Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Wirtschaft

EU-Digitalsteuer: Scholz schweigt zur Facebook-Steuer

AFP Die jüngste finanzpolitische EU-Idee ist eine Digitalsteuer. Finanzminister Olaf Scholz sieht sie skeptisch. In Brüssel brachte er das nach SPIEGEL-Informationen auf ungewohnte Weise zum Ausdruck.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
#1 - 04.05.2018, 18:52 von phantasierender...

Er schweigt soso ja das kennen wir ja von

seiner Chefin die macht das auch immer so wenn es ernst wird. Es wird zunehmend ernster was die Globalisierung betrifft und unsere Politiker hüllen sich in Schweigen.

#2 - 04.05.2018, 19:05 von missourians

Mehr als überfällig!

Die hervorragende Infrastruktur und Kaufkraft der EU ausnützen, die aus Steuereinnahmen gebildet wird, aber die Steuern ins Ausland transferieren, wenn es nach Trump geht, sogar in Zukunft in die USA.

Geld ausgeben darf die EU, einnehmen nicht?!?!?

#3 - 04.05.2018, 19:06 von mikelinden

Wertschöpfung

Bei den Händlern in den jeweiligen Ländern findet eine Wertschöpfung statt, Steuern werden fällig. Hinzu kommen die jeweiligen Verbrauchssteuern. Warum sollten digitale Unternehmen wie Facebook anders behandelt werden? Eine Digitalsteuer macht Sinn, dem Verbraucher kann`s vermutlich egal sein, da diese Kosten wohl kaum durchgereicht werden können.

#4 - 04.05.2018, 19:55 von sachsuli

Ich gebe Ihnen recht,

aber die Kosten werden sehr wohl an den Konsumenten weiter gereicht werden.
Was vergessen wird, ist der Umstand, wie der Steuerentstehungstatbestand definiert werden soll. Gerade dann, wenn - wie bei Facebook-, keine Sache / Gegenstand an einen innergebietlichen Abnehmer verkauft wird. Denn hier werden nur Kundendaten verkauft und zumeist an Firmen, die sich wiederum ein Plätzchen suchen, wo man keine, oder wenig Steuern zahlt.
Anders liegt der Fall in der Causa Amazon. Wenn hier z.B. Artikel aus China über diese Plattform verkauft werden, müsste hier der Plattformbetreiber in Haftung genommen werden, wenn der im Ausland ansässige Lieferant keine Steuern oder Zölle zahlt.
Was unseren Ex-Finanzminister anbetrifft, so bedauere ich es zutiefst, das er auf dem Altar der Verhandlungen zur Jamaika Koalition geopfert wurde. Dr. Schäuble ist ein ganz anderes politisches Kaliber, gegen den sich der zeitige Finanzminister, bei allem Respekt, momentan noch als Leichtmatrose zeigt.

#5 - 04.05.2018, 20:34 von spon_3590950

Die Deutschen und der Export

Scholz weiß, dass die großen US Softwarefirmen ,sowie UBER sich an die US Administration (hier Donny T; Baby) wenden, wenn sie Probleme (z. B. Steuern) im Ausland haben. Die Drohungen mit den Zöllen sind doch auch nur Geplänkel, um den US Firmen bessere Chancen auf den europäischen Märkten zu verschaffen. Scholz hat die deutsche Exportwirtschaft im Auge und macht will auf Good Will machen. Da ist die EU zweitrangig. Das machen die Deutschen auch bei den Chinesen so, wenn die die Autoexporte im Visier haben. So kann man die EU auch ruinieren.

#6 - 04.05.2018, 21:22 von Nordstadtbewohner

Welche hervorragende Infrastruktur?

Zitat von missourians
Mehr als überfällig! Die hervorragende Infrastruktur und Kaufkraft der EU ausnützen, die aus Steuereinnahmen gebildet wird, aber die Steuern ins Ausland transferieren, wenn es nach Trump geht, sogar in Zukunft in die USA. Geld ausgeben darf die EU, einnehmen nicht?!?!?
Welche "hervorragende" Infrastruktur nutzt den Facebook zum Beispiel in Deutschland? Die Server werden von FB selbst unterhalten und finanziert. Und die langsamen Internetanschlüsse in Deutschland würde ich nicht als "hervorragend" bezeichnen. Dazu kommt, dass sie von privat finanziert werden.

Und zu Amazon: Warum kommt hier gerade immer wieder im Forum die verleumderische Behauptung, Amazon zahle in Deutschland/ der EU keine Steuern? Amazon zahlt alle gesetzlich vorgeschriebenen Steuern. Wer es nicht glaubt, sollte mal den Generalbundesanzeiger lesen.

#7 - 05.05.2018, 08:36 von m82arcel

Ich halte es für richtig, wenn Unternehmen wie Facebook, Google, Microsoft, Apple und ein paar weitere zusätzlich in der EU besteuert werden. Hier werden Milliardengewinne erzielt, ohne das dem Jobs oder Investitionen in gleicher Weise gegenüber stehen.
Gleichzeitig habe ich große Sorgen, wenn die EU eine solche Steuer einführen will, da die EU in solchen Fällen wenig Feingefühl besitzt. Man sieht es an der DSGVO, die im Grunde verhindert, dass in Europa Unternehmen wie Facebook, Google oder Microsoft gegründet werden könnten. Würde irgendein EU-Student einen "Algorithmus" entwickeln, der ähnlich wie die von Google arbeitet, stünde er mit einem Bein im Gefängnis, sobald er ihn auf das Internet loslässt (wie übrigens ab dem 25. Mai auch jeder Verein, Arzt, Handwerker, etc mit eigener Website). Wenn da noch EU-Digitalsteuern dazu kommen, erstickt das wahrscheinlich jede Innovation, die nicht von großen Konzernen (mit entsprechender Rechtsabteilung) ausgeht.

#8 - 05.05.2018, 08:49 von thomasp1965

Amazon

Zitat von Nordstadtbewohner
Und zu Amazon: Warum kommt hier gerade immer wieder im Forum die verleumderische Behauptung, Amazon zahle in Deutschland/ der EU keine Steuern? Amazon zahlt alle gesetzlich vorgeschriebenen Steuern. Wer es nicht glaubt, sollte mal den Generalbundesanzeiger lesen.
ist das Unternehmen, das dem Umsatzssteuerbetrug insbesonders chinesischer Firmen massiv Vorschub leistet, ihn sogar fördert.
An sich kann man die Verkommenheit derjenigen, die die Dienste dieses kriminellen Unternehmen in Anspruch nehmen, nur vergleichen mit den Käufern von Zigaretten auf Polenmärkten.