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Wirtschaft

Belastung für Besserverdiener: Scholz erwägt Spitzensteuersatz von 45 Prozent

ADAM BERRY/EPA-EFE/REX Finanzminister Scholz kann sich offenbar eine Anhebung des Spitzensteuersatzes vorstellen. Dabei wollte die GroKo eigentlich auf Steuererhöhungen verzichten.
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#20 - 30.01.2019, 18:38 von BvSIII

Der Höchststeuersatz beträgt bereits 45% (ohne Soli)!

Ich würde mir wünschen, dass in der Berichterstattung nicht mehr das Wort Spitzensteuersatz benutzt wird, da er fälschlicher Weise den Eindruck erweckt, dass es sich um den Höchststeuersatz handelt. Der liegt aber auch jetzt schon bei 45% (plus Soli) ab einem Einkommen von 265.327 Euro.

Ansonsten ist mir komplett unverständlich, warum die SPD nicht auch bei genau diesem ansetzt, also sich auf das obere 1% der Einkommen konzentriert. Beim sogenannten Spitzensteuersatz (42% ab einem Einkommen von 55.961 Euro) trifft man die Mittelschicht, denn den zahlen schon Lehrer im ersten Lehrjahr etc. Das ist nachvollziehbarer Weise unpopulärer.

#21 - 30.01.2019, 18:39 von whitewisent

Wohl nur Herr Scholz kann auf die Idee kommen, in dem Zusammenhang den Begriff "gerecht" zu verwenden. Knapp 10% der Steuerzahler zahlen diesen Spitzensteuersatz, was in der Summe rund 48% der gesamten Einkommensteuer ausmacht.

"Die da oben habens ja", könnte man nun als alter Sozialist meinen, nur stellt sich für mich die Frage, was es mit Leistungsförderung zu tun hat, gerade dort anzusetzen. Vor allem wenn es die Selben sind, denen der gleiche Finanzminister per Grundsteuerreform in die Tasche greifen will.

Wer Steuergerechtigkeit will, sollte als verantwortlicher Politiker erstmal dafür sorgen, daß die Steuern gezahlt werden, die gemäß den aktuellen Gesetzen Pflicht sind. Dazu gehört die Aufstockung der Finanzbehörden mit Steuerprüfern und Steuerfahndern. Ein weiterer Schritt kann sein, die Abschreibungsmöglichkeiten zu überprüfen. Es kann nicht sein, daß ein Bundestagsabgeordneter zwar dem Spitzensteuersatz unterliegt, aber real weniger Einkommenssteuer zahlt als sein Taxifahrer.

#22 - 30.01.2019, 18:40 von Mosttrinker

Wer's glaubt wird selig

Die Botschaft hör ich wohl doch allein mir fehlt der Glaube! Irgendeine Lobbyistengruppe, Institution oder Unternehmensberatung wird wieder Einwände dagegen vorbringen und das Thema wird wie üblich zerredet - letztendlich geschieht wieder gar nichts. Wetten daß...? Es sind ja schließlich wieder Wahlen in diesem Jahr...

#23 - 30.01.2019, 18:41 von Solid

Und den Spitzensteuersatz muss man dann bereits ab 20.000 €/a zahlen, ganz auf der Linie der SPD...

#24 - 30.01.2019, 18:42 von a.weishaupt

Ein großer Witz

Zu Kohls Zeiten mag der Spitzensteuersatz höher gewesen sein, es waren aber nicht ganz normale Arbeitnehmer davon betroffen! In den 70ern begann er bei 130.000 DM, damals wohl ein Vorstandsgehalt. Die Einkommensteuer gehört radikal gesenkt bzw. der Inflation angepasst. Niemand in meinem Umfeld will mehr bezahlte Überstunden oder Wochenenddienst machen weil es sich zumindest für Unverheiratete einfach nicht lohnt. Karriere, Aufstieg - wozu? Sehr viel Mehrarbeit für wenig zusätzliches Geld. Den Schaden durch den lähmenden Effekt halte ich für kaum abschätzbar.

#25 - 30.01.2019, 18:42 von sufou

aha

Die Frage stellt sich WER darf Spitzensteuersatz bezahlen? 1950 herum musst jemand das 40fache vom Normallohn verdienen um Spitzensteuersatz zu berappen. Ich habe mal was gelesen das wir bei 1,7fach angelangt sind.
Der Facharbeiter der 45 Jahre lang sein Körper ruiniert hat bei der Maloche solls also richten? Denn bisher wurde der "kalte Progression" also faktische Steuererhöhungen bei steigende Löhne nicht abgeschafft.
Und der Zahnarzt der >500k Euro/Jahr verdient hat fast unerschöpfliche Möglichkeiten sich "arm" zu rechnen. Im Endeffekt ist der normale gut ausgebildete Angestellte oder Arbeiter der Depp der Nation.

#26 - 30.01.2019, 18:44 von *Querdenker*

Finanzminister Scholz kann sich ... eine Anhebung des Spitzensteuersat

"Finanzminister Scholz kann sich offenbar eine Anhebung des Spitzensteuersatzes vorstellen." Was träumt Scholz nachts?
Ich kann mir auch vorstellen, dass Scholz nach der nächsten Wahl kein Finanzminister mehr ist.
Das Debakel der SPD wird weitergehen, jetzt schon Splitterpartei, nach der nächsten Wahl werden die unter "Sonstige" geführt mit dem aktuellen Personal. Es gibt Parteien, die wissen, dass sie klein sind. Und es gibt Parteien, die klein geworden sind, ber es nicht wahrhaben wollen.

#27 - 30.01.2019, 18:46 von kilrathy

frechheit

Gegenfinanzierung durch Einsparungen... wie wäre es damit.

Die SPD begeht Verrat an der arbeitenden Gesellschaft. Die ursprüngliche Kernwählerschaft der SPD ist heute nur noch deren Melkkuh.

#28 - 30.01.2019, 18:47 von labuday

Es gibt nur eine Lösung - so zuwider die auch ist:

Alternative für Deutschland.

#29 - 30.01.2019, 18:49 von suedseefrachter

10% der Gesellschaft zahlen 50% der Steuern.

Wobei diese 50% bereits ab ca 54.000 Brutto beginnen.

Wer sich diesen Schwachsinn wirklich gefallen lässt hat sie wohl nicht alle, bin schon längst weg und die Steuern&Abgaben halbieren sich nahezu...
Hinzu kommt noch das Gefühl nicht permanent vom Staat mit irrsinnigen Regulierungen verfolgt zu werden -- und genau der Punkt ist unbezahlbar.

Das einzige Problem: man muss Leistung erbringen (bin ich aber bereits aus Deutschland gewohnt um meinen Standard überhaupt halten zu können).

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