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Roadtrip durch Westafrika: Zwei Menschen, zwei Jahre - ein Traum?

Lena Wendt/Ulrich Stirnat Aus geplanten sechs Monaten wurden zwei Jahre: Lena Wendt und Ulli Stirnat aus Hamburg fuhren mit ihrem Landrover durch Westafrika. Ihre Erlebnisse zeigen sie bald in einem Film - der auch düstere Dinge nicht ausspart.
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#1 - 27.02.2018, 06:38 von Papazaca

Ähnliche Reise, andere Erfahrungen

Vor einigen Jahren habe ich eine ähnliche Reise unternommen. In fast 3 Jahren war ich in 24 Ländern, von Mali bis zum Kongo, allerdings ohne Auto und alleine. Der Anlass war auch zu viel Arbeit, aber auch Interesse. Und Neugier und Liebe zu Afrika. Das Ergebnis so einer langen Reise läßt sich nicht so einfach in ein paar Zeilen fassen. Deshalb fasse ich mich kurz.

Ich habe viele verschiedene Menschen kennengelernt, haben oft in Dörfern gelebt, habe morgens die Kindern weinen hören, wenn sie mit zu kaltem Wasser in einer Plastikschüssel gebadet wurden. Oder war auf vielen Beerdigungen in Ghana, leider wurde auch ein Freund begraben. Es war ein ganzer Kosmos, von Fischern, Farmern, Musikern, illegalen Goldsuchern bis zu Touristen. Es ging um Kirche und Glauben, Essen und Krankheiten - eine komplexe Zeit. In erster Linie ging es aber um Afrika und Afrikaner, ich war eher ein beiläufiger Gast. Auf den Begriff Selbsterfahrung wäre ich nicht gekommen, obwohl, natürlich, erfährt und spiegelt man sich in dieser so anderen Welt. Inzwischen wohne ich in Westafrika. Und je mehr ich kenne, desto weniger verstehe ich mich als der große Experte, der der Welt Afrika erklären kann (oder will). Und das, obwohl ich sicher eine gute Idee habe ... Aber eben nicht mehr!

Ich werde mir den Film ansehen, bin gespannt.

#2 - 27.02.2018, 07:26 von a.usemann

Wow!!!!

Wie mutig! Wie aufregend! Wie unersetzlich das, was geblieben sein wird!
Afrika ist ein großer Lehrer und ich beneide die beiden um die lange Zeit dort und um ihren Mut, alles dafür stehen und liegen gelassen zu haben.
Ich bin Anfang 50 und denke auch darüber nach, meine Traumreise würde allerdings nur bis Mali führen und tue ich es? Noch lautet die Antwort "nein". Gleichzeitig sind es die Tage in Afrika, die mir in jedem Detail nicht aus dem inneren Auge verschwinden und die mich nähren.
Ich wünsche den beiden großen Erfolg mit dem, was sie dort gelernt haben und dass das auch hier fruchten wird und viele inspirieren mag.

#3 - 27.02.2018, 08:04 von cannelloni

Danke

Ich hatte auch meine Zeit der vielen und langen Reisen. Was mich an dem Bericht beeindruckt ist die Offenheit, die Fehlschläge einzugestehen und mitzuteilen. Ja, Reisen bereichert das Leben ungemein - aber eben vor allem durch die Fehlschläge und das, was man später daraus macht. Und das Gefühl, trotz dieser Fehlschläge so viel Schönes erleben zu dürfen.

Und interessant auch, dass das Heimkommen und die damit verbundene Erwartung an das Wiedersehen oftmals enttäuscht wird. So isses.

#4 - 27.02.2018, 08:12 von Nesselzelle

Cooler Trip

Den Film guck ich mir trotzdem nicht an (...gibt schlicht so unendlich viele selbstgedrehte Urlaubs“Blockbuster“ - ich fände ja schon die dia-Show langweilig, als unbeteiligter).

#5 - 27.02.2018, 08:50 von Hamberliner

Afrikas letzte Kolonie

Die Karte ist mal wieder falsch: Die Grenze zwischen Marokko und der Westsahara ist nicht eingezeichnet. Und wenn die beiden ihren Aufenthalt in Marokko und Mauretanien in einem Atemzug nennen: Es sollte schon klar sein, dass beide Länder keine gemeinsame Grenze haben, dass man sie nicht nacheinander besuchen kann ohne dazwischen ein drittes zu durchqueren. Desweiteren sind die beiden Landessprachen der Westsahara Arabisch und Spanisch, so dass auch kein Grund besteht, El Aaiún fanzösisch zu bezeichnen, wie es die Besatzer und Phosphatdiebe tun.

#6 - 27.02.2018, 08:51 von thold

Lonely Planet

Wer mit Lonely Planet durch Afrika fahren muss, hat es nicht verstanden und wird es nicht verstehen. Ansonsten: gähn... Warum muss jeder für irgendetwas, was er macht, unbedingt immer mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen? So besonders ist dieser Trip nicht. Habe ihn selbst schon öfters gemacht (und ich bin bei weitem nicht der einzige), musste das aber bislang nicht in aller Öffentlichkeit kundtun.

#7 - 27.02.2018, 08:59 von ttvtt

Ein paar wichtige

Ein paar wichtige Fakten hätten den Bericht/Interview gut getan. z.B was hat denn die ganze Reise gekostet. Gab es Probleme bei den Grenzkontrollen? Aber schön ist, dass deutlich wird, dass es nicht zwei Übermenschen waren, sondern dass hier eben auch die Probleme miteinander angesprochen werden. Was ja so häufig das Scheitern einer so großen Reise aus macht.

#8 - 27.02.2018, 09:03 von treime

Wow

Die derbste Erfahrung war also, wie der Hund von einem Krokodil gefressen wurde? Krass.

Das sich zwei Topverdiener auch noch ihren Urlaubsfilm sponsorn lassen wollen, dafür tatsächlich auch noch Leute Geld spenden (statt nach/für Afrika) - beschreibt unsere Welt ja bestens.

Ja, es reicht ja schon, wenn man "nur" 3 Wochen selber mit dem Auto durch Namibia fährt (zur "Regenzeit" (im Winter), wenn kaum Touristen da sind), um kennenzulernen, was es bedeutet 100e KM zu fahren und niemanden zu Gesicht zu bekommen. Ich war damals erschrocken, als ich meinen ersten Arbeitstag hatte und an die U-Bahnhaltestelle kam... Laut und extrem hektisch das Leben bei uns...

#9 - 27.02.2018, 09:06 von deepocean

Nix besonderes....

freut mich, dass die beiden eine schöne reise hatten, aber muss nun wirklich jeder sich und seine erlebnisse so in den mittelpunkt stellen? grundsätzlich ist es clever, dass gleich m it einem filmchen zu verknüpfen und zu vermarkten... aber ehlich gesagt, wo ist der mehrwert (gibt es schon x-fach) ausser für deren reisekasse? gähn....

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