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Wirtschaft

Bericht der Bundesnetzagentur: Mehr Haushalten wegen unbezahlter Rechnungen der Strom

DPA Deutsche Stromversorger haben im vergangenen Jahr 4,8 Millionen Kunden angedroht, wegen unbezahlter Rechnungen den Saft abzudrehen. Meist kommt es nicht so weit - doch die Zahl der Sperren steigt.
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#1 - 10.11.2018, 07:57 von zeisig

Dauerauftrag.

Manche Menschen können nicht mit Geld umgehen. Strom ist etwas, für das man einen Dauerauftrag bei der Bank einrichtet, so daß das Geld immer automatisch am Monatsanfang abgebucht wird. Wenn Mitte des Monats kein Geld mehr zum Leben auf dem Konto ist, dann hat man ein Problem, aber man hat seinen Strom bezahlt. Leute, die ihren Strom nicht bezahlen, sind asozial, so einfach ist das.

#2 - 10.11.2018, 08:05 von Circular

Stromversorger dürfen in der Regel keine Gebühren verlangen

Gebühren dürfen nur von der öffentlichen Hand erhoben werden. Da hat sich im Sprachgebrauch eine nicht haltbare Tradition verfestigt. Das ist kein Einzelfall, wie man an den Sparkassenbeamten beobachten kann.

#3 - 10.11.2018, 08:18 von kuestenvogel

Erschreckend, dass das erlaubt ist

Wie bei Sanktionen bei Alg 2/Grundsicherung: Wer so tief gesunken ist, dass er Grundlegendes nicht hinbekommt oder bezahlen kann, sinkt doch noch tiefer und verursacht langfristig der Gesellschaft mehr Kosten. Statt Sanktionen und Strom abstellen könnte man als Mechanismus ggf. z. B. verpflichtend/automatisch Hilfen schalten, Schuldnerberatung, psychosozialen Dienst (nachdem die Kapazitäten ausgebaut wurden) u. Ä. Man stelle sich vor, es geht vermutlich auch um Familien mit Kindern... Macht mal im Dunklen Hausaufgaben und esst trockenes Brot..., evtl. noch ohne Heizung und warmes Wasser. Bildung 2.0.
Die Menschen sind unfreiwillig dorthin geraten. Denen muss man doch helfen und sie nicht weiter fertigmachen oder?

#4 - 10.11.2018, 08:21 von mcbarby

Kein Mitleid

Mein Familienbudget ist nicht gerade riesig und deshalb überlege ich genau, welche Ausgaben ich tätigen kann und welche nicht.
Elementare Ausgaben sind Miete und Strom. Da kann es keine Abstriche geben. Wenn die Menschen nicht in der Lage /Willens sind, ihren Haushalt zu planen, müssen sie auch die Konsequenzen tragen. Unsere soziale Hängematte ist groß genug, um Leistungsempfängern ein Leben mit Elektrizität zu gewährleisten. Wenn die Gelder aber anderweitig verwendet werden, sind die Betroffenen i. d. R. dafür selbst verantwortlich. Mein Mitleid hält sich also in Grenzen.

#5 - 10.11.2018, 08:25 von dasfred

Mein Mitleid hält sich in Grenzen

Es ist ja meistens nicht der Geldmangel, sondern die falschen Prioritäten, die zur Stromsperre führen. Allerdings haben erste Stadtwerke schon Prepaid Zähler im Angebot, die es Menschen ermöglichen, statt einer Sperre den Verbrauch im voraus zu bezahlen und somit besser den Überblick zu behalten. Nur wenige Fälle sind so kompliziert, das man vor einer Sperre keine andere Lösung finden kann. Wer sich allerdings um nichts kümmern will, sein Geld lieber für Konsum, statt laufender Kosten ausgibt, hat selbst schuld. Und wer hier jetzt wieder mit der obligatorischen alleinerziehenden Mutter kommt, soll sich erstmal all die Mütter ansehen, die bei gleichem Einkommen ihre Ausgaben kontrollieren können.

#6 - 10.11.2018, 08:34 von donicc

Warum so viele?

Ich vermute Mal, dass überwiegend Privathaushalte betroffen sind. Davon haben wir in Deutschland ca. 41 Mio. Da pro Haushalt nur ein Stromanschluss liegt, gibt es etwa gleich viele private Stromkunden. Und davon wurden mehr als 10% angedroht, den Strom abzudrehen? Krass.
Außerdem zahlt man doch monatlich seinen Abschlag. Die Rechnung kann doch dann keine große Überraschung mehr sein. Oder geht es um die Abschläge?

#7 - 10.11.2018, 08:36 von jujo

...

Zitat von zeisig
Manche Menschen können nicht mit Geld umgehen. Strom ist etwas, für das man einen Dauerauftrag bei der Bank einrichtet, so daß das Geld immer automatisch am Monatsanfang abgebucht wird. Wenn Mitte des Monats kein Geld mehr zum Leben auf dem Konto ist, dann hat man ein Problem, aber man hat seinen Strom bezahlt. Leute, die ihren Strom nicht bezahlen, sind asozial, so einfach ist das.
Wird in Deutschland von allen (!) Anbietern eine monatliche Pauschale erhoben, abgebucht oder an den Anbieter vorausbezahlt?
Ich bekomme in Schweden von Eon monatlich eine Rechnung über den Verbrauch die ich monatlich bezahle.

#8 - 10.11.2018, 08:42 von mwroer

Zitat von donicc
Ich vermute Mal, dass überwiegend Privathaushalte betroffen sind. Davon haben wir in Deutschland ca. 41 Mio. Da pro Haushalt nur ein Stromanschluss liegt, gibt es etwa gleich viele private Stromkunden. Und davon wurden mehr als 10% angedroht, den Strom abzudrehen? Krass. Außerdem zahlt man doch monatlich seinen Abschlag. Die Rechnung kann doch dann keine große Überraschung mehr sein. Oder geht es um die Abschläge?
Ja um die geht es hauptsächlich.

Die Endabrechnung ist dann meistens in der Tat keine große Überraschung, zumal man mittlerweile den Stand 'Was müsste ich bezahlen wenn morgen Endabrechnung wäre' bei jedem Anbieter abfragen kann.

#9 - 10.11.2018, 08:49 von downgrade0815

keine Angst, verlangtngt keiner Mitleid...

Es gibt eben Menschen, die sind einfach nur daneben !
Scheidungskrieg..da wurde oft mein Konto per "Vorpfändung" stillgelegt...
Jedes Mittel war recht.
Obgleich ich verdiene, gut...blieb nichts..und wir mussten oft mehrere Monate mit nichts auskommen (meine Kinder und ich..alleinerziehender Vater).
Da wurde öfter mal abgedreht..."..kann ja alles nicht sein.." hört man dann immer wieder..doch, klar..
In D ist Recht nicht das papier wert, auf dem es steht...und ein "ausbluten lassen"..aus purem Haß..funktionert in D prima....
Da ist Strom ein Luxus...den man oft nicht hat..und Hilfen und Unterstützung..Nada.. Obgleich es so offensichtlich ist !
Stromversorger sind dazu oft Abzocker...

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