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23 Mal auf dem Gipfel - Weltrekord: Der Mount-Everest-Mann

NARENDRA SHRESTHA/ EPA-EFE/ REX Auf dem Mount Everest stehen - viele Bergsteiger sind froh, wenn sie das einmal im Leben schaffen. Doch Kami Rita kraxelt immer wieder auf den höchsten Gipfel der Welt. Jetzt gerade zum 23. Mal.
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#1 - 15.05.2019, 13:12 von quark2@mailinator.com

Und anstatt dabei selbst Sherpa-Hilfe zu brauchen, leistet er sie anderen. Schon klasse, wozu der menschliche Körper in der Lage ist, nachdem er sich angepaßt hat.

#2 - 15.05.2019, 14:05 von TipTopTap

zu #1

Nun ganz allein wird auch er es nicht schaffen auf solch einen Berg schaffen, denn solch eine Besteigung ist immer eine Teamleistung. Sicherlich ist er darin aber zu den Leistungs"-Trägern" zu zählen, der durch seine Konditionierung auch bestens für solch eine Aufgabe geeignet ist.

#3 - 15.05.2019, 15:04 von vera gehlkiel

Als Bergwandererin mit bislang weit mehr Begeisterung als Zeit dafür "interessiere" ich mich natürlich mittelbar auch für Extrembergsteigen. Der einzige, der mir im Zusammenhang damit gerade einfällt, der sich auch mit dem Aspekt "Kolonialismus" und der Situation von Sherpas auseinandersetzte, ist Bergsteigerikone Reinhold Messner. Nur dieser Größte aller Grossen des Sports bringt wohl die Bescheidenheit auf, sich mit westlicher Ruhmsucht vs "asiatischem Pragmatismus" auseinanderzusetzen. Ich finde, wenn es schon so sein muss, dass sich peinliche Overachiever-Touristen in schwindelerregende Höhen von diesen "Rikschafahrern in der Senkrechten" schleppen lassen, sollten Entlohnung und Lebensrisiko zueinanderpassen. Davon kann aber wohl leider gar keine Rede sein.

#4 - 15.05.2019, 16:13 von uzsjgb

Zitat von TipTopTap
Nun ganz allein wird auch er es nicht schaffen auf solch einen Berg schaffen
Warum nicht? Es gibt genügend Bergsteiger, die einen 8000er solo bestiegen haben. Was sollte ihn daran hindern?

#5 - 15.05.2019, 17:55 von ge1234

Himmel hilf...

Zitat von vera gehlkiel
Als Bergwandererin mit bislang weit mehr Begeisterung als Zeit dafür "interessiere" ich mich natürlich mittelbar auch für Extrembergsteigen. Der einzige, der mir im Zusammenhang damit gerade einfällt, der sich auch mit dem Aspekt "Kolonialismus" und der Situation von Sherpas auseinandersetzte, ist Bergsteigerikone Reinhold Messner. Nur dieser Größte aller Grossen des Sports bringt wohl die Bescheidenheit auf, sich mit westlicher Ruhmsucht vs "asiatischem Pragmatismus" auseinanderzusetzen. Ich finde, wenn es schon so sein muss, dass sich peinliche Overachiever-Touristen in schwindelerregende Höhen von diesen "Rikschafahrern in der Senkrechten" schleppen lassen, sollten Entlohnung und Lebensrisiko zueinanderpassen. Davon kann aber wohl leider gar keine Rede sein.
... ob nun Fussball oder wie hier Extrembergsteigen, gibt es eigentlich irgendein Thema, zudem Sie Ihren albernen Schmonzes loslassen, von dem Sie auch Ahnung haben? Sherpa-Bergführer wie Kami Rita oder Apa Sherpa verdienen pro Saison zwischen 20.000 und 25.000 EUR und sind somit für nepalesische Verhältnisse absolute Spitzenverdiener. Das einzig peinliche ist, wenn jemand wie Sie, für die die winterliche Neureuth schon ein unlösbares alpines Problem darstellt, sich über "Overachiever-Touristen" mokiert. Glauben Sie mir, jeder einzelne Teilnehmer dieser geführten Everest-Expeditionen hat mehr alpine Erfahrung im kleinen Finger als Sie in Ihrem "Bergwanderleben" jemals erreichen werden. Die würden sonst noch nicht mal über den Khumbu-Eisbruch kommen.

#6 - 15.05.2019, 18:34 von matteo51

Nichts für ungut, aber...

Zitat von vera gehlkiel
Als Bergwandererin mit bislang weit mehr Begeisterung als Zeit dafür "interessiere" ich mich natürlich mittelbar auch für Extrembergsteigen. Der einzige, der mir im Zusammenhang damit gerade einfällt, der sich auch mit dem Aspekt "Kolonialismus" und der Situation von Sherpas auseinandersetzte, ist Bergsteigerikone Reinhold Messner. Nur dieser Größte aller Grossen des Sports bringt wohl die Bescheidenheit auf, sich mit westlicher Ruhmsucht vs "asiatischem Pragmatismus" auseinanderzusetzen. Ich finde, wenn es schon so sein muss, dass sich peinliche Overachiever-Touristen in schwindelerregende Höhen von diesen "Rikschafahrern in der Senkrechten" schleppen lassen, sollten Entlohnung und Lebensrisiko zueinanderpassen. Davon kann aber wohl leider gar keine Rede sein.
Reinhold Messner ist (war) ein großer Bergsteiger, kein Zweifel.
Ihn als den Größten der Grossen des "Sports" zu bezeichnen und ihm Bescheidenheit zuzuschreiben halte ich dann doch für ziemlich übertrieben.
Schauen Sie hinter die Kulissen - ihre Meinung wird sich, was die Eigenschaft Bescheidenheit angeht - vielleicht ändern.

#7 - 15.05.2019, 23:59 von werner_grzimek

Der 'Everest' ist ein GUTES GESCHAEFT FUER DIE GANZE REGION!

Ich bin seit 30 Jahren "Technischer Bergsteiger" und war 1972 zum ersten mal am Everest.
-Die ganze Region hat sich Dank des Everest-Tourismus' zur einkommensstaerksten Region von Nepal (Einkommen/Kopf) entwickelt! Mit vielen Einheimischen die davon profitieren. --- Eine vorbildliche Entwicklung fuer ein 'Developing Country' ---- Das "Everst-Geschaeft" kann Nepal sicherlich verdoppeln oder verdreifachen. In Europa gehen ja auch die Berg-Touristen zu Hunderten -Tausenden auf das Matterhorn - Ohne Bergsteiger zu sein....
- Die 'Bergsteigerei' am Everest ist etwas fuer zahlungsfaehige "Adventure Touristen on Steroids" (incl. Behinderte wie Blinde, Einbeinige) die ziemlich fit sein sollten oder aber von Sherpa's gegen viel Geld hoch gezogen werden, wenn diese genug bezahlt haben (oft im Voraus).

---- Mit klassischem Bergsteigen hat das aber nur wenig zu tun. Mit den meisten von diesen Everst Climbern wuerde ich aus Sicherheitsgruenden NICHT auf eine schwierige Bergtour in Europa gehen :-))))))

#8 - 16.05.2019, 01:56 von Tanja Müller

Rekorde

Zumindest stutzt so ein Artikel mal die anreisenden Expeditionshelden etwas zurecht... Lhakpa Sherpa hält übrigens den Rekord bei den Damen. Und was die tollen Arbeitsmöglichkeiten betrifft:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/reise/asien/ein-lebensgefaehrlicher-job-wir-sherpas-sind-keine-packesel/13539088.html

#9 - 16.05.2019, 15:41 von worlorn

Zitat von ge1234
.. jeder einzelne Teilnehmer dieser geführten Everest-Expeditionen hat mehr alpine Erfahrung im kleinen Finger als Sie in Ihrem "Bergwanderleben" jemals erreichen werden.
Was reden Sie da für einen Unsinn! Es werden selbst Leute hochgebracht, die zum ersten Mal Steigeisen an den Füßen haben. Künstlicher Sauerstoff ist obligatorisch, wodurch der Everest auf einen ca. 6500er reduziert wird und zwar ein bergsteigerisch leichter, i.W. Gehgelände (auf dem Normalweg natürlich). Die Aufstiegsroute ist komplett präpariert, mit Fixseilen, Leitern, Zelten. Materialdepots. Nur so kommen die "Touristen" (ich spitze bewusst zu) überhaupt durch den Eisbruch und über den Hillary-Step. Und wenn die Kräfte schwinden, steht der Sherpa bereit, um nachzuhelfen. So wurde schon mancher buchstäblich auf den Gipfel geschleppt. Das ist widerlich und hat mit seriösem Bergsteigen nichts zu tun. Unter Alpinisten gilt heute eh nur eine Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff als eine echte.

Den Rummel um den Everest halte ich sowieso für grotesk überzogen. Auch die Erstbesteigung war keine wirklich herausragende Leistung. ganz anders am K2, Nanga Parbat, Annapurna und Kangchendzönga, den schwierigsten und gefährlichsten Achttausendern. Die mit Abstand größte Einzelleistung aller Erstbesteigungen war die von Buhl am Nanga Parbat, die einzige Solo-Erstbesteigung, mit weiteren Rekorden, wie die größte Höhendifferenz vom letzten Lager zum Gipfel. Was Buhl da vollbrachte, ist fast unvorstellbar, wohl die größte bergsteigerische Tat jemals. Niemand würde das heute noch wagen.

Wo sind denn die "Touristen"-Expeditionen an diesen Bergen? Am Nanga Parbat z.B. geht der Normalweg durch die Diamir-Flanke, die zweithöchste Wand der Welt, im unterem Teil sehr steil und gefährlich. Nur Extrembergsteiger kommen da hoch.

Gerade lächerlich ist es, Messner am Zeug flicken zu wollen. Er gilt in der Szene unbestritten als der größte Bergsteiger der Geschichte. Nur ein kleines Beispiel: Die Doppelüberschreitung von Gasherbrum I und II mit Kammerlander ist bis heute unwiederholt. Kammerlander hält auch immer noch den Rekord für die schnellste Everest-Besteigung, mit Skiern im Schlepptau und selbstverständlich nur mit natürlicher Luft.

Das ist wirklich großes Bergsteigen, von dem man Achtung haben muss, aber für den Kommerz-Kram habe ich keine.

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