Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Reise

Alpenüberquerung mit Fahrrad und Skiern: 33.486 Höhenmeter bis Nizza

Max Kroneck, Jochen Mesle & Philipp Becker Von Süddeutschland bis an die Côte d'Azur sind Jochen Mesle und Max Kroneck gefahren - auf Fahrrädern und Skiern. Sie legten in 42 Tagen 1850 Kilometer über die Alpen zurück, immer den schönsten Gipfeln nach.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 06.07.2019, 08:31 von Akademikr

Nichts besonders

...sorry ich habe mit 16 (vor 30 Jahren) mit dem Fahrrad die Alpen durchquert, gestartet in Hessen, über Vogesen, Alpen Nord-Süd bis Nizza, dort zwei Tage Aufenthalt und AUF DEM FAHRRAD zurück nach Hessen.
Gesamtdauer 23 Tage. Ohne Skifahren okay, aber deutlich mehr Höhenmeter ;) trotzdem bekommt ihr meinen Respekt ;)

#2 - 06.07.2019, 09:12 von Carbonrad

Was ´ne geile Tour!

Absolut bewundernswert - Respekt!
Nur: mit 50 kg Gepäck kommt beim Radfahren nicht wirklich Fahrspaß auf.

#3 - 06.07.2019, 09:47 von Papazaca

Westalpentour mit dem Mountainbike

Zitat von Akademikr
...sorry ich habe mit 16 (vor 30 Jahren) mit dem Fahrrad die Alpen durchquert, gestartet in Hessen, über Vogesen, Alpen Nord-Süd bis Nizza, dort zwei Tage Aufenthalt und AUF DEM FAHRRAD zurück nach Hessen. Gesamtdauer 23 Tage. Ohne Skifahren okay, aber deutlich mehr Höhenmeter ;) trotzdem bekommt ihr meinen Respekt ;)
Das erinnert mich an meine Westalpentour vor 20 Jahren, von Martigny nach Ventimiglia. in 10 Tagen. Unvergessen ist der Aufstieg zum Colle Caro, nachdem ich die Nacht auf einem Felsen übernachtete, es wurde zu früh dunkel. Gott sei Dank war es im Hochsommer. Da ging es dann an einem Seil zum Gipfel. Schwachsinn pur. Über diese Reise habe ich mich im nach hinein richtig geärgert, weil saugefährlich. Achim Zahn, der diese Tour konzipierte, hat es meiner Ansicht verpasst, diese große Gefahr entsprechend heraus zu stellen.

Der Schwachsinn dieser Tour hat mich dann vor anderen Schwachsinnstouren bewahrt. Alles hat sein Gutes. Und auf die soziale Anerkennung durch diese Touren pfeife ich, mein Leben ist mir lieber.

#4 - 06.07.2019, 11:18 von Papazaca

Anmerkung zu Achim Zahn, aka Serac Joe

Nach meinem obigen Beitrag könnte man vermuten, das ich nicht viel von Achim Zahn halte. Das stimmt nicht, zweimal bin ich seine Joe-Route über die Alpen gefahren. Das ist die klassische Heckmayr-Route, nur fahrbarer. Er hat also sehr gute Touren konzipiert.

Der Aufstieg zum Colle Caro ist sicher ein Ausreißer, aber wirklich saugefährlich. Schon ohne Schnee. Mit Schnee nicht auszudenken.
Außerdem gingen nachts jede Menge Steinlawinen runter, ich saß Gott sei Dank auf einem VW-Bus-großen Stein, in eine goldene Rettungsdecke gewickelt. Die Markierungen von der Hütte zum Colle Caro waren übrigens sehr schlecht. Als ich dann morgens nach dem Aufstieg in die Hütte auf der französischen Seite abstieg, wußte ich - ich war ja allein - das ich Glück hatte. Diese Tour wurde im Bike vorgestellt, ich konnte Sie heute aber nicht mehr finden. Hmm.

Bei aller Abenteuerlust gibt es Touren, die sollte, ja muß man vermeiden. Das Leben ist zu schön, um blöd zu sterben.

#5 - 06.07.2019, 11:24 von three-horses

Toll aber irgendwie sinnlos.

Zitat von Carbonrad
Absolut bewundernswert - Respekt! Nur: mit 50 kg Gepäck kommt beim Radfahren nicht wirklich Fahrspaß auf.
Da ist nichts zu bewundern. Was hat man davon? Eine Schinderei von bis zu 100 Km pro Tag. Oder weniger wo es zu steil nach oben geht.
Fahre hier wo es viel hügelig ist, so zwischen 10 bis 20 Km so jeder zweite Tag. MTB oder MTB Pedelec. Macht echt Spaß und es gibt immer was zu entdecken. Wie Gestern eine geplante Tour von 10 Km.
2x ein Platten und dann die Suche nach Wasser. Also ins Tal zu Fuß und an einem Bach dann die Reparatur. Es waren dann 20 Km und 4 Stunden. Mit der Option auch nur zu Fuß und schieben. Ich kann Frankreich, egal wo, nur empfehlen. Das beste, eine "tote" Gegend,
wo die Autos selten sind, viel Wald, da gibt es dann breite Feldwege, die man nicht verlassen soll...irgendwann enden die auf eine Straße.
Nicht unterschätzen, man kann sich schon verfahren. Auch wenn man so weiß wo man ist, kann es ein Problem sein, wie komme ich da schnell raus?

#6 - 07.07.2019, 00:25 von telemach1111

Ermüdend

Immer wieder die gleichen Abenteurer die lange Strecken durch irgendwas zurück legen. Sollen sie es doch tun, aber nicht ständig ihre Mitmenschen mit entsprechenden „Erfahrungsberichten“ belästigen. Es ist mittlerweile bei jedem angekommen, dass wir die Freiheit haben zu tun und zu lassen wonach uns der Sinn steht. Egal ob man sinnlos ist oder nicht.

#7 - 07.07.2019, 01:40 von P-Schrauber

Gefällt mir, die Selbstdarstellung hätte zurückhaltener sein können

weil so besonders ist so eine Fahrradreise für sich genommen nun auch nicht, wir sind auch durch die Schweiz gefahren, 1.200 km in 11 Tagen mit Strecken zwischen 80 und 200km am Tag wobei wir uns teilweise erlaubt hatten die Pause auf 2 Nächte zu verlängern, das macht zwischendurch schon mal Sinn und wir haben feste Unterkünfte und echte Betten bevorzugt.
Mir wäre die Übernachtung im Zelt auch nix und ein Hauseingang ist mir definitiv zu rustikal und ich meine auch schon eine Belästigung/Nötigung gegenüber denjenigen der da wohnt oder arbeitet und sich selbst, das ist definitiv nicht in Ordnung (es sei denn es wurde vorher gefragt).

Die Kombination Ski / Fahrrad da muss ich sagen Hut ab das wäre mir nicht eingefallen, stelle mir das klumpig im Handling vor.

Auf jden Fall habe ich bemerkt dass es beim lesen und betrachten der Bilder wieder kribbelt - Ausflugstechnisch - dieses Jahr ist der Urlaub schon verplant und aber nächstes Jahr auch wieder Zweiradtechnisch in die Alpen auf jeden Fall, danke für den Hinweis.

#8 - 07.07.2019, 13:55 von pepe le moko

Zitat von Akademikr
...sorry ich habe mit 16 (vor 30 Jahren) mit dem Fahrrad die Alpen durchquert, gestartet in Hessen, über Vogesen, Alpen Nord-Süd bis Nizza, dort zwei Tage Aufenthalt und AUF DEM FAHRRAD zurück nach Hessen. Gesamtdauer 23 Tage. Ohne Skifahren okay, aber deutlich mehr Höhenmeter ;) trotzdem bekommt ihr meinen Respekt ;)
Haben sie den Film überhaupt angeschaut? Mit dem Fahrrad im Sommer über die Alpen kann jeder, aber im Winter? Und haben Sie sich mal die Skitouren angeschut? Allein der Gipfelhang zur Barre des Ecrins ist reinstes Klettergelände, da mit Ski rauf und runter ist schon für sich allein alpinistisch bemerkenswert. Von den anderen Touren will ich gar nicht erst anfangen...

Ich finde es bemerkenswert, wie die Leute als Reaktion auf diese Art von Reportagen erstens gerne sagen, dass die berichteten Unternehmungen nix besonderes sind, zweitens dann durch ihre Kommentare zeigen, dass sie keine Ahnung von der Materie haben und sich dann drittens mit Ihren Allerweltsreisen als mindestens ebenso abenteuerlich brüsten.

Schönen Tag noch. Ich geh jetzt laufen. Am Bodenseeufer zwischen tausenden Rentnern und Kinderwägen. DAS ist mal ein Abenteuer!!! ;-)

#9 - 07.07.2019, 19:43 von Papazaca

Es geht nicht nur um die Leistung, die ist außer Frage.

Zitat von pepe le moko
Haben sie den Film überhaupt angeschaut? Mit dem Fahrrad im Sommer über die Alpen kann jeder, aber im Winter? Und haben Sie sich mal die Skitouren angeschut? Allein der Gipfelhang zur Barre des Ecrins ist reinstes Klettergelände, da mit Ski rauf und runter ist schon für sich allein alpinistisch bemerkenswert. Von den anderen Touren will ich gar nicht erst anfangen... Ich finde es bemerkenswert, wie die Leute als Reaktion auf diese Art von Reportagen erstens gerne sagen, dass die berichteten Unternehmungen nix besonderes sind, zweitens dann durch ihre Kommentare zeigen, dass sie keine Ahnung von der Materie haben und sich dann drittens mit Ihren Allerweltsreisen als mindestens ebenso abenteuerlich brüsten. Schönen Tag noch. Ich geh jetzt laufen. Am Bodenseeufer zwischen tausenden Rentnern und Kinderwägen. DAS ist mal ein Abenteuer!!! ;-)
Die Frage, die sich für mich stellt: Die Alpen mit dem Fahrrad im Winter? Da wird Ihnen jeder vernünftige Mensch sagen: Nein, am besten im Juli, August, September. Und mit soviel Gepäck+ Ski?
Klar ist das eine Leistung. Nur macht die für mich Sinn und finde ich das schlüssig?

Ich habe übrigens nicht von meinen Reisen geschrieben, um mich dabei zu vergleichen. Nein, viel wichtiger war mir, anhand meines Beispiel klar zu machen, wie gefährlich es werden kann. Und da haben auch Berichte hier Vorbildcharakter. Wie ich schon geschrieben habe, blöd sterben ist nicht nur blöd, sondern saublöd.

Ich war übrigens heute auch biken. Da es zu regnen anfing, waren kaum Wanderer unterwegs. Ich war nur verblüfft, als mich ein sicher Hundertjähriger mit einem Tourenrad locker am Berg überholte. Das war mein Abenteuer heute. Übrigens, oben angelangt habe ich mich bei ihm beschwert und wir haben laut gelacht.

    Seite 1/2