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Gesundheitsschäden: Französischer Bauer gewinnt Rechtsstreit gegen Monsanto

Jeff Pachoud / AFP Erneute juristische Niederlage für Monsanto: Ein in Frankreich vertriebener Unkrautvernichter der Bayer-Tochter soll bei einem Bauern schwere Gesundheitsschäden verursacht haben.
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#1 - 11.04.2019, 15:47 von From7000islands

Endlich

Endlich ein wenig Genugtuung. Die Chemie Industrie und unsere Umwelt. Wir haben nichts dagegen, wenn Monsanto & Verbrecher Kollegen versuchen , auf dem Mond mit ihrer Chemie Knoblauch zu züchten, kann dann ja kostengünstig per Solar zur Erde gebracht werden, dauert auch nicht länger , als von China nach Deutschland.

Man erinnert sich, dass noch Jahrzehnte nach dem DDT Verbot weltweit der amerikanische Hersteller in den Philippinen sein Teufelszeug verkaufte und in den höchsten Tönen anpries. Was sind das eigentlich für Manager, die andere Menschen töten oder lebenslang grausam schädigen und nichts dabei empfinden? Chemiker und Manager sind doch keine abgebrochenen Grundschüler, die die Folgen für ihr Tun nicht verstehen können, sind auch keine vorsätzlichen Mörder, die planen, Menschen zu schädigen. Wenigstens glaubt man das als Normalbürger.

#2 - 11.04.2019, 16:33 von BettyB.

Nun ja,...

Da hat sich das Bayer-Management stark verbayert. Wahrscheinlich gibt es dafür bald hohe Abfindungen für die Entscheider...

#3 - 11.04.2019, 17:03 von jf24

Wer sich mit den Fakten beschäftigt ...

... kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat weniger toxisch ist, als Zucker und Salz.
Ob die Akquisition trotzdem eine gute Idee war oder ist, darf stark bezweifelt werden, da es auf der Welt sehr viele Menschen wie "BettyB." und "From7000islands " gibt. Für die spielen Fakten keine Rolle, sondern es muss immer einen Schuldigen geben.

#4 - 11.04.2019, 17:23 von lesheinen

Ich habe das Gefühl, dass die ehemaligen Eigentümer von Monsanto das sinkende Schiff zur für sie rechten Zeit verlassen haben. Die Zeit der Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche haben sie kommen sehen. Und Bayer sah die nur Dollar- aber keine Warnzeichen, nahm das Kreuz. Dumm gelaufen.

#5 - 11.04.2019, 17:43 von josef2018

Dann können

Zitat von jf24
... kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat weniger toxisch ist, als Zucker und Salz.
Sie sich ja gerne Glyphosat ins Essen mischen, wenn es so harmlos ist.
Im Ernst, ein Mittel das Pflanzen zum absterben bringt kann niemals harmlos sein. Das sieht man besonders in Ländern mit intensiver Nutzung von Glyphosat, wie am Beispiel Argentinien.

"Tatsächlich sind hier nicht wie sonst im Landesdurchschnitt Herzkreislauferkrankungen die häufigste Todesursache – hier ist es der Krebs. Dazu kommen auffällige Häufungen von Atemwegs- und Schilddrüsenerkrankungen, Fehlgeburten und auch eigentlich seltene Krankheiten:
„In Chabás haben wir Fälle von Amyotropher Lateralsklerose, also ALS, eine Krankheit, die zum Beispiel in Spanien eine Person von 50.000 trifft. Und in Chabás mit weniger als 8.000 Einwohnern haben wir vier Fälle.“

https://www.deutschlandfunk.de/argentinien-krank-durch-glyphosat.724.de.html?dram:article_id=423508

Wenn Sie sich informieren, werden Sie auf viele solcher Berichte stoßen. Oder arbeiten Sie für Bayer und können nicht anders als solche Behauptungen zu verbreiten?

#6 - 11.04.2019, 17:48 von kumi-ori

Die Pharma-Sparte von Bayer wirft immer noch Gewinn ab. Wenn Bayer seine Pharma abstößt, wird es wohl genug Geld einnehmen, um davon die Schadensersatzansprüche der Monsanto-Geschädigten zu erfüllen. Insofern sehe ich kein Problem. höchstens mit den Betriebsrenten der Bayer-Mitarbeiter könnte es schwierig werden. Aber die haben ja dann die Genugtuung, mit ihren Beiträgen ein gutes Werk getan zu haben.

#7 - 11.04.2019, 17:53 von mhwse

dass es indirekt Krebs auslöst mag ein Mythos sein

Zitat von jf24
... kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat weniger toxisch ist, als Zucker und Salz. Ob die Akquisition trotzdem eine gute Idee war oder ist, darf stark bezweifelt werden, da es auf der Welt sehr viele Menschen wie "BettyB." und "From7000islands " gibt. Für die spielen Fakten keine Rolle, sondern es muss immer einen Schuldigen geben.
am Fakt, dass unser genetisches Erbe zerstört wird, ändert das nichts. (Wildpflanzen Vögel, Säugetiere, Insekten .. Biotope)
Durch Billigst Nahrungsmittel (auch wenn sie an sich sauber sind) - sinkt letztendlich doch auch die Lebenserwartung des Menschen.

Leben heißt nicht zwangsweise, zermatschte Kuh im Billig Getreidemantel im Überfluss ohne zu kauen verschlucken ..

Die mitgelieferten, durch Antibiotika resistenten Keime sorgen dann für im später geschwächten Organismus für den Rest.
(im Übrigen sind Zucker und Salz keineswegs harmlose Substanzen - gering dosiert sicher lebenswichtig ..)

#8 - 11.04.2019, 18:21 von permissiveactionlink

#3, jf24

Ihnen ist aber jetzt nicht etwa entgangen, dass es im Artikel gar nicht um Glyphosat geht, sondern um Alachlor ? Dass diese Substanz erheblich gefährlicher ist als Glyphosat, und in der Bundesrepublik mitsamt der gesamten zugehörigen Stoffklasse niemals zugelassen war ? Schon möglich, dass Glyphosat ungiftig für den Menschen ist, aber es bestehen Zweifel. Die wischen Sie wahrscheinlich einfach weg mit der Begründung, die Substanz hemme nur ein Enzym, dass ausschließlich in Pflanzen und den meisten Mikroorganismen auftritt. Aber da kann man nie sicher sein. Bisher dachte man auch immer, Gyrasehemmer blockierten selektiv nur die Gyrase der Bakterien. Das ist aber nicht der Fall : Inzwischen gelten Antibiotika, die auf Gyrasehemmung basieren, z.B. Ciprofloxazin, als höchst gefährlich, und werden nur mehr in ganz besonderen Fällen überhaupt noch empfohlen. Die Warnung kam von der Industrie, nicht von Pharma- oder Chemie-Skeptikern.

#9 - 11.04.2019, 19:02 von Lemmingeforscher

Göttliches Management

Eine Studie über Management Entscheidungen würde wohl zum wissenschaftlichen Beweis führen, dass ab einem gewissen Punkt Manager dazu neigen, sich für gottähnliche Wesen zu halten.
Die Liste wahnwitziger Entscheidungen aus der jüngsten Zeit bei denen ganze Industriezweige an den Rand des Ruin kommen gibt dieser These Nahrung.

Die Inkompetenz der Bayer Manager ist dabei wohl nur noch schwer zu überbieten. Wenngleich der Kreativität von Idioten keine Grenzen gesetzt ist, ist hier eine Steigerung kaum mehr vorstellbar.
O. k., ich lasse mich überraschen.


Auf die Idee sich einen Konzern, welcher in der Öffentlichkeit mit den Vorwürfen Menschen mit ihren Giften zu schädigen sich auch nur schenken zu lassen ist grobfahrlässig und extrem gefährlich für das eigene Unternehmen.

Dafür aber noch 63 Milliarden hinterlegen, dafür fehlen mir schlicht die Worte.

Die „geniale“ Idee, gesetzliche Vorschriften mit „raffinierten“ Tricks schlicht zu umgehen zeugt von einer grandiosen Fehleinschätzung der Intelligenz von Behörden und Bürgern.

Europäische Gesetzgeber wäre sehr gut beraten die persönliche Haftung von Vorständen sehr deutlich strenger zu sanktionieren.

Ganz besonders dann, wenn, wie in der Automobilindustrie, ein hohes Maß an krimineller Energie ganz offenkundig ist.

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