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Finanzkrimi bei Wirecard: Zahlungsverkehrt

DPA Gewiefte Spekulanten, drastische Kurseinbrüche und ein Unternehmen, das mit dem Zahlungsverkehr von Pornoseiten groß geworden ist: Der Fall Wirecard hat filmreife Zutaten. Doch was steckt wirklich dahinter?
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#1 - 20.02.2019, 12:49 von sven2016

Mit dem heftigen Kursschwankungen

wird richtig dickes Geld verdient. Für Spekulanten eine Goldgrube. Praktisch, dass der Hauptaktionär undGeschäftsführer auch gut daran verdient.

Es zeigt sich, dass Aktien nich immer eine vernünftige Anlageform für „Sparer“ sind, wenn solche Bewegungen rein durch Gerüchte inszeniert werden können.

Letztlich kann das Unternehmen daran auch scheitern.

#2 - 20.02.2019, 12:52 von w.diverso

Viertens!

Ein (amerikanischer) Konkurrent von Wirecard will sie aus dem Markt drängen oder zumindest zurückstutzen. Das wäre doch auch eine vorstellbare Variante, oder? Wenn es um viel Geld geht, dann ist vieles möglich.

#3 - 20.02.2019, 12:55 von hermanngaul

ne ist doch toll

dass, egal jetzt ob Wirecard oder ein anderes Unternehmen, mit "Wetten" Geld gemacht wird. Solche Gewinne kann man gar nicht hoch genug besteuern. Ein weiterer Faktor, der zu Instabilität der Gesellschaft beiträgt. Da verdienen einige Kapitalbesitzer mit Leerverkäufen o.ä. Unsummen (ohne jegliche Wertschöpfung) und zahlen 25% Kapitalertragssteuer (wenn diese nicht auch noch geschickt umgangen wird) während die Arbeiter sich die Hände schmutzig machen und bis zu 42% Lohnsteuer zahlen dürfen.
So machen die Pfeffersäcke auf Dauer die Gesellschaft kaputt. Zeit für eine deutliche Kurve nach links!

#4 - 20.02.2019, 13:16 von 53er

Falls er das noch nicht war,

verkommt nun auch der Handel mit Börsenpapieren zu einem mafiösen Markt. Man setzt Gerüchte in Umlauf, egal ob positive oder negative und wartet in Ruhe das weitere Geschehen ab. Unter diesen Umständen müssen Empfehlungen zum Investment in Aktien unter ein dickes Fragezeichen gestellt werden. Daher sollte die BaFin mehr als hart handeln, wenn versucht wird, durch irgendwelche Behauptungen den Aktienmarkt zu manipulieren. Solange die Wölfe sich gegenseitig selbst zerfleischen, kein Problem, wenn aber ein Abzocken vieler Kleinsparer droht, muss der Vorschlaghammer raus.

#5 - 20.02.2019, 13:17 von Willi Wacker

"Von einem neuerlichen Kursanstieg könnten zum Beispiel die Wirecard-Vorstände Jan Marsalek und Alexander von Knoop profitieren, die nach dem jüngsten Kursrutsch Aktien nachgekauft hatten."

Ähem, andersrum ist es auch richtig. Beim Kursverlust haben die genannten Vorstände (und nicht nur die!) üble Verluste erlitten.
Kurs von 200 auf 100.

#6 - 20.02.2019, 13:21 von Hoellenhagen

"Doch was steckt wirklich dahinter? "

Ich nehme mal an: heisse Luft und Bestechungen an den Börsenvorstand.

#7 - 20.02.2019, 13:31 von sponner_hoch2

Zitat von hermanngaul
Da verdienen einige Kapitalbesitzer mit Leerverkäufen o.ä. Unsummen (ohne jegliche Wertschöpfung) und zahlen 25% Kapitalertragssteuer (wenn diese nicht auch noch geschickt umgangen wird) während die Arbeiter sich die Hände schmutzig machen und bis zu 42% Lohnsteuer zahlen dürfen.
Ihr doppelter Unsinn wird auch durch mehrmaliges Widerholen nicht besser:

Erstmal: Welcher Arbeiter hat denn bitteschön einen (Durchschnitts)-Steuersatz von 42%?!? Für ein Jahreseinkommen von 48.000 EUR (und das ist ja jetzt nicht wirklich wenig) liegt der in DE bei unter 25% (bei einem Ehepaar mit gleichem Haushaltseinkommen bei unter 15%). Nichtmal der Grenzsteuersatz für einen Arbeiter liegt bei 42%, sondern (bei den beispielhaften 48T EUR) bei ~39% (für das Ehepaar: ~28%)

Zweitens: Die Kapitalertragssteuer ist nur für Privatanleger eine Abgeltungssteuer[*]. Für institutionelle Anleger (also z. B. Hedgefonds) ist sie nur eine Vorrauszahlung auf die Körperschaftssteuer. Es steht also jedem ihrer Arbeiter frei, einen Teil seines Geldes in Aktien anzulegen.
[*] Abgeltungssteuer: Ich zahle meine x Prozent (hier die 25%) und damit ist es gut. Im gegensatz zur Vorrauszahlung, wo ich (in diesem Fall) zwar erstmal 25% zahlen muss (damit die schon mal drin sind), am Ende aber trotzdem ganz normal die jeweilige Steuer berechnet wird und diese 25% eben nur eine Anzahlung waren.

#8 - 20.02.2019, 13:32 von soundcheck

Frage

Wer darf denn den Leerverkäufern eigentlich die Stücke leihen? In dem Artikel wird von großen Aktienfonds geschrieben. Aber ist es nicht so, dass diese Fonds eigentlich Kundengelder investieren und verwalten, sie also gar nicht der Eigentümer der Stücke sind. Wenn sie jetzt den Shortsellern die Stücke leihen, handeln sie doch gegen die Interessen ihrer eigenen Anleger. Genauso Banken. Angenommen ich habe bei der XY Bank ein Depot mit Wirecard Aktien. Darf eine Bank die Stücke ihrer Kunden verleihen und so gegen deren Interesse verstoßen? Oder sind die Verleiher auch immer Eigentümer der Stücke?

#9 - 20.02.2019, 13:33 von soundcheck

Frage

Wer darf denn den Leerverkäufern eigentlich die Stücke leihen? In dem Artikel wird von großen Aktienfonds geschrieben. Aber ist es nicht so, dass diese Fonds eigentlich Kundengelder investieren und verwalten, sie also gar nicht der Eigentümer der Stücke sind. Wenn sie jetzt den Shortsellern die Stücke leihen, handeln sie doch gegen die Interessen ihrer eigenen Anleger. Genauso Banken. Angenommen ich habe bei der XY Bank ein Depot mit Wirecard Aktien. Darf eine Bank die Stücke ihrer Kunden verleihen und so gegen deren Interesse verstoßen? Oder sind die Verleiher auch immer Eigentümer der Stücke?

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