünktlich ist. Weniger als 10 Sekunden Verspätung im Jahr beim Shinkansen - bei der Ankunft. Und in Deutschland zählen beim einzelnen Zug 4 m 59 s noch als pünktlich. In Japan erreicht das der durchschnittliche Shinkansen erst nach über 30 Jahren. Es gibt sie noch, die gute Bahn!
Wir Deutschen können einfach mal anfangen, Dinge gelassen zu sehen. 5 Min Verspätung sind nun wirklich nichts, damit kein Grund sich aufzuregen.

#14 - 17.11.2017, 07:15 von muekno

Früher, ganz früher

stand bei der DB ein Beamter (Lokführer, Fahrdienstleiter etc.) kurz vor dem Suizid wenn er eine Unpünklichkeit verschuldet hatte, heute interessiert das keinem mehr. Ich meine immerhin meint die Bahn sie wäre pünktlich wenn 80% der Züge weniger als 5 Minuten unpünktlich sind. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

#15 - 17.11.2017, 07:26 von c.PAF

Tausende Bahnmitarbeiter pinkeln sich gerade ins Höschen vor lachen.

Entschuldigen? Für 20 Sekunden?

Nur das mit dem "zu früh" haben sich nicht verstanden...

#16 - 17.11.2017, 07:31 von wortgewalt87

Wie großzügig...

Zitat von sammilch
Wir Deutschen können einfach mal anfangen, Dinge gelassen zu sehen. 5 Min Verspätung sind nun wirklich nichts, damit kein Grund sich aufzuregen.
Das Problem ist, dass ich meinen Bus, der nur stündlich fährt, verpasse, wenn mein Zug 5 Minuten Verspätung hat. Und dann stehe ich in der Fläche bei Kälte und Regen bis zum nächsten Bus im Unterstand. Wenn ich in die Großstadt will, ist es noch viel schlimmer. Da kosten mich 5 Minuten Verspätung 2 Stunden Wartezeit. Doch, ich rege mich jedes Mal auf, wenn das passiert. Realitär ist das viel zu oft, statistisch gesehen findet das gar nicht statt. Ich bin da völlig ungelassen.

#17 - 17.11.2017, 07:32 von Korken

Wie ich es liebe

Nette Geschichte, aber das ist Japan wie ich es kenne und liebe. Ja, der abgebildete Zug ist die Yamanote Linie und diese ist im Grunde eine/die S-Bahn-Ringlinie schlechthin, aber das macht doch hier nichts aus.

Zugführer dort generell sind eine hochmotivierte und überaus genaue Personalität. Die Ausbildung ist scharf und auf die Sekunde genau wird trainiert. Ein Zugführer sollte in der Lage sein, alleine anhand von Fahrgeräuschen zu erkennen, wie schnell er fährt und das können die. Erstaunlicherweise fast auf das km/h genau! Die inneinander verzahnten Fahrpläne gestatten kaum Abweichungen, die Yamanote fährt in der Rush Hour alle 2 Minuten - und ist pünktlich. Ein zweiter Zugbegleiter am hinteren Ende überwacht das Ein- und Aussteigen und schließt die Türen - mit einer netten, stationsabhänigen Melodie. Auf dem Bahnsteig selbst sind oftmals gleich mehrere Angestellte im EInsatz und sehen zu, dass keiner eine Tür blockiert (auf so eine Idee käme man dort gar nicht).

Pünktlichkeit und Respekt voneinander machen dort viel aus im dichtgedrängten Öffentlichen Nahverkehr. Er ist grundsätzlich sauber und es gibt keinen Vandalismus. Bei uns kann man darauf kaum hoffen. Da amüsiert man sich lieber in den sozialen Medien darüber.

#18 - 17.11.2017, 08:33 von Waldemar Peschel

eigentlich ist es völlig wurscht...

...viel mehr können wir uns beruhigt zurücklehnen dass es nicht hieß: "...der Zugführer gönnte sich einen Sake, griff zum Samureischwert und zog sich zurück um sein unverzeiliches Tun zu sühnen..." Ergo, es sind keine "Köpfe gerollt" - Japan, Du hast es besser...

mit shinkaneskem Gruß...

#19 - 17.11.2017, 08:58 von Alfons Emsig

Rushhour

Der Vorfall ereignete sich um morgens um 9:44 Uhr Ortszeit in Fahrtrichtung stadtauswärts, da ist die Rushhour längst vorbei. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb für das Aus- und Einsteigen der Fahrgäste nur 40 Sekunden ausreichten und der Zug daher bereits um 9:44 und 20 (statt 40) Sekunden weiterfahren konnte. Es hätte durchaus passieren können, dass wegen der längeren Taktzeiten außerhalb der Rushhour verärgerte Fahrgäste zurückgelassen wurden - dies war jedoch nicht der Fall. Während der Rushhour sind Pendlerzüge auch in Japan öfter mal unpünktlich, allerdings meistens nur um wenige Minuten und eben niemals zu früh.

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