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Überfülltes Amsterdam: Entlastung für den Rotlichtbezirk

DPA Amsterdams Prostituierte sind eine Touristenattraktion - und mächtig genervt davon, dass immer mehr Gaffer kommen und immer weniger Freier. Jetzt will die Stadt den Strich weiter ziehen.
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#1 - 02.11.2018, 15:59 von iffelsine

Sehr vernünftige Idee !

Gebe zu, auch wir sind da lang gelaufen bei unserem Wochenendtrip (ohne Knipse). Wir hätten nichts dagegen, das komplette Gewerbe dort nicht mehr anzutreffen. Amsterdam kann ohne diese "Attraktion" womöglich besser leben - Freier fahren auch in die Vorstadt und Touristen fühlen sich wohler in der Altstadt ohne die Damen (und "Herren").

#2 - 02.11.2018, 17:15 von sok1950

ja klar, neugierg gucken

Zitat von iffelsine
Gebe zu, auch wir sind da lang gelaufen bei unserem Wochenendtrip (ohne Knipse). Wir hätten nichts dagegen, das komplette Gewerbe dort nicht mehr anzutreffen. Amsterdam kann ohne diese "Attraktion" womöglich besser leben - Freier fahren auch in die Vorstadt und Touristen fühlen sich wohler in der Altstadt ohne die Damen (und "Herren").
und dann, um sich moralisch zu erhöhen, den Damen, Herren und der Stadt Amsterdam vorschreiben, was sie zu tun haben - am besten wegziehen.

#3 - 02.11.2018, 19:34 von larsmach

Hinweisschild: Live-Cams, Touris werden dann in Rotlichtstraße gefilmt

Die Stadt Amsterdam kann natürlich auch Live-Cams mit Hinweisen aufstellen: So wissen sensationslüsterne TouristInnen, dass sie gefilmt werden - und wo. Nachher können sie dann wohlfeil die Nase darüber zu rümpfen, was einige Frauen, Männer und Transsexuelle offensichtlich seit Jahrtausenden für ihren Lebensunterhalt tun - und haben im Zweifel Screenshots ihrer Urlaubsaktivitäten. Es gibt viele Berufe, die man mögen kann oder nicht; man kann seinem Nachbarn vorschreiben, nicht mehr bei einem Waffenbauer arbeiten zu gehen oder dem jungen selbständigen Vertriebler nahelegen, endlich mit dem Verkauf sinnfreier Aktienfonds für Pensionäre aufzuhören. Der Himmel ist die Grenze.

#4 - 03.11.2018, 08:35 von stoffi

Für mich

gehört der Rotlichtbezirk einfach zu Amsterdam dazu. Gäbe es ihn nicht mehr, fehlte was. Als junge Erwachsene , vor vielen Jahren, war dieser Rotlichtbezirk mitten in der Stadt was besonderes und auch die Geschäfte, bei denen Saxspielzeug offen im Schaufester lag.
Inzwischen ist das doch nichts Besonderes mehr. Als ich im letzten Jahr mit meinen 16 jährigem Enkel das Anne-Frank Haus besuchte, hat er sich überhaupt nicht für den Rotlichtbezirk interessiert, wohl weil die heutige Jugend nicht mehr so verklemmt aufwächst, wie einst ihre Grosseltern.

#5 - 03.11.2018, 10:19 von sok1950

ich persönlich möchte nicht von Live-Cams gefilmt werden

Zitat von larsmach
Die Stadt Amsterdam kann natürlich auch Live-Cams mit Hinweisen aufstellen: So wissen sensationslüsterne TouristInnen, dass sie gefilmt werden - und wo. Nachher können sie dann wohlfeil die Nase darüber zu rümpfen, was einige Frauen, Männer und Transsexuelle offensichtlich seit Jahrtausenden für ihren Lebensunterhalt tun - und haben im Zweifel Screenshots ihrer Urlaubsaktivitäten. Es gibt viele Berufe, die man mögen kann oder nicht; man kann seinem Nachbarn vorschreiben, nicht mehr bei einem Waffenbauer arbeiten zu gehen oder dem jungen selbständigen Vertriebler nahelegen, endlich mit dem Verkauf sinnfreier Aktienfonds für Pensionäre aufzuhören. Der Himmel ist die Grenze.
...gehe aber auch sehr selten "als Tourist und Gaffer" - in einen Rotlichtbezirk...

#6 - 03.11.2018, 12:41 von nose

Glauben Sie mir,

Zitat von stoffi
... Als ich im letzten Jahr mit meinen 16 jährigem Enkel das Anne-Frank Haus besuchte, hat er sich überhaupt nicht für den Rotlichtbezirk interessiert, wohl weil die heutige Jugend nicht mehr so verklemmt aufwächst, wie einst ihre Grosseltern.
wenn ich mit 16 mit meiner Oma nach Amsterdam gefahren wäre, hätte ich mich in ihrer Anwesenheit auch nicht für den Rotlichtbezirk interessiert ;-)

#7 - 03.11.2018, 12:46 von fizzybubblech

Typisches Beispiel

Erst wollen die Orte Touristen, dann wieder nicht. Können die sich nicht entscheiden? Erinnert mich an einen ähnlichen Artikel zu Kroatien vor ungefähr zwei Wochen... Da kann man die Einheimischen nicht verstehen...

#8 - 03.11.2018, 13:45 von martinm70

Das kann ich mir gut vorstellen

Wer hat schon Interesse daran während er in den Puff geht von gaffenden Touristen fotografiert zu werden. Wie wärs denn das Gebiet abzusperren und Eintritt zu verlangen?

#9 - 03.11.2018, 14:05 von dasfred

In Hamburgs Herbert-Straße ist es genauso

Besonders, seit Olivia Jones und ihre Angestellten im Minutentakt Touristengruppen durchschleusen. Die meisten Damen dort machen Mittwoch Vormittag mehr Umsatz als Samstag Abend, weil die zahlenden Freier weg bleiben.

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