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Gesundheit: Spahn will Pflegekräfte zu Mehrarbeit motivieren

DPA Tausende Stellen sind in Pflegeheimen unbesetzt, ein Ende des Personalmangels ist nicht in Sicht. Gesundheitsminister Spahn will deshalb die Arbeitsbedingungen verbessern - damit Pflegekräfte ein paar Stunden dranhängen.
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#1 - 20.09.2018, 08:59 von Hans_Suppengrün

Die eh schon überforderten Pflegekräfte sollen Überstunden machen.... Genial!

Und auf diese Weise will man die Rahmenbedingungen dieses Berufs verbessern?

#2 - 20.09.2018, 09:03 von Zaunsfeld

Nur leere Worthülsen von Spahn.
"Am Geld allein liegt es nicht." bedeutet auf Deutsch "Mehr Geld kriegt Ihr nicht. Ihr kriegt doch schon genug, auch wenns nur ein Hungerlohn ist."
"Pflegekräfte schöpfen Kraft aus Ihrer Arbeit." bedeutet "Mehr Geld kriegt Ihr nicht. Ihr habt doch so eine schöne Arbeit. Da müsstet Ihr eigentlich noch für Bezahlen, dass Ihr die machen dürft."

Wie will er denn die Pflegekräfte dazu motivieren, mehr zu arbeiten? Dazu wurde anscheinend überhaupt nichts gesagt, außer "Mit Geld jedenfalls nicht."

#3 - 20.09.2018, 09:05 von stoffi

Viele Arbeiten in Pflegeheimen

können auch von angelernten Kräften ausgeführt werden. Es werden sich mit Sicherheit genug Leute finden, die so täglich ein paar Stunden den Pflegekräften zur Hand gehen, um diese zu entlasten.
Um Personen zu waschen, kämmen, Vorlagen zu wechseln oder sie anziehen, braucht man nicht mehr, als eine Anlernzeit. Ebenso das zum Anreichen der Essens. Dann ist auch noch Zeit für persönliche Zuwendungen da.

#4 - 20.09.2018, 09:06 von Basmyr

Ohje

So langsam frage ich mich, ob der Herr Spahn in einem Paralleluniversum lebt und nur seine Ideen zu uns rüberschwappen.
Seine Aussagen sind oft so dermaßen weltfremd, dass es mir fast schon körperlich weh tut.
Pflege ist ein noch immer ein Beruf, der mehrheitlich von weiblichen Menschen ausgeführt wird. Und die schöpfen doch so viel Kraft aus dem Beruf, dass sie doch bitte diese Energie nicht privat verschwenden, sondern einfach mehr Energie tanken sollen. Besonders beim Lagern der 100-Kilo-Patienten, oder wenn der demente Patient ständig schreit. Oder bei den kilometerlangen Wegen, die man auf der Station am Tage zusammenbekommt. Das bisschen Mehrarbeit bei soviel Sonnenseiten im Beruf bringt doch nur Vorteile.
Denn wir wissen, am Geld liegt es nicht. Gott vergelt's

#5 - 20.09.2018, 09:07 von urbanism

war nicht die Arbeitsüberlastung der Hauptklage Punkt?

haben die Pflegekräfte nicht hauptsächliche über Arbeitsüberlastung geklagt. Wie lange sollen den Menschen arbeiten um die Jahrzehntelange vermurkste Politik der Parteibonzen zu reparieren. Herr Spahn wie sieht es denn damit aus, alle Politiker der etablierten Parteien arbeiten jede Woche 20 Stunden freiwillig und ehrenamtlich in der Pflege umso die miserable Gesundheits- und Pflegepolitik zu kitten.

#6 - 20.09.2018, 09:09 von adamas301

Absolut utopisch

Man liest in jeder Zeile, dass Hr. Spahn absolut keine Ahnung vom Pflegeberuf hat. Ich bin seit 12 Jahren examinierter Altenpfleger, war im Altenheim, Rehaklinik und jetzt im Krankenhaus. Dieses Traumbild, wir würden „Kraft“ aus unserer Arbeit schöpfen ist doch absoluter Nonsens. Ich mache den Job, weil ich ihn gut kann und halbwegs anständig dafür bezahlt werde. Aus keinem anderen Grund. Und statt neue Kräfte zu mobilisieren und den Pflegeberuf attraktiver zu machen, ist die Rede von Erhöhung der Arbeitszeiten. Hr. Spahn lebt in einer anderen Welt, tut mir leid. Etwas Dümmeres habe ich lange nicht mehr gehört.

#7 - 20.09.2018, 09:11 von JoachimZ.

Unfassbar!
Ich sag es mal deutlich: Die Leute in der Pflege laufen sich jetzt schon den Arsch ab! Und da soll noch mehr Arbeit auf die Leute zukommen? So langsam tickt der werte Herr Spahn nicht mehr richtig. Er kann ja mal 2 Monate lang den Job erledigen, mal gucken, was seine Füßchen, sein Rücken und seine zarten Händchen dann sagen!

#8 - 20.09.2018, 09:13 von Zaunsfeld

Zitat von stoffi
Viele Arbeiten in Pflegeheimen können auch von angelernten Kräften ausgeführt werden. Es werden sich mit Sicherheit genug Leute finden, die so täglich ein paar Stunden den Pflegekräften zur Hand gehen, um diese zu entlasten. Um Personen zu waschen, kämmen, Vorlagen zu wechseln oder sie anziehen, braucht man nicht mehr, als eine Anlernzeit. Ebenso das zum Anreichen der Essens. Dann ist auch noch Zeit für persönliche Zuwendungen da.
Das glaube ich nicht, dass Sie dafür so einfach genug Leute finden. Gerade die von Ihnen genannten Tätigkeiten sind psychisch sehr belastend. Das machen doch keine Leute, die noch nie was mit dem Thema zu tun hatten und die dann auch noch schlechter bezahlt werden, als die Pflegekräfte sowieso schon bezahlt werden.

#9 - 20.09.2018, 09:13 von xgilliganx

irgendwie scheine ich etwas nicht zu verstehen

man will einen beruf über die verbesserung der arbeitsbedingungen attraktiver machen um arbeitskraftmangel zu beseitigen. das versucht man nun durch mehrbelastung durch mehrarbeit in die wege zu leiten?

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