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Wirtschaft

IAB-Studie: Digitalisierung bedroht 60.000 Jobs in der Industrie

DPA Die Digitalisierung krempelt die Industrie um: 430.000 neue Jobs entstehen laut einer Studie - gleichzeitig gingen fast eine halbe Million Arbeitsplätze verloren.
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#1 - 22.10.2015, 16:33 von ostwestfale_

Man sieht

Wie wichtig Ausbildung ist und wie sie immer wichtiger wird.

Die Arbeitsplätze mit geringer oder gar keiner notwendigen Ausbildung werden immer weniger, und die verbleibenden ins Billiglohnland verlagert.
Daher können wir es uns n.m.M. nicht wirklich leisten weitere wenig bis gar nicht ausgebildete Menschen mit fremder Sprache so laut willkommen zu heissen.
Diese werden auf Jahrzehnte eine Last für unser Sozialsystem bleiben.
Daher ist eine sehr besonnene Selektion nach echten Flüchtlingen und Wirtschaftflüchtlingnen dringend angeraten.
Aber auch hier versagt die Regierung, wie bei der politischen Steuerung unseres Bildungs- und Ausbildingssystems.

#2 - 22.10.2015, 16:36 von claus.w.grunow

Logik der Politik

Dann gibt es mit den hochqualifizierten Flüchtlingen Vollbeschäftigung in Deutschland und es wird dadurch immer reicher. Die "Alten", das ist das Volk (laut Jacob Augstein), gehen dann in Rente.

#3 - 22.10.2015, 16:37 von matijas

frühzeitig gegensteuern ...

"Um die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt abzufedern, müssten Firmen frühzeitig gegensteuern, mahnen die Forscher."

"Frühzeitig gegensteuern", das ist lustig, denn gegen Linke wird tagaus tagein heftig gegen "Planwirtschaft" argumentiert.

Dabei könnte nur eine gesamtgesellschaftlich geplante Produktion solche gigantischen Umbrüche verträglich vorbereiten und durchführen. Im Kapitalismus führt die Erleichterung der Arbeit zur Existenzgefährdung der Arbeitenden statt zu einer sinnvollen Umverteilung von Arbeit. Jeder müsste letztendlich weniger arbeiten müssen und/oder spürbar mehr Einkommen erhalten. Wenn es mit vernünftigen Dingen zuginge. Tut es aber nicht.

Stattdessen hat Marx doch wieder Recht: zunehmende Industrialisierung unter kapitalistischen Bedingungen heißt: zunehmende Verarmung und zunehmende Ausbeutung. Die "uns gehts doch gut"- Rufe gegen Systemkritiker haben ziemlich nachgelassen.

Aber für alles gibts ja ab jetzt eine neue bequeme Generalausrede: die Flüchtlinge. Sonst hätten wir natürlich blühenden Wohlstand ... und Arbeit auch für Langzeitarbeitslose.

So wie bisher ...

#4 - 22.10.2015, 16:42 von salomonh71d

Warum solche Angst?

Es ist ganz normal, dass der technische Fortschritt viele Arbeiten erleichtert und andere überflüssig macht. Warum wird der Wert der Arbeit nicht angepasst bevor der soziale Frieden endgültig dahin gerafft wird?

#5 - 22.10.2015, 16:51 von Knack5401

Seit mehr als dreißig Jahren wird das behauptet

Wieder ein Institut, das Glaskugelleserei betreibt. Es wird wahrscheinlich so nicht kommen, dazu ein schönes Bild (Zitat aus der FAZ).
In der Autofabrik: Der Vorstand fragt den Gewerkschafter mit einem hochmütigen Lächeln: „Wie willst du meine Roboter dazu bringen, für deine Gewerkschaft zu streiken?“ Der Gewerkschafter lächelt zurück: „Und wie willst du deine Roboter dazu bringen, deine Autos zu kaufen?“

#6 - 22.10.2015, 17:13 von peterkamm-mueller

menschenleere fabrik

Solche Kassandrarufe gab es schon vor 30 Jahren, als die Wissenschaftler aus dem Bereich Maschinen-/Anlagenbau und BWL an der sogenannten "Menschenleeren Fabrik" forschten.

Mittlerweile sind die Papiere verstaubt, wird wohl Zeit, ein neues Forschungsprogramm auszurufen!

#7 - 22.10.2015, 17:48 von mij06554

Ob diese Umfragewerte schon bei Herrn Zetschke angekommen sind? Hoffentlich hat er dann auch noch Arbeitsplätze anzubieten. Derzeit lässt er ja ein paar Praktikanten (Flüchtlinge) aussuchen... 3 Std. Mindestlohn, die übrigen Stunden zahlt der Staat als Ausgleich. Generell ist es doch so, dass die Industrie Fachkräfte braucht, sich ein paar Rosinen unter den Flüchtlingen aussucht und die übrigen dürfen wir Jahrzehnte in unserem Sozialsystem "auffangen".

#8 - 22.10.2015, 17:53 von n.wemhoener

In den hochindustrialisierten Ländern wird die menschliche Arbeit unaufhaltsam weniger. Die Konsequenz daraus müsste sein: Arbeitszeitverkürzung - ein Wort, das man von den Regierenden jedoch nicht hört. Sie unterstützen damit das weitere Überangebot an Arbeit und den Druck auf die Löhne.

#9 - 22.10.2015, 18:02 von globus1

Viele Jobs sind einfach nicht ewig erforderlich

Das war so, das ist so und das wird immer so bleiben.

Wenn an der Tankstelle der Sprit billiger werden würde, wenn ich an einem Automaten tanken würde, statt an einer Kasse in einem Tankstellengeschäft mit menschlicher Bedienung zu bezahlen, würde ich am Automaten tanken. Ganz klar!

Menschen sind Fehlerquellen und halten den Ablauf auf. Schon an grünen Ampeln im morgentlichen Verkehrschaos verpennen manche das Losfahren. Das würden Maschinen besser hinkriegen.

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