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Bayern-Zugang Ivan Perisic: Reicht das?

John Walton / DPA Der FC Bayern hat Ivan Perisic verpflichtet und dafür auch Häme kassiert. Dabei spricht vieles für den Transfer. Die Frage ist nur, warum er erst jetzt kommt - und wen die Bayern noch holen.
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#1 - 13.08.2019, 20:08 von login37

Perisic kann vorbereiten und vollstrecken. NICHT.

«Perisic ist deshalb ein so wertvoller Außenbahnspieler, weil er sowohl vorbereiten als auch vollstrecken kann.»

Der Autor des Artikel erzielt da einfach Märchen. Linksaußen werden in der Tat an Toren als auch Assists gemessen. Soweit richtig. Die Maßeinheit dafür sind Scorerpunkte. Und will man wissen, wie gut/effektiv ein Spieler ist, so setzt man die Scorerpunkte ins Verhältnis zu den Spielminuten.

In 45 Spielen und bei 3.600 Spielminuten hat Perisic in der letzten Saison gerade mal 17 Scorerpunkte gemacht. Alle 212 Minuten ein Scorerpunkt. Das ist unterirdisch und absolut nicht das Niveau, dass bei einer Top-Mannschaft auf der Position des Linksaußen benötigt wird. Ein Sane hat letzte Saison alle 79 Minuten einen Scorerpunkt gemacht. Perisic ist hinsichtlich Scorerpunkten noch mal deutlich schlechter als Gnabry und Coman: und dazu ist Perisic sehr viel langsamer. Der macht Bayern kein bisschen besser und hilft Bayern kein bisschen weiter.

#2 - 13.08.2019, 20:12 von timtimtam

Nein

Guter, sehr guter Spieler, aber für die CL reicht die Truppe insgesamt im der kleinen Zusammensetzung nicht... Ist ja noch Zeit zum Pokern bis September

#3 - 13.08.2019, 20:31 von Papazaca

Gute Frage. Wobei schon Fragen unsere Freunde provozieren.

Wahrscheinlich besteht viel Unsicherheit. Wer kommt noch? Ist die Mannschaft gemessen an den Aufgaben gut genug? Werden Verletzungen zu einem Problem? Und vor allem: Geht die Erfolgsserie der Bayern weiter oder markiert ein möglicher Weggang von Uli Hoeneß quasi eine Zeitenwende?

Und in solchen Zeiten der Unsicherheit ist es schon mal gut, wenn man der anderen Seite zeigt, wo der Hammer hängt.

#4 - 13.08.2019, 20:44 von widower+2

@Login 37

Das mit den Scorerpunkten pro Spielminute stand auch im Artikel. Da muss sich der Autor von Ihnen gewiss nicht belehren lassen.

#5 - 13.08.2019, 20:53 von skeptikerjörg

Logisch

Die Perisic Ausleihe ist ein logischer Schritt nach dem Sané Fiasko. Perisic hilft den Bayern im Moment weiter - nicht in der Spitze, aber in der Breite. Der Kader ist für den Tanz auf drei Hochzeiten zu klein, in der Offensive gibt es keine Backups. Solange nichts passiert sind sie mit Gnabry, Coman und Lewandowski spitzenmäßig besetzt, wenn sich einer ernsthaft verletzt, wird es bitter. Perisic kann theoretisch alle drei Positionen spielen, qualitativ eben eine Stufe niedriger. Was fehlt ist ein überdurchschnittlicher defensiver Mittelfeldspieler. Thiago allein stößt an Grenzen, Martinez ist verletzungsanfällig wie Coman, Kimmich ist als RV bedeutend wertvoller, zumal es im Kader auf der Position keinen Ersatz gibt. Perisic schließt eine Lücke, andere Warten auf Lösungen.

#6 - 13.08.2019, 20:55 von telarien

So schlecht nicht

Perisic ist kein schlechter Transfer. Aber bBayern muss sich schon daran messen lassen, wie laut Der Uli im Doppelpass getönt hat.
Und das der Kader zu dünn ist, wer will es bestreiten. Wenn Lewandowski sich verletzt, dann sehe ich keinen Ersatz. Müller definitiv nicht, er wäre da verschenkt, hat er oft genug gezeigt.

#7 - 13.08.2019, 21:09 von critico66

17 Mannschaften

trainieren den FC Bayern 34 Spieltage lang, damit sie in der CL was reißen. Und jetzt kommen die Bayern mit einem kümmerlichen Transfer ums Eck. Antwort auf die Frage: Nein, das reicht nicht. Die 17 trainieren demnächst den BVB.

#8 - 13.08.2019, 21:20 von homosapjens

Resterampe

Die Bundesliga hat doch in vielerlei Hinsicht den Anschluss verpasst. Das Spielniveau ist im Verglich zu den Ligen in England, Spanie, Frankreich , unattraktiv. Ja selbst Italien ist wieder auf der Überholspur. Ausser Bayern und Dortmund spielt doch nur noch Not gegen Elend. So beginnt die Kettenreaktion. Unattraktive Spiele generieren bei den TV Rechten weltweit wenig Einnahmen. Fehlende Einnahmen führen zu wenig Kapital für attraktive Spielerkäufe. Dies führt - im Vergleich zu den genannten Ligen - wiederum zu wenig attraktiven Spielen und so dreht sich das Rad weiter. Aktuell ist die Liga so unattraktiv, dass Weltklassespieler nicht mehr in die Liga wechseln wollen. Kann sich den jemand vom Kaliber Neymar gegen Köln, Augsburg, Mainz, Freiburg etc. vorstellen ? Und aus diesem Grund muss sich der FC Bayern nun auch auf der Resterampe bedienen, weil sich von woanders andere kaum in die Liga locken lassen.

#9 - 13.08.2019, 21:27 von pjotrmorgen

Schaut man sich irgendeine Statistik selektiv an ...

Zitat von login37
«Perisic ist deshalb ein so wertvoller Außenbahnspieler, weil er sowohl vorbereiten als auch vollstrecken kann.» Der Autor des Artikel erzielt da einfach Märchen. Linksaußen werden in der Tat an Toren als auch Assists gemessen. Soweit richtig. Die Maßeinheit dafür sind Scorerpunkte. Und will man wissen, wie gut/effektiv ein Spieler ist, so setzt man die Scorerpunkte ins Verhältnis zu den Spielminuten. In 45 Spielen und bei 3.600 Spielminuten hat Perisic in der letzten Saison gerade mal 17 Scorerpunkte gemacht. Alle 212 Minuten ein Scorerpunkt. Das ist unterirdisch und absolut nicht das Niveau, dass bei einer Top-Mannschaft auf der Position des Linksaußen benötigt wird. Ein Sane hat letzte Saison alle 79 Minuten einen Scorerpunkt gemacht. Perisic ist hinsichtlich Scorerpunkten noch mal deutlich schlechter als Gnabry und Coman: und dazu ist Perisic sehr viel langsamer. Der macht Bayern kein bisschen besser und hilft Bayern kein bisschen weiter.
Scorerpunkte in Italien haben aufgrund der stärkeren Defensivausrichtung haben Gewicht als in anderen Ligen Europas. Um ein bisschen Vergleichbarkeit zu haben, sehen wir uns mal nur die Ligaspiele der letzten drei Saisons an, das mittelt etwas Verletzungen, Zufälle usw. Die Werte kann jeder selbst bei transfermarkt.de aus den Leistungsdaten entnehmen.

Sane kommt da auf insgesamt 56 Scorerpunkte in der Premier League, davon 25 eigene Tore. Perisic hat kurioserweise ebenfalls 56 Scorerpunkte in der Seria A erzielt, bei 30 Toren. Von der Gesamtleistung gibt es also eigentlich keine Unterschiede wie sie Forist login37 haben möchte.

Es stellt sich auch die Frage, ob Sane eben nur dann punktet, solange er frisch und schnell in einem Spiel ist und nicht an Effektivität verliert, wenn es mal über 90 Minuten geht. Dauerläufer Perisic hat wahrscheinlich dann Vorteile wenn andere Spieler müde werden und deren Konzentration nachlässt. Perisic ist ein anderer Spielertyp als Sane, das ist klar, aber er hat einige Qualitäten. Hinzu kommt sehr viel Erfahrung, die eben in der Champions League den Wert eines Spielers deutlich erhöht.

Fazit: Vom Preis-Leistungsverhältnisse eine exzellente Alternative zum sowieso verletzten oder gar nicht erhältlichen Sane.

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