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Immobilienkauf und Miete: So teuer ist Wohnen seit 2008 geworden

imago images / Alexander Pohl Der Immobilienboom hat Deutschland sehr unterschiedlich getroffen. Während sich die Kaufpreise in Großstädten verdoppelt haben, sind sie in einigen Landkreisen sogar gesunken. Wie sieht es in Ihrer Region aus?
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#1 - 11.07.2019, 14:36 von Flying Rain

Nichts neues

Nichts neues muss ich sagen. Das mein Landkreis (Rosenheim) unter den Top10 liegt ist nicht verwunderlich.

#2 - 11.07.2019, 14:40 von HuFu

+69%

in meiner Heimatstadt, wobei sich die Gehälter im Osten wie genau noch mal erhöht haben?

Ivh hoffe, die Mär, dass es im Osten billiger ist zu wohnen, wird nicht zur urban legend....denn auch nach 30 Jahren ist und bleibt der Osten Billiglohnland, ZUDEM die Nebenkosten [sic!] höher sind!

#3 - 11.07.2019, 14:43 von michbo

Und was heißt das jetzt

für die Forderung nach einem Grundrecht auf bezahlbares Wohnen? Wird die Forderung modifiziert in „bezahlbares Wohnen an einem Ort nach Wahl des Wohnungssuchenden und unabhängig von seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen“? Per se scheint es ja durchaus noch bezahlbaren Wohnraum zu geben, wenn auch nicht in den hippen Grossstädten....

#4 - 11.07.2019, 14:46 von vliege

Flucht in Betongold.

2008, war da was? Richtig, die Bankenkrise, die wohlwollend als "Finanzkrise" bezeichnet wurde. Die direkten Folgen der "alternativlosen" und mMn illegalen Bankenrettung durch die EZB frißt die Gesellschaft auf.
Die Zockerei und Großmachtsphantasien eines Möchtegern Global Players wie z.b. der Deutschen Bank. Die mischte offensichtlich bei nahezu jeder Finanz/Bilanztrickserei mit . Die DB war bei der Ackermannschen 25%+ Renditejagd zwar nur ein mittleres bis kleines Licht, steht aber Beispielhaft für die Maßlose Bonihascherei der Banker Eliten.
Geändert hat sich seit damals wenig.
Wie denn auch? Der Drehtüreffekt von Finanzwelt/ Politik und wieder zurück funktioniert prächtig.
Die Politik hechelt gewollt oder auch nicht der Entwicklung hinterher und antwortet mit
Verzweiflung wie z.b.Enteignung oder Plakativem Vorwahlen Tatendrang.
Nach der Wahl dann wieder Status quo Trott.

#5 - 11.07.2019, 15:00 von hoeffertobias

Ein gut gewählter Zeitraum ...

.... zwischen 2008 (Finanzkrise, Geld extrem knapp, Unsicherheit bezüglich der Konjunktur, Zukunft unsicher wie nie) und 2018 (Geld in EU günstig wie nie, Negativzinsen für Kapitalanlagen, extrem viel Geld auf dem Markt, Konjunktur brummt) kann schon eine Menge ausmachen.

Man sollte mal die Entwicklung von 2000 bis Ende 2019 betrachten und dabei die Effekte durch staatliche Regelungen (LBO, Energieeinsparung usw.) herausrechnen. Man wird Augen machen, wie klein die Nettoerhöhung wirklich ist...

#6 - 11.07.2019, 15:01 von isar56

Wir

selbst und einige Freunde wohnen in 70-80%igen Veränderungs-Regionen. Das ist absolut abartig.
In unserer bayerischen Umgebung in Seenähe sind derzeit 8 Mietwohnungen öffentlich im Angebot. Schweineteuer oder Bruchbuden. Wie das Familien und Alleinstehende stemmen sollen bleibt mir ein Rätsel. Und in Brüssel und Berlin wird um Posten geschachert. Es kann einem Angst und Bange werden, um die sogenannten Abgehängten (Leiharbeiter, Niedriglöhner, Rentner, Familien). Wir haben das riesige Glück seit mehr als 10 Jahren keine Mieterhöhung erhalten zu haben und wohnen wunderschön - im stillen Einvernehmen mit den Hausbesitzern. Wir achten auf Haus und Hof, dafür bleibt es bei einer günstigen Miete.

#7 - 11.07.2019, 15:04 von lazarus.beutelmoser

Äpfel und Birnen

Wenn ich die Angaben des Artikels nehmen, krankt die ganze Erhebung ein wenig:
1. Sie besagt nur, dass die Verkäufer auf der genannten Plattform mehr verlangt haben. Ob sie ihre Kaufpreisvorstellung realisieren konnten, ist nicht bekannt. Vielleicht sind die Anbieter auf der Seite auch nur dreister geworden, weil die Presse ständig von steigenden Preisen berichtet - Henne/Ei-Problem). Einzig interessant sind die Kaufpreise und nicht die Angebotspreise! Hier könnten eher Informationen der Immobilienmakler oder Notare weiterhelfen, so sie sie denn herusgeben (dürfen).
2. Setzt man für den genannten Zeitraum eine Inflationsrate von 1,75% pro Jahr an und läßt Schwankungen derselben außer Acht, haben Eigentümer in Regionen, in denen die Kaufpreise nicht um knapp 20% gestiegen sind, tatsächlich einen Wertverlust hinnehmen müssen. Dann sieht die Karte schon ganz anders aus.
3. Gerade in Regionen, in denen der Markt sowieso nicht allzu groß ist, spielen natürlich auch die in den untersuchten Zeitraum angebotenen Immobilien selber eine Rolle. Wurde in 2008 in Birkenfeld die eine oder andere etwas aufwendigere Immobile angeboten und in 2018 eher nur Bruchbuden, wird das Ergebnis natürlich verzerrt. Auch wenn Größe, Anzahl der Zimmer etc. berücksichtigt wurden, kann in derartig marktengen Gegenden auch der Zustand der gerade angebotenen Häuser schon Auswirkungen auf das Ergebnis haben.
4. Die Tatsache, dass die Mieten nicht parallel zu den Preisen gestiegen sind, könnte auch die Vermutung nahelegen, dass bei steigenden Zinsen, die Mieten ziemlich zügig angepaßt werden (müssen) oder der eine oder andere (zwangsweise) Eigentümerwechsel bevorsteht.

#8 - 11.07.2019, 15:07 von k70-ingo

Zitat von vliege
2008, war da was? Richtig, die Bankenkrise, die wohlwollend als "Finanzkrise" bezeichnet wurde. Die direkten Folgen der "alternativlosen" und mMn illegalen Bankenrettung durch die EZB frißt die Gesellschaft auf. Die Zockerei und Großmachtsphantasien eines Möchtegern Global Players wie z.b. der Deutschen Bank. Die mischte offensichtlich bei nahezu jeder Finanz/Bilanztrickserei mit . Die DB war bei der Ackermannschen 25%+ Renditejagd zwar nur ein mittleres bis kleines Licht, steht aber Beispielhaft für die Maßlose Bonihascherei der Banker Eliten. Geändert hat sich seit damals wenig. Wie denn auch? Der Drehtüreffekt von Finanzwelt/ Politik und wieder zurück funktioniert prächtig. Die Politik hechelt gewollt oder auch nicht der Entwicklung hinterher und antwortet mit Verzweiflung wie z.b.Enteignung oder Plakativem Vorwahlen Tatendrang. Nach der Wahl dann wieder Status quo Trott.
Blödsinn.
Weder haben die Bankenrettung, noch die Boni der Banker etwas mit dem Preisanstieg zu tun. Das liegt allein an den niedrigen Zinsen. Diese führen dazu, daß das Geld von den Konten abgezogen und in Immobilien gesteckt wird.
Das machen nicht nur große Finanzkonzerne, sondern auch kleine private Hauseigentümer, die lieber in die Werterhaltung und -steigerung ihrer Butze investieren -mehr Wohnwert und -qualität gibt es obendrauf-, als ihre Kröten auf dem Konto von der Inflation auffressen zu lassen.
Genau das ist übrigens auch der Grund, warum Sie heute keinen Handwerker bekommen.

#9 - 11.07.2019, 15:08 von krautrockfreak

Ja, und was bringt das nun? Die, die Häuser und Wohnungen haben, die

freuen sich und die anderen, die mieten müssen, die zahlen halt mehr und mehr.
Die Frage ist nur, wie viel Prozent vom Lohn/Rente das in den einzelnen Regionen sind. Auf dem Land ist es günstig, in den Städten teuer, weil da jeder wohnen will. Ist aber auch nichts Neues.

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