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Reisefotos in sozialen Medien: "Instagram ruiniert diese Orte"

DPA Es hat sich ein neuer Massentourismus entwickelt: Junge Leute lassen sich von Instagram inspirieren, um zu vermeintlichen Geheimtipps zu pilgern. Die Orte sind von dem Ansturm oft völlig überfordert.
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#1 - 17.10.2018, 18:49 von jott-el

so ging es mir in den USA

dieses Jahr mit WoMo in USA unterwegs gewesen. Ein Ziel war unter anderem Antilope-Canyon. Nachdem ich aber gelesen habe, dass die Leute dort quasi in Herden minutenweise durch einen Guide durchgescheucht werden (vermutlich, damit auch jede/r SEIN Foto machen kann) haben wir darauf verzichtet. Die Schluchten hätte ich sehr gerne bewundert, aber nicht mit gefühlten 5 Millionen Handys rundherum...

#2 - 17.10.2018, 18:54 von phthalo

Naja....

So ist das halt. Es gibt für einen Ort auf der Erde kein Privileg, unbeobachtet oder unbetreten zu sein - es sei denn, dieser Ort steht unter besonderen (Natur)schutz.
Dafür dürfte dann der Tourismus an anderen Orten entsprechend abnehmen, denn überall kann man ja nicht hin.

#3 - 17.10.2018, 18:57 von Sibylle1969

Normalerweise reist man, um sich zu erholen, um etwas zu erleben oder um schöne oder interessante Dinge zu sehen, die man zuhause so nicht hat. Fotos macht man, um die Erinnerungen daran zu konservieren. Die Generation Instagram hingegen reist, um Likes in sozialen Netzwerken zu bekommen.

#4 - 17.10.2018, 18:59 von docker

Reiche Lemminge

Und alle mit Smartphone, GPS, Auslandskrankenversicherung und Kreditkarte...
Ohne meine Generation der Reisenden loben zu wollen, steht doch fest, dass heute wohl kaum einer
ohne obiges nur mit ein paar hundert Dollar in der Tasche über Land nach Nepal und weiter reist.
Mitleidserregend ist das schon.

#5 - 17.10.2018, 19:21 von phthalo

@docker

Was soll daran schlimm sein, ohne Smartphone, GPS, Auslandskrankenversicherung und Kreditkarte verreisen zu wollen?
Genauso könnten frühere Generationen beklagen, dass Sie mit Auto und Flugzeug unterwegs waren mit der ständigen Möglichkeit, mittels eines (stationären) Telefons Hilfe zu rufen und nicht unterwegs waren auf Packesel und gammligen Brot im feuchten Rucksack.

#6 - 17.10.2018, 19:30 von siryanow

Schöne Reiseziele , wie lang noch

Liebe SPON-Redaktion .Sie tragen für die Gefährdung vieler Orte durch ihre Berichte und Bilder ebenso Verantwortung. Ich denke dass schon der Verzicht auf die Bilder positives bewirken würde.

#7 - 17.10.2018, 19:42 von *Querdenker*

Geheimtipp Fado-Lokal in Lissabon

Das ist zwar schon lange her, aber ... Eine Bekannte, die wir auf einem Campingplatz kennengelernt hatten, hatte einen GEHEIMTIPP für ein Fado-Lokal in Lissabon. Erstaunlicherweise nannten wir dem Taxifahrer nur die Straße und er wußte sofort das Lokal. Das war 1982. Wir zu sechst da rein, es war grausam. Wir hatten eine offene Flasche Wein, baten um die Rechnung: damals umgerechnet 72 DM! Mindestverzehr umgerechnet 12 DM/Person. Wir sind abgehauen und haben einige hundert Meter weiter für die Hälfte zu sechst gegessen und getrunken. Keine Geheimtipps mehr, vor allem nicht aus Reiseführern!

#8 - 17.10.2018, 19:44 von Abel Frühstück

Zitat von Sibylle1969
Normalerweise reist man, um sich zu erholen, um etwas zu erleben oder um schöne oder interessante Dinge zu sehen, die man zuhause so nicht hat. Fotos macht man, um die Erinnerungen daran zu konservieren. Die Generation Instagram hingegen reist, um Likes in sozialen Netzwerken zu bekommen.
Das gibt dann ja auch ein schönes, möglicherweise sogar erholsames Gefühl.

#9 - 17.10.2018, 20:00 von Helina

Doppelmoral

Mmmh, die Touri-Fotos auf Instagram kritisieren und sie dann selbst bringen. Schöne Fotos bringen SPON Klicks - und dann noch mehr Touristen auf die Idee, diese "Geheimtipps" zu besuchen. Sorry, das geht gar nicht.

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