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Wirtschaft

Belastung für Besserverdiener: Scholz erwägt Spitzensteuersatz von 45 Prozent

ADAM BERRY/EPA-EFE/REX Finanzminister Scholz kann sich offenbar eine Anhebung des Spitzensteuersatzes vorstellen. Dabei wollte die GroKo eigentlich auf Steuererhöhungen verzichten.
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#1 - 30.01.2019, 18:19 von DonG

Die Alternative zu Steuersenkungen für Unternehmen sind also Steuererhöhungen für gutverdienende Privatleute. Wiesso ist der gutverdienende Spezialist im Angestelltenverhältnis eigentlich die Melkkuh der Nation während Selbstständige sich arm rechnen.

#2 - 30.01.2019, 18:19 von th.lud

Soli gehört schon längst abgeschafft

Der Soli gehört schon längst abgeschafft, ohne wenn und aber !! Er hat keine Berechtigung mehr... Aber klar, muss dann eine andere Steuer wieder rauf. Sehr erbärmlich einfach in diesen Hochkonjunktur-Zeiten !!

#3 - 30.01.2019, 18:23 von phillyst

Die SPD

legt scheinbar großen Wert darauf, von keinem mehr wählbar zu sein. Und wenn man schon den Spitzensteuersatz aus den Zeiten von Helmut Kohl heranzieht sollte man allerdings auch erwähnen, dass das zum damaligen Erreichen des Spitzensteuersatzes notwendige Bruttoeinkommen gemessen an der Kaufkraft wesentlich höher war als heute (und auch wahrscheinlich wesentlich weniger Menschen betroffen waren, ihn zu bezahlen). Freunde, wenn ihr so weiter macht werdet ihr zu den nächsten Wahlen vielleicht sogar von der FDP überholt.

#4 - 30.01.2019, 18:23 von frandiet.d

Frage:

Berichtet bitte bei welchem Betrag der Spitzensteuersatz zum Tragen kommt.
Die SPD will wie üblich die 17% der Arbeitnehmer, die bereits über 80% der Einkommenssteuer beisteuern bestrafen.
Wenn die so weiter machen scheitern sie bald an der 5% Hürde. Also SPD "weiter so"

#5 - 30.01.2019, 18:26 von tinnytim

Konstruktiver Vorschlag, bevor das gleich wieder ausartet wie beim Tempolimit:
Wie wäre es, wenn man die Bemessungsgrenze für 42% etwas anhebt, da es ja nun auch schon viele Facharbeiter bei der aktuellen Grenze von 55.000 Euro jährlich betrifft (vielleicht 60.000) und zusätzlich eine weitere Gruppe mit 45% ab - Schuss ins blaue - 75.000 Euro einführt

#6 - 30.01.2019, 18:28 von curiosus_

Der bundesdeutsche, absolut niedrigste, Spitzensteuersatz...

...lag bei 42%. Komischerweise genau zu Zeiten einer SPD-Regierung, von1998 bis 2005. Schröder ganz vorneweg. Irgendwie muss sich der Genosse der Bosse (und damit die SPD) seinen (Ihren) Ruf ja verdient haben.

56% betrug der Spitzensteuersatz von 1975 bis 1989. Davor und danach (bis 1999) 53%. Der Mittelwert von 1958 bis heute liegt bei 51,5%. Die aktuell 45% sind historisch niedrig.

Vor einem dreiviertel Jahr habe ich dazu noch geschrieben "Und die SPD wundert sich warum sie inzwischen bei 20% rumkrebst?"

Na ja, inzwischen sind's eher 15%.

#7 - 30.01.2019, 18:28 von L_P

Geben und nehmen

Wenn Luxemburger, Schweizer oder Norweger sehen, wer in der bunten Republik der Weltoffenheit ohne monetäre Gegenleistung alles als Besserverdiener gilt, lachen die sich kaputt. Den bundesdeutschen bunten Republikanern ist keine linke Tour zu schäbig, um die arbeitende Bevölkerung bis in die Altersarmut auszuplündern. Es wird Zeit, daß die Deutschen mit dem Nachdruck von gelben Westen substanzielle monetäre Gegenleistungen fordern, wenn sie sich weiterhin weltoffen positionieren sollen.

#8 - 30.01.2019, 18:28 von mont_ventoux

Melkkühe

Deutschland hat innerhalb der OECD-Staaten die zweithöchste Steuer- und Abgabenquote. Der Strompreis ist eh schon spitze und wird vermutlich noch deutlich weiter steigen. Demnächst kommt die europäische Arbeitslosenversicherung, und die schrumpfende EU will auch immer mehr Geld. Ich frage mich wirklich, wer in diesem Land noch die Interessen der Steuerzahler vertritt.
Der Fachkräftemangel dürfte zu einem guten Teil auch darauf zurückzuführen sein, dass sich gut ausgebildete Migranten Staaten mit einem attraktiveren Steuersystem aussuchen. Zu uns kommen halt überwiegend diejenigen, denen unser Sozialsystem gefällt.

#9 - 30.01.2019, 18:28 von Kommentarschreiber

Finanzminister ohne Ahnung..

Also wenn man als "Spitzensteuersatz" den Steuersatz bezeichnet, den ein "Spitzen"-verdiener abdrücken muss, dann liegt dieser bereits heute bei 45% (=sogenannte "Reichensteuer"), anzuwenden ab einem zu versteuerndem Einkommen von 265.327 Euro. Sollte Herr Scholz auf die Idee kommen, diesen bereits ab einem zu versteuerndem Einkommen von 55.961 Euro (aktuelle Grenze für den "Spitzensteuersatz" von 42%) anwenden wollen, würde er also bereits einen Großteil der qualifizierten Arbeitnehmer zu "Reichen" erklären, denen er etwas wegnehmen möchte. Herr Scholz: so wird das aber ganz sicher nichts mit dem Wiederaufstieg der SPD.

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