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Wirtschaft

Ifo, Wirtschaftsweise & Co.: Wir leiden am Maaßen-Prinzip

Erst wackelige Thesen aufstellen - und dann prima wegkommen. Das kennen wir bisher weniger von Verfassungsschutzchefs als von Deutschlands Ökonomiepäpsten. Und das ist viel schlimmer.
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#1 - 21.09.2018, 15:54 von diorder

Das wurde langsam Zeit

Die Prognosen der sog. Wirtschaftsweisen - das Papier nich1t wert, auf dem es gedruckt wurde. Der Chef Schmidt kennt nicht mal das östereichische Rentenmodell. Die alternativen Wirtschaftswissenschaftler haben in den deutschen Medien kaum Chancen. Ihr jährliches Jahrbuch ist selten einer Erwähnung und schon gar nicht einer ausführlichen Rezension wert. Also Spiegelonline ran an die Wende zur Stärkung der Binnennachfrage durch höhere Löhne und Förderung der kleinen und mittleren Betriebe, Regulirung der Banken, Finanzaktionssteuer, Beenden der schwarzen Nullpolitik und mehr Investitionen in Infrastruktur auch wenn es kurzfristig die Schulden erhöht.

#2 - 21.09.2018, 16:03 von taglöhner

Schwurbel

Ich habe jetzt außer dem Ruf nach dem Messias dem Kommentar nichts so recht an konkreten Direktiven entnehmen können, worauf man den Autor festnageln könnte.
Jedenfalls hat ihn sein eigenes Portefeuille bisher offenbar nicht so weit gebracht, auf die Platzierung lustlos wirkender Kommentare verzichten zu können.
Ehrlich gesagt würde mich eine Bewertung durch Uli Hoeneß entschieden mehr interessieren ;). Bei garantiert vielfachem Unterhaltungswert.

#3 - 21.09.2018, 16:16 von dasfred

Von Sinn zum Unsinn ist nicht weit

Ich habe mich jahrelang gewundert, was für einen Stuß Herr Sinn im Fernsehen so verlautbaren durfte. Auch seine Kollegen, die jahrelang gegen den Mindestlohn gewettert haben, obwohl es im Ausland nicht einen einzigen Fall gab, in dem die Wirtschaft zusammen brach. Mittlerweile bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass es egal ist, was sie sagen, solange sie die Meinung ihrer Auftraggeber vertreten. Sie nennen sich nur aus Gewohnheit Experten, sind aber nichts anderes als bezahlte PR Fuzzis. So manches Magazin kann damit ein paar Seiten füllen und hoffen, dass der Leser alles vergessen hat, wenn's denn anders kommt.

#4 - 21.09.2018, 16:18 von kelcht

@diorder

Die finanztransaktionssteuer im Bitcoinzeitalter und mehr Schulden. Hört sich nach Griechenland und Venezuela an. Wobei nicht mal die Kommunisten in Südamerika ihre eigene Notmagel Krypthowährung zerlegen werden.

#5 - 21.09.2018, 16:26 von böseronkel

Zitat von diorder
Die Prognosen der sog. Wirtschaftsweisen - das Papier nich1t wert, auf dem es gedruckt wurde. Der Chef Schmidt kennt nicht mal das östereichische Rentenmodell. Die alternativen Wirtschaftswissenschaftler haben in den deutschen Medien kaum Chancen. Ihr jährliches Jahrbuch ist selten einer Erwähnung und schon gar nicht einer ausführlichen Rezension wert. Also Spiegelonline ran an die Wende zur Stärkung der Binnennachfrage durch höhere Löhne und Förderung der kleinen und mittleren Betriebe, Regulirung der Banken, Finanzaktionssteuer, Beenden der schwarzen Nullpolitik und mehr Investitionen in Infrastruktur auch wenn es kurzfristig die Schulden erhöht.
Es soll ja Leute geben, die die Weisheiten des laut BILD klügsten deutschen Ökonomen einfach so als "Unsinn von Sinn" qualifizieren. Wenn andere namhafte Wirtschaftswissenschaftler wie Gustav Horn die Nachfragezerstörung durch flächendenkenden Billiglohn für den überaus schädlichen Exportüberschuss geißeln, wird das von selbsternannten Wirtschaftsgurus mit naturwissenschaftlicher Ausbildung als wirres Geschwafel abgetan. Wer die ohne vom inländischen Fiskus belästigt zu werden an in Billigsteuerländer residierende Hedge-Fonds fließenden Milliardeneinkünfte gegenüber der für Billiglöhne hart arbeitenden Masse als ungerecht brandmarkt, muss sich schon den furchtbaren kommunistischen Virus eingefangen haben.

#6 - 21.09.2018, 16:32 von curiosus_

Wo?

Zitat von Thomas Fricke
Höchste Zeit für neue Denker. Es gibt genug davon.
Wer? Und wie war deren Prognosefähigkeit als die der etablierten Ökonomen gegen Null ging?

#7 - 21.09.2018, 16:54 von kelcht

Es gibt schlechte und gute Dinge an der Agenda 2010 über das zusammenlegen der Arbeitslosen und Sozialhilfe kann man streiten es sind aber kleine Nebeneffekte die Interessant sind aber wobei ob es Sozialhilfe oder Alg2 heißt kaum ins Gewicht fällt. Schlecht ist das durch die Agenda 2010 offenbar auch Auswirkungen auf die Hausärzteschaft und Therapeuten hatten die nicht die Eier hatten Leute Krank zu schreiben und lieber in Hartz4 schickten. Gut ist das durch wohl ein fehlender Förderbedarf für Behinderte aufgedeckt wurde und es jetzt mehr Arbeitsplätze in WfBs gibt jedenfalls sind mitte der neunziger bis heute mehr geschützte Arbeitsplätze entstanden die meist auf Dauer sind. Schlecht dagegen ist das Inklusion an den 1. Arbeitsmarkt nicht durch Jobcenter unzureichend unterstützt finanziell als auch sozial. Aber im Endeffekt schreit kein Hahn mehr nach dieser Reform sie ist da und gut ist.

#8 - 21.09.2018, 17:58 von Corona17

Wissenschaftlichkeit?

Betriebs- und Volkswirtschaft sind halt keine Wissenschaften, auch wenn es dafür Lehrstühle gibt. Es werden zwar wissenschaftliche Methoden angewandt, z.B. In Form von mathematischen Modellen. Im Vergleich zur Physik fehlt aber jede Vohersagekraft. Ein Witz ist ja, dass es einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gibt. Zehn Jahre nachdem dieser an einen Vertreter einer gewissen Schule (!) vegeben wurde, bekommt ihn meistens jemand, der das genaue Gegenteil vertritt. Das ist schon seit Generationen Jahren so. Erinnert an die Alchemisten, bevor sie zu Chemikern wurden.

#9 - 21.09.2018, 18:25 von kelcht

Zitat von Corona17
Betriebs- und Volkswirtschaft sind halt keine Wissenschaften, auch wenn es dafür Lehrstühle gibt. Es werden zwar wissenschaftliche Methoden angewandt, z.B. In Form von mathematischen Modellen. Im Vergleich zur Physik fehlt aber jede Vohersagekraft. Ein Witz ist ja, dass es einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gibt. Zehn Jahre nachdem dieser an einen Vertreter einer gewissen Schule (!) vegeben wurde, bekommt ihn meistens jemand, der das genaue Gegenteil vertritt. Das ist schon seit Generationen Jahren so. Erinnert an die Alchemisten, bevor sie zu Chemikern wurden.
Wie bei Sprachwissenschaften oder Ethnologie auch wissenschaftlich gearbeitet wird dazu sind Universitäten ja da. In meinem Bekanntenkreis finden mache jetzt Bitcoin oder Goldbasierte Währungen super ohne sich wirklich mit der Umsetzung und Folgen auszukennen. Ganz unbegründet wird das gängige Volkswirtschaftssystem und Währungssystem uns auch nicht auf den Kopf gefallen zu sein.

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