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Britischer Gesundheitsdienst NHS: Die Lüge, mit der der Brexit begann

NEIL HALL/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock Der Brexit sollte Großbritanniens Gesundheitssystem fit machen - das war eines der zentralen Versprechen der Befürworter. Nun, da der EU-Austritt näher rückt, zeigt sich, wie falsch die Behauptung war.
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#10 - 02.02.2019, 13:33 von schwaebischehausfrau

Das "Centre for European Reforms"

...ist eine britische PR- und Lobby-Gruppe, die mit dem Ziel der Reformierung der EU gegründet wurde. Bei einem britischen EU-Austritt entfällt schlicht ihre Geschäftsgrundlage und deshalb hat sich diese Lobby-Gruppe vor dem Brexit ganz offiziell auf die Seite der EU-Befürworter in GB geschlagen. Insofern sind deren "Studien" genauso interessen-gesteuert wie jede Wahlpropaganda einer der beteiligten Parteien. Genauso wenig seriös ist es, einen Brexit-Mißerfolg herbeizuschreiben, noch bevor der Brexit da ist. Zumal viele der Vorteile, die sich GB vom Brexit mittel- und langfristig erhofft, erst nach 10-20 Jahren einigermassen seriös und abschließend bilanziert werden können. Und was das Thema "Lüge" angeht. Die Übertreibung von 350 statt "nur" 170 Mio. brit. Pfund, die GB demnächst jede Woche an "Netto-Beitrag" spart, sind eine Petitesse gegenüber der Lüge der deutschen Politiker ("Deutschland wird niemals für die Schulden anderer Euro-Staaten haften oder gar zahlen müssen"), um Zustimmung für die Aufgabe der DM zu erhalten. Insofern haben die Briten ja bereits mit der Weigerung, den Euro einzuführen, alleine an "Griechenland-Rettungspaketen" einen hohen 2-stelligen Milliardenbetrag gespart im Gegensatz zu Deutschland. Von den kommenden "Rettungen" von Italien, Frankreich & Co. ganz zu schweigen.

#11 - 02.02.2019, 13:33 von götzvonberlichingen_2

Zitat von rainer_daeschler
Die Lüge ist in der Demokratie das wichtigste Instrument, um beim Volk die Entscheidungen durchzusetzen, die ihm selber schaden.
Das ist einfach zu billig. Gelogen wird auch in allen anderen Regierungsformen, das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Demokratien. Das ist eher ein Merkmal der Ängstlichkeit von Politikern auch mal die Wahrheit sagen zu müssen und die Abneigung der Menschen die Wahrheit hören zu müssen. Lieber bringen wir den Boten um, als das wir akzeptieren, dass das Gesagte wahr ist.

#12 - 02.02.2019, 13:36 von dirkozoid

Die Lüge ist ganz egal

Es geht ca. der Hälfte der Briten darum, die Ausländer loszuwerden und keine mehr reinzulassen. Auf negative Folgen wird keine Rücksicht genommen. So einfach ist das leider. Lieber selbst den Zahn ziehen als von einem Doktor, der aus Polen kommt. (kein Witz)

#13 - 02.02.2019, 13:40 von mens

Egaa-haa-l!!!!

Was mit dem britischen Gesundheitssystem nach dem Brexit los ist, ist mir gelinde gesagt Wurscht. Die EU-Bewohner (und ihre Journalisten) sollten sich lieber mit ihrem eigenen System beschäftigen. Das zumindest können wir uns langsam von den Inselbewohnern abgucken. Irgendwann kann man auch mal vom Tellerrand nach innen schauen, wenn der Blick nach aussen keine Verbesserung bringt. Soll ich mich ernsthaft mit allen Irrungen und Verwirrungen in GB auseinandersetzen? Schmeckt die Milch dort nach dem Brexit noch? Haben die dann kratziges Toilettenpapier?Schmecken die Erbsen dann wieder mehr nach Wasser? EGAL.

#14 - 02.02.2019, 13:47 von dirkozoid

@oriana

Und wie viele Flüchtlinge sind in GB angekommen? Weil die sowieso immer schon EU-feindliche britische Boulevard-Presse eine Lügenkampagne in Bezug auf Flüchtlinge, die angeblich nach GB wollten, gefahren hat, ist jetzt also wieder Merkel schuld? Man muss die Kanzlerin schon sehr vergöttern, um ihr so viel Macht und Einfluss zuzuschreiben.

#15 - 02.02.2019, 13:51 von realist4

Was gibt es da zu fragen?

Zitat von abudhabicfo
Wenn die Briten pro Woche netto EUR 170 Mio. überwiesen haben, dann werden der EU in der Zukunft rund EUR 10 Mrd. im Budget fehlen. Da würde ich doch gerne von der Kommission gerne wissen, ob sie sparen kann oder ob Deutschland die Lücke füllen soll. Dazu müssten doch auch jetzt vor den EU-Wahlen potentielle Kandidaten eine Meinung haben, insbesondere die deutschen Parlamentarier, welche höhere Ämter anstreben.
Der Verteilerschlüssel ist bekannt, deshalb ist ihre Frage falsch. Weder wird die EU einsparen noch die Bundesrepublik den vollen Umfang der Britischen Nettozahlungen auffangen müssen. Wir werden entsprechend dem Verteilerschlüssel einen Teil der Ausfälle zusätzlich zu unserem normalen Beitrag überweisen müssen.

#16 - 02.02.2019, 13:53 von g2525

Zitat von rainer_daeschler
Die Lüge ist in der Demokratie das wichtigste Instrument, um beim Volk die Entscheidungen durchzusetzen, die ihm selber schaden.
Aha, und bei einer Diktatur geschieht natürlich genau das Gegenteil. Ich denke, Sie sollten besser auswandern. Ja, der Trump, ein Fake-Lügner...

#17 - 02.02.2019, 13:55 von kirschlorber

Kommt hin

Da GB etwa 15 Mrd jährlich nach Brüssel überweist, kommt es etwa hin mit diesen 350 Mio pro Woche. Diese wird GB definitiv einsparen. Ob uns das gefällt oder nicht. Wer behauptet eigentlich dass sie es nicht ins Gesundheitssystem stecken? D wird jedenfalls brav weiter den doppelten Betrag nach Brüssel überweisen.

#18 - 02.02.2019, 13:56 von hopfenundmalzverloren

We want to be different

Zitat von dirkozoid
Es geht ca. der Hälfte der Briten darum, die Ausländer loszuwerden und keine mehr reinzulassen. Auf negative Folgen wird keine Rücksicht genommen. So einfach ist das leider. Lieber selbst den Zahn ziehen als von einem Doktor, der aus Polen kommt. (kein Witz)
Das ist ein Satz, den mir ein englischer Kollege Ende der 1980er Jahre sagte, der damals Mitte 20 war und als Compilerbau-Spezialist in mehreren Ländern Europas beschäftigt war (er lebt heute meines Wissens in München).

Es ist zumindest teilweise diese Insulaner-Mentalität, die man auch anderweitig auf Inseln antrifft.

Ich glaube es ist eher diese Grundeinstellung, die tendenziell viele Briten für eine Unabhängigkeit von Europa stimmen lässt. Die Geschichte mit den Kosten und den Ausländern ist wohl nur der Tropfen, der die mehr als 50% Zustimmung gebracht hat.

Europa spielte in den Köpfen vieler Briten immer eine völlig untergeordnete Rolle.

#19 - 02.02.2019, 13:57 von kuac

Zitat von cat69
Vor welcher Wahl wird denn nicht gelogen? Starten sie doch einmal eine große Serie.
Es war keine Wahl, sondern ein Referendum. Bei einer Wahl geht um Personen und beim Referendum geht es um Sachentscheidungen. Falsche Personen können abgewählt werden oder man kann auch solche Personen verklagen usw.
Auf der anderen Seite, eine falsche Sachentscheidung kann ein Land ruinieren. Daher, eine Lüge beim Referendum ist erheblich schwerwiegender.

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