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Wirtschaft

Ende der Förderung: Tausende Windräder stehen vor dem Aus

DPA/ REpower Vielen Windrädern droht ab 2021 der Abriss - die staatliche Förderung läuft aus. Wie lässt sich ein Rückschlag für die Energiewende verhindern? In der kleinen Gemeinde Ellhöft haben sie einen Plan.
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#190 - 11.12.2018, 03:17 von wiseacre

Verschandelung

Schade, dass es in meiner Gemeinde noch nicht soweit ist. Diese Betonmonster sind eine optische Umweltverschmutzung wenn man vor lauter Windrädern den Horizont nicht mehr sieht. Und die einzigen, die davon profitieren sind die Investoren. Als Verbraucher zahle ich nur drauf.
Und was das Thema Radioaktivität und Atomgau angeht, selbst in 100 Kilometern Entfernung von Tihange würde ich einen Gau in dieser Atomruine kaum unbeschadet überstehen. Na ja, vielleicht würden ein paar Verbotsschilder für radioaktive Strahlung an den Grenzen helfen.
Ähnlich sieht es im französischen und tschechischen Grenzgebiet aus.

#191 - 11.12.2018, 03:37 von arne230275

Folgekosten

Die Folgekosten sind bei fossilen und Kernkraftwerken nicht mit eingepreist, deswegen erscheinen sie ökonomischer.
Spaßeshalber könnte man doch mal die Befürworter der jeweiligen Energieformen um die entsprechenden Kraftwerke/ Produktionsstätten, bzw. Endlager zwangsumgesiedeln.
Mal gucken, wie dann die Überzeugungen aussehen. Lol

#192 - 11.12.2018, 08:47 von christian-h

Angabe

Zitat von karl-felix
1)Billiger Sonnen und Windstrom , teurer Kohlestrom und Gasstrom . 2)An der Börse ist der Strompreis dadurch in den letzten 10 Jahren stark gesunken , um ca. 50% .
1) Nunja, laut der Studie vom Frauenhofer ISE ist Ihre Einteilung hinsichtlich der Stromgestehungskosten nicht so eindeutig.
Maßgeblich hängt es bei PV/WK von der Anlagengröße und vom Standort ab, wie hoch die Stromgestehungskosten sind.

2) Dieser Preis hat nichts mit den Stromgestehungskosten zu tun sondern ist abhängig nur von Angebot und Nachfrage.

#193 - 11.12.2018, 08:53 von christian-h

Angabe

Zitat von Ökofred
Leider fehlt ein kleines Detail: Wo kommt der Strom in Zukunft her?
Diese Frage ändert ja nichts am allgemeinen Einspeisevorgang der Windkraftanlagen, egal ob heute oder in Zukunft. Diese erzeugen nur dann Strom, wenn die Windgeschwindigkeit entsprechend hoch ist.
Und da man den Wind eben nicht speichern kann sondern nehmen muss wie der kommt ist eine gesicherte Stromversorgung auf dieser Basis nicht durchführbar.

#194 - 11.12.2018, 11:29 von Olli Ökonom

Zitat von naturalinstinct
Jährlich werden mehrere 100 Windenergieanlagen vollständig zurück gebaut. Über die Entsorgung und die Entsorgungskosten hat man sich Gedanken gemacht und es funktioniert in der Praxis wunderbar! Was ist mit den über 6.000 Hektar Wald, die bisher alleine in NRW für die Braunkohle gerodet wurde? Wer weint hier den Bäumen und Tieren nach? Was ist mit den Millionen Vögeln, die jährlich gegen Gebäude oder Autos fliegen - ein Vielfaches dessen, was an Windenergieanlagen verendet. Was sagen Sie dazu?
Wenn Sie wirklich Bescheid wüssten, wüssten Sie, dass RWE und andere Unternehmen die Tagebau betreiben, Renaturierung betreiben müssen, wenn die Felder nicht mehr genutzt werden. Diese Aufwendungen sind in deren Bilanzen passiviert. Der Vogelschlag ist schon ein großes Problem der Windkraftanlagen, im Gegensatz zu Wasserkraftwerken, oder Gaskraftwerken. Jeder Energieerzeugung hat gewissen ökologische Probleme. Diese zu gewichten und in Relation zu bringen ist die Herausforderung. Insgesamt gesehen, sind wir mit unserem Energiemix doch sehr gut gefahren.

#195 - 11.12.2018, 11:34 von Olli Ökonom

Zitat von karl-felix
ist physikalisch nicht möglich . Das Netz unterscheidet nicht nach Primärenergiequelle. In 3 Jahren gibt es in Deutschland keinen Atomstrom mehr , in 20 Jahren voraussichtlich keinen Kohlestrom mehr. Deshalb hat die Regierung beschlossen , ab 2019 den Ökostrom kräftig auszubauen und das ist gut so. Bereits in diesem Jahr beträgt der Anteil des Ökostromes an unserer Nettostromproduktion mehr als 41 %, das ist zwar nicht schlecht, könnte aber deutlich mehr sein .
Die Frage ist doch. Was zählt man zu Ökostrom? Ist Ökostrom wirklich sauber? Dies würde ich in manchen Fällen verneinen. Strom aus Biogas ist nicht ökologisch. Dieser ist genauso dreckig wie der Strom aus Gaskraftwerken. Es entsteht bei der Verbrennung CO2. Das künstlicher Herunterrechnen durch die Umwandlung von CO2 in O2 ist reine Augenwischerei denn das tut fast jede Pflanze. Und ein Wald tut dies viel effektiver.

#196 - 11.12.2018, 11:37 von Olli Ökonom

Zitat von karl-felix
ist physikalisch nicht möglich . Das Netz unterscheidet nicht nach Primärenergiequelle. In 3 Jahren gibt es in Deutschland keinen Atomstrom mehr , in 20 Jahren voraussichtlich keinen Kohlestrom mehr. Deshalb hat die Regierung beschlossen , ab 2019 den Ökostrom kräftig auszubauen und das ist gut so. Bereits in diesem Jahr beträgt der Anteil des Ökostromes an unserer Nettostromproduktion mehr als 41 %, das ist zwar nicht schlecht, könnte aber deutlich mehr sein .
In diesen 41% sind im großen Maße Biogas/Biomasse-Anlagen miteinberechnet. Diese sind vielleicht nachhaltig, aber aufgrund ihres CO2 Ausstoßes garantiert nicht ökologisch sinnvoll!

#197 - 11.12.2018, 11:43 von Olli Ökonom

Zitat von karl-felix
Der Windkraftbetreiber erhält keine Subventionen sondern einen gesetzlich festgelegten Fixpreis für 20 Jahre. In den letzten Auktionen betrug der Zuschlag pro kWh ab 3,8 Cent/kWh, da kann kein neues thermisches Kraftwerk mehr mithalten . Aber die Gefahr besteht natürlich, dass die Betreiber nach Ablauf dieser 20 Jahre die Anlagen nicht weiter betreiben sondern verkaufen . Der Markt für gebrauchte Windanlagen boomt. Das ist dann schnelleres Geld, als die alten Anlagen noch 5-10 Jahre weiterlaufen zu lassen . Das Problem : Bauen die dann dort keine neuen WEA mehr hin , muss mehr teurer Strom aus Kohlekraftwerken erzeugt werden . Und das ist ja nicht Sinn und Zweck der Energiewende.
Doch kann es. Wenn man beide ohne Subventionen betreiben würde schon, nur das ist nicht gewollt. Man muss nämlich auch die Pufferkosten von Wind- und Photovoltaikanlagen einrechnen. Wenn zuviel Strom auf den Markt ist sinkt auch der Preis, sogar unter die Produktionskosten. Das ist völlig normal. Deshalb ist es eine Milchmädchenrechnung Preis e für 1 kWh bei Windkraft anzugeben, da dieser Preis nur im optimalen Wirkungsbereich ermittelt wurde, Kosten der Stromerzeugung, wenn der Wind mal nicht weht, bleiben aussen vor. Diese Kosten hat man bei Gas-, KOhle oder AKWs nicht. Die erzeugen kontinuierlich Strom.

#198 - 11.12.2018, 13:57 von karl-felix

Der

Zitat von naturalinstinct
Die maximale Vergütung für Windenergieanlagen an Land betrug zu Beginn des EEG 9,10 Cent/kWh. Seitdem wurden die Förderungssätze stetig gesenkt. Erklären Sie bitte mal, wie dann eine durchschnittliche Vergütung von 9 Cent/kWh entstehen soll?!
rechnet vermutlich die Windkraft teuer, indem er die Off-Shore Preise
mit einbezieht .
On-shore Windkraft und Fotovoltaik sind derzeit die mit Abstand preiswertesten Arten Strom zu erzeugen . Deshalb sind RWE und Co auch die grössten deutschen Investoren in EE und stehen Schglange um ihre unrentablen thermischen Kraftwerke stilllegen zu können .

Insbesondere nach der Abschreibung sind Solar- und Windkraftwerke unglaublich preiswert, da sie kaum Betriebskosten und keine Brennstoffkosten haben . Grenzkosten praktisch 0 .

#199 - 11.12.2018, 14:10 von karl-felix

Zitat von ruediger
DIe Windräder stehen doch schon (kosten also nur noch den Unterhalt). Warum kann man mit dem von ihnen erzeugten Strom kein Geld verdienen? Wenn nicht mal die Kosten für Unterhalt und Wartung am Markt erzielbar sind, sind diese Zufallsenergiequellen wohl doch nicht so wertvoll wie alle immer sagen
"Das Geschäft lohnt sich immer noch:..werden die Erlöse höher liegen als die Kosten für den Betrieb.. der Anlage. 5 Jahre werden ... die alten Möhren noch laufen."
Es geht also nur darum, die Geschäftsgrundlage zu verbreitern und höhere Einnahmen zu generieren als durch den Stromverkauf an den Netzbetreiber zu Börsenstrompreisen.
Strom aus abgeschriebenen on-shore WEA ist konkurrenzlos billig, Grenzkosten praktisch 0.

Nicht verstanden? Oder haben Sie sich gar nicht die Mühe gemacht, den Artikel zu lesen, da Ihr Vorurteil schon vorher feststand?

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