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Football-Leaks-Whistleblower Pinto vor Gericht: Ausgeliefert

AFP Die Verteidigungsstrategie des Whistleblowers Rui Pinto ist vorerst gescheitert. Eine ungarische Richterin entschied, dass Pinto nach Portugal überführt werden soll. Was bedeutet das für andere Ermittlungen?
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#1 - 05.03.2019, 20:28 von sozialismusfürreiche

Regime Orbans willfähige Justiz statuiert ein Exempel

Klar dass in Orbans Regime Whistleblower abgeschreckt werden sollen. Orban kann sich keine Whistleblower leisten, die seine korrupten Machenschaften ebenfalls aufdecken könnten. Und warum nicht als Exempel einen Portugiesen ans Messer liefern. Verfahrensfehler juckt in einem Regime wie das von Orban nicht mehr. Was hat Ungarn in der EU verloren?

#2 - 05.03.2019, 21:17 von uweskw

Schlappe Presse

Ich kann nicht verstehen, dass die Presse so etwas nicht tagelang auf den Titelseiten breit tritt. Da geht es um ihre Rolle als vierte Gewalt im Staat. Aber nein, da wird eingeknickt. Aus Angst Clicks oder Auflage zu verlieren. Sägt nur weiter auf dem Ast auf dem ihr sitzt. Dann aber nicht wundern wenn der gesamte News-Bereich irgend wann von hippen youtube und Instergramm Kiddies übernommen wird. Die können sich nämlich noch besser anpassen.

#3 - 05.03.2019, 21:18 von archivdoktor

Wow

Zitat von sozialismusfürreiche
Klar dass in Orbans Regime Whistleblower abgeschreckt werden sollen. Orban kann sich keine Whistleblower leisten, die seine korrupten Machenschaften ebenfalls aufdecken könnten. Und warum nicht als Exempel einen Portugiesen ans Messer liefern.
Wieso liefert Ungarn diesen Whistleblower ans Messer? Pinto ist portugiesischer Staatsbürger und Portugal ist doch demokratisch, oder? Da herrschen die Sozialisten und die sind doch angeblich viel besser als Orbans rechtes Regime! Da kann Pinto eigentlich froh sein, nicht in Ungarn im Knast zu sitzen....

#4 - 05.03.2019, 21:45 von nachdenk...

Europa braucht Whistleblower

Unsere Justizministerin Barley ist ja der Meinung, Whistleblower sollten sich zuerst an ihren Arbeitgeber wenden, ob der nicht so nett sei, seine korrupten, kriminellen oder mafiösen Machenschaften einzustellen. Wo leben wir denn? Whistleblower brauchen in Europa systematischen Schutz, ihr Mut nützt uns allen.

#5 - 06.03.2019, 07:01 von -volver-

@uweskw

Stimmt. Hat nicht gerade der Spiegel in letzter Zeit viele dieser "Enthüllungen" zum Aufhänger seines magazins gemacht?

#6 - 06.03.2019, 09:01 von Oooposition

Er tut mir leid

Stimme Kommentar #1 zu, Ungarn ist das denkbar ungünstigste Land für einen Whistleblower. Er kann dort nicht mit einer fairen juristischen Prüfung rechnen. Und in Portugal wird er kaltgestellt. Ich habe jedoch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er durch internationalen Druck doch noch ein besseres Ende findet. Habe übrigens das Spiegel-Buch hierzu gelesen und es blieb am Ende verschwommen, ob er ein gewöhnlicher Erpresser ist oder doch dem Gemeinwohl gedient hat. Egal, letztlich sind durch ihn viele Strafprozesse europaweit ins Rollen gekommen und das gebührt aller Ehren.