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Ex-VW-Chef: Martin Winterkorn in Dieselaffäre angeklagt

Peter Schatz/ ActionPictures/ imago images Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn erhoben. Sie wirft ihm unter anderem schweren Betrug vor.
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#1 - 15.04.2019, 14:47 von claus7447

Hat lange gedauert - die Mühlen der Jusitz

Nach meinem Geschmack fehlt aber ein Name auf der Liste. Fängt mit "P" an und hört mit "h" auf. Der Mann ohne den keine Schraube eingedreht wurde. Der Aufsichtsrat, der ziemlich eilig das Unternehmen verließ.

#2 - 15.04.2019, 14:49 von ForumBesucher

Mal abwarten

Die führenden Bosse unseres wichtigsten Wirtschaftszweigs werden alle Register ziehen und vermutlich weit unterhalb eines gerechten Strafmaßes davonkommen. So war das immer, so wird das bleiben. Das Kartell der Systemprofiteure, zu denen auch viele Politiker zählen, wird's richten. Dem angeblichem Souverän bleiben nur Staunen und Wut und - die Möglichkeit, durch andere politische Kräfte Veränderungen herbeizuführen. Was VW, Daimler & Co so treiben, spottet ohnehin jeglicher Beschreibung, um einen solch organisierten Betrug so durchzuziehen, bedarf es einer Menge krimineller Energie.

#3 - 15.04.2019, 14:51 von meybauer

Mal sehen!

Bei dem vorgegebenen Strafmass gehe ich mal davon aus, dass es so um die 6-8 Monate werden. Wobei der "Hausarrest" angerechnet wird oder die "Strafe" wegen gesundheitlichen Gründen nicht angetreten werden kann. Der Herr kann sich getrost zurücklehnen, dem passiert garnichts. Ausser der Unbequemlichkeit der Verfahrensteilnahme.

#4 - 15.04.2019, 14:53 von Haarfoen

Interessant ...

... mal schauen ... so wie ich unsere Rechtsstaatlichkeit einschätze, gibt es einen Strafbefehl über 150.000.- €, die stillschweigend gezahlt werden. Und Bewährung natürlich, mit "strengen" Bewährungsauflagen. Hat er Pech, dann muss er wie Herr Hoeneß im schönen Landsberg ein wenig verweilen, um im noch schöneren Rothenburg seinen Freigang abzuleisten. Beeindrucken wird dies die Gilde um Herrn Winterkorn wenig. Diesen Exzessen wird sauber Vortrieb geleistet, da Wirtschaftskriminalität in diesem Umfang in hiesigen Gefilden nur lax geahndet wird, wie bekannt. Und so geht es dann weiter, immer weiter ...

#5 - 15.04.2019, 14:55 von bayerns_bester

Hatte hier nicht der Forist marcaurel 1957 gebetsmühlenartig bei diversen Berichten immer wieder behauptet, dass das Verhalten von VW bzw. seiner Verantwortlichen selbstverständlich keineswegs strafrechtlich relevant sei, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit darstelle? Wie auch immer: Diese Anklage hat Sprengstoff in sich. Sollte es hier wirklich zu Verurteilungen wegen Vorsatzdelikten kommen, dürfte auch der Versicherungsschutz der D & O Versicherungen der Angeklagten in Frage stehen.

#6 - 15.04.2019, 15:05 von James Blönd

Zitat von ForumBesucher
Die führenden Bosse unseres wichtigsten Wirtschaftszweigs werden alle Register ziehen und vermutlich weit unterhalb eines gerechten Strafmaßes davonkommen. So war das immer, so wird das bleiben. Das Kartell der Systemprofiteure, zu denen auch viele Politiker zählen, wird's richten. Dem angeblichem Souverän bleiben nur Staunen und Wut und - die Möglichkeit, durch andere politische Kräfte Veränderungen herbeizuführen. Was VW, Daimler & Co so treiben, spottet ohnehin jeglicher Beschreibung, um einen solch organisierten Betrug so durchzuziehen, bedarf es einer Menge krimineller Energie.
Ich stimme Ihnen zu, außer in einem Punkt. Wenn Sie schreiben, das war schon immer so und wird immer so bleiben, ist das nichts anderes als eine sich selbsterfüllende Prophezeiung. Sie tun damit den Leuten auch noch einen Gefallen.

Ich bin sehr gespannt auf den Prozess und beim Vorwurf des schweren Betrugs kann sich Herr Winterkorn ziemlich warm anziehen. Abgesehen davon dürfen Sie nicht vergessen, solche Leute sind oft genug extrem eitel. Gerade in Bezug auf Herrn Winterkorn kenne ich eine kleine Anekdote, die ich aber nicht erzähle möchte. Fegefeuer der Eitelkeiten, sage ich nur.

Allein schon die Anklage wird Herrn Winterkorn, da bin ich mir sehr sicher, richtig wehtun. Gut so. Er hat es nicht anders verdient.

#7 - 15.04.2019, 15:18 von zuckerfuchs

Das wird nach dem

.... Hoeneß-Prinzip geregelt.

Schlimmer finde ich jedoch, dass diese Automaffia auch noch von den Betrügereien profitiert, indem sie neue Autos verkaufen, anstelle jedem nachgewiesenen Maßen Betrogenen eine neue Karre auf den Hof zu stellen, wie es sich anständigerweise gehören sollte. Ob sie daran Pleite gehen, oder nicht, ist völlig nebensächlich. Diese Eroressesreien mit den Arbeitsplätzen kann man nich mehrt
hören.

#8 - 15.04.2019, 15:19 von claus7447

Erstaunlich lange malten die Mühlen.

Aber gab es da nicht noch einen Aufsichtsrat - der eigentlich jede Schraube im Konzern kannte - ohne den nichts ging. Der sich auffällig kurz vor auffliegen aus dem Staub gemacht hat.

#9 - 15.04.2019, 15:23 von geraldwinkeler

Was ist mit Zetsche?

Egal wie die gerichtliche Entscheidung ausfällt, Herr Winterkorn ist schon jetzt zumindest gesellschaftlich erledigt. Wieviel ihm am Ende von seinem Vermögen bleibt, wird man sehen. Mich treibt vor allem eine andere Frage um: Wie kann es sein, dass ein Herr Zetsche, der ebenfalls div. Modelle mit verschiedensten illegalen Abschalteinrichtungen bauen und verkaufen ließ, nicht nur noch immer von Gerichten unbehelligt den Boss gibt, sondern zugleich auch noch den großen Berater und Partner der Bundesregierung in Sachen umweltgerechte Mobilität von Morgen. Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen?

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