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DFB-Präsident zum Fall Seppelt: Grindel nimmt Fifa in die Pflicht

AP Der Journalist Hajo Seppelt darf nicht zur Fußball-WM reisen. Die Entscheidung des Gastgeberlandes Russland wird intensiv diskutiert. DFB-Präsident Reinhard Grindel schiebt die Verantwortung in Richtung Fifa.
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#1 - 12.05.2018, 14:06 von isegrim der erste

Das Weiterleiten der Verantwortung

an die FIFA ist ein Akt der Feigheit. Statt dessen sollte man sich mit anderen Teilnehmnern über die Androhung eines Boykotts einigen. Ich bin mir relativ sicher, dass Russland dann einknickt.

#2 - 12.05.2018, 14:20 von Michael Collins

Pressefreiheit

Die Verweigerung der Einreise kann nur eine Konsequenz haben: Dann eben auch keine Übertragung der Spiele in den öffentlich-rechtlichen Medien. Soll sich der Kommerzveranstalter Fifa doch seine eigene Infrastruktur aufbauen, bei der jeder, der diesen Krampf noch sehen will, dafür bezahlt. Als Beitragszahler des Rundfunkbeitrags sehe ich es eh äußerst kritisch, warum gigantische Beträge für einen kommerzialisierten Sport ausgegeben wird.

#3 - 12.05.2018, 14:25 von bajanibash

Man kann die Russen ja vielleicht verstehen

Auch wenn die Entscheidung kleingeistig wirkt, ist sie eben doch eine Massnahme staatlicher Souveränität. Nicht verstehen kann ich hingegen, dass ARD und ZDF offenbar über zweihundert Millionen für die Übertragungsrechte ausgeben, ohne dass der Vertrag freie Mitarbeiterwahl für die Übertragung garantiert. Wenn ein Herr S. so unersetzbar wichtig ist, sollte man das bei der Vertragsgestaltung einpflegen. Oder einen Rücktritt vom Vertrag verankern. Aber so ist das, wenn es nicht das eigene Geld ist...

#4 - 12.05.2018, 14:44 von PaulchenGB

Hajo Seppelt ist in Russland eine "persona non grata", das

weiß er, das weiß der DFB, das weiß auch die FIFA. Russland ist ein souveräner Staat und wer Putin "ans Bein ..." fliegt halt raus, so ist das in einer "diktatorischen Demokratie". Andere deutsche Journalisten werden doch wohl auch in der Lage sein, objektiv zu berichten. Und nicht vergessen: es geht nur um Fußball.

#5 - 12.05.2018, 15:00 von Epsola

Zitat von bajanibash
Auch wenn die Entscheidung kleingeistig wirkt, ist sie eben doch eine Massnahme staatlicher Souveränität.
Im Gegenteil, die Entscheidung ist höchst unsouverän. Ein souveräner Staat achtet die eigene Verfassung und die völkerechtlichen Verträge die man unterschrieben hat, in Form eben auch der Pakte zu den Menschenrechten. Dort ist Pressefreiheit festgeschrieben. Wer das missachtet handelt illegal, nicht souverän.

#6 - 12.05.2018, 15:04 von cs01

Rußland hat freie Berichterstattung zugesagt. Wenn sie sich nicht daran halten, so hat denen die WM entzogen zu werden, Zumindest hat der DFB dann nicht anzutreten.

#7 - 12.05.2018, 15:15 von Wanax

Bezeichnend

Der Vorgang ist bezeichnend für die Sowj....ähm ..Russen:
Es tut uns nicht leid , dass wir es getan haben...es tut uns leid dass wir dabei erwischt wurden....und dies doch tatsächlich geahndet wurde.
Einsicht und Umkehr sehen anders aus....normalerweise müßten die Russen dem Aufdecker einen Orden verleihen...aber auf jeden Fall hindert man ihn nicht an der Einreise...das ist einfach eine solche Eselei, man fragt welche Geisteshaltung dahinter steckt (eine beängstigende)

#8 - 12.05.2018, 15:16 von M. Vikings

Seppelt nervt mittlerweile genau wie das Doping selbst.

Bei den Olympischen-Spielen in Rio und in Pyeongchang,
gab es mehrere Wettbewerbe die schon oder noch liefen,
u.A. das Straßenradrennen der Frauen und ein Bobwettbewerb,
während Seppelt alte Kamellen immer wieder aufwärmte.

Dann wechsele ich trotz schlechterer Bildqualität zu Eurosport.
Dort wird auch über Doping berichtet,
aber eben kein aktuell laufender Wettbewerb
zur Propagandaveranstaltung gemacht.

Bei der WM besteht dann jedenfalls nicht die Gefahr,
dass die Redaktion beschließt
ihn während eines Elfmeterschießens zu zeigen.
Ich hoffe sie blenden Ihn nicht während des Eröffnungsspiels
aus irgend einem Studio in Berlin ein.

Wenn ich im Teletext ARD-Olympia oder WM-Studio lese,
will ich keine Mischung aus
Brennpunkt, Monitor und Weltspiegel sehen.

Ich denke einige Medien sollten sich mal überlegen,
ob sie bei den Sportübertragungen wieder ein gesundes Maß finden.
Über aktuelle Dopingfälle muss natürlich berichtet werden.

Sollen sie ihm doch einen eigenen Sendeplatz geben,
aber für die drei Zuschauer,
die ohne ein laufenden Wettbewerb einschalten würden,
lohnt sich das wahrscheinlich nicht.

#9 - 12.05.2018, 15:19 von gigantusxx

Jedes Land kann frei entscheiden wem es ein Visum ausstellt und wem nicht. Hajo Seppelt wird jetzt als ein Verfechter der Wahrheit und als ein Kämpfer gegen das organisierte Doping dargestellt. Viele propagieren wieder Pressefreiheit. Es ist sowieso eine Illusion zu glauben, dass es so was Pressefreiheit wirklich gibt. Meist stehen auch hier wirtschaftliche und politische Interessen im Vordergrund. Es mag sein das dieser Mensch ein guter investigativer Journalist ist und es kann sein das sein erster Bericht über das Doping in Russland unvoreingenommen war. Aber mittlerweile befindet sich dieser Mensch auf einem persönliche Kreuzzug, mit dem Zeil alle russischen Sportler von allen internationalen Wettkämpfen auszuschließen. Kann man von so einem Journalisten wirklich eine objektive Berichterstattung erwarten? Und wegen dieser Person soll jetzt die ganze WM boykottiert werden?

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