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Wirtschaft

Immobilienverkauf: Regierung verzichtet vorerst auf Gesetzesänderung zu "Share Deals"

Julian Stratenschulte/ DPA Wer Grundstücksgeschäfte geschickt als Firmenkäufe deklariert, kann massiv Steuern vermeiden. Nach SPIEGEL-Informationen lässt die Große Koalition die Chance auf eine Gesetzesänderung ungenutzt.
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#1 - 02.08.2019, 19:04 von berndjag

Besser so...einfach laufen lassen

Dann haben die vom Finanzamt Zeit sich ne halbe Stunde über einen verblichenen Tankbeleg von 44 Euro auf Thermopapier aufzuregen...

#2 - 02.08.2019, 19:07 von mcsunny

Genau - analog Dieselskandal. Dieselkandal 2.0 im Wohnungsbau

Immer schön die großen Investoren schonen.
Lass mal die blöden Normalos für ihre Einfamilienhäuschen mit Grundstück heftig Steuern zahlen, aber die Investoren müssen natürlich geschont werden - klar doch, diese empfindlichen Pflänzchen, die durch Nichts-tun und herumschachern mit Immobilien die gesparten Steuern in die eigene Tasche stecken. Super gemacht Regierung !!! Und vor allem "die notwendige intensive Beratung der Share-Deal-Verschärfung", die muss natürlich abewartet werden, bis alle Lobbyisten ihren Beitrag geleistet haben und zum Schluss wahrscheinlich die komplette Steuerbefreiung herauskommt. Nur noch Irrsinn in diesem Land. Diese (sogenannte) Regierung ist nicht mehr zum Aushalten. Bitte Neuwahl, schnell. Damit da keine Missverständnisse aufkommen, ich bin absolut kein Sympathisant der AFD. Aber es ist einfach nicht mehr zum Ertragen, diese Regierung kümmert sich einen SCH... um das Gemeinwohl, nur um das Wohl von Lobbyisten. Ich schreibe hier lieber nicht wie ich das finde.

#3 - 02.08.2019, 19:14 von mcsunny

Nachtrag zum meinem Kommentar.

Dieser Finanzminister Herr Scholz ist natürlich bei dem Vorschlag für eine neue Grundsteuer sehr eifrig. Diese Normalos, die keine Lobby haben, müssen natürlich alle wertvollen Edelstahlschrauben im Haus zählen und deren Marktpreis ermitteln, müssen genau aufführen welche Qualität der Bodenbelag hat, wie die Fenster beschaffen sind, die Türen, die Dämmung der Wände, die Qualität der Elektro- und Wasserinstallation, damit auf den Cent genau der Marktwert ermittelt werden kann, um diesen zu besteuern. Danke Herr Minister, sie werden von der Finanz- und Wohnbau-Industrie den Orden am goldenen Band bekommen, damit die Schacherei von Immobilien für diese Klientel weitgehend steuerfrei bleibt.

#4 - 02.08.2019, 19:43 von mantrid

Reaktionszeit einer Wanderdüne

Man kann privaten Haus- und Wohnungseigentümer eigentlich auch nur raten, diese Steuerumgehungsnummer durchzuziehen. Die Immobilie wird in eine GmbH eingebracht, die dann neue Eigentümerin ist und dann wird die GmbH verkauft. Rechtlich bleibt die Immobilieneigentümerin die GmbH und schon hat man bis zu 6,5% Grunderwerbssteuer auf den Kaufpreis gespart. Unterstellt man einen Durchschnittspreis pro Immobile von 250.000 € und einen Grundwerbsteuersatz von 5%, sind das pro Immobilie 12.500 € x 1,8 Mio. Kaufvorgänge von 2007 bis 2017 stolze 22,5 Mrd. Euro. Statt ein paar hundert Millionen also wohl viel eher um die 2 Mrd. Euro pro Jahr! Und die Regierung sieht zu und macht ... nichts!

#5 - 02.08.2019, 20:11 von effing

Ein weiteres Beispiel

...in einer unüberschaubar langen Reihe aus Beispielen, die immer das Gleiche zeigen: der arbeitstätige Normalbürger ist die Melkkuh in diesem Land. Dieser Teil der Bevölkerung finanziert den gesamten Staat, während sich die untere Randgruppe durchfüttern lässt und die obere Randgruppe durch Tricksereien (möglich gemacht durch Ultra-komplexe Gesetzgebungen mit viel Raum für Interpretation) sich entzieht.

#6 - 02.08.2019, 20:41 von epsilon

pfui Teufel

Da kann man doch nur noch Ekel gegenüber unseren sog. Volksvertretern empfinden!

#7 - 02.08.2019, 21:10 von d.r.c.b.

GroKo - keiner wollte euch...

... und in dem Artikel steht auch ganz genau warum das so ist.

#8 - 02.08.2019, 21:36 von xberliner

Was sonst

erwartet man denn von diesen Parteipolitikern? Es hilft wahrlich nur solidarischer Druck aus dem Wahlvolk, endlich etwas zu verändern. Sowie der Druck von minus xx Prozent bei Wahlen nachlässt, fallen diese Leute wieder in die alten, aus ihrer Sicht jedoch bewährten, Verhaltensmuster zurück. Es wäre wirklich interessant zu erfahren, wie die Grünen in Regierungsverantwortung entscheiden würden. Es gäbe jahrelang genug Arbeit für sie an notwendigen Änderungen und Entscheidungen, aber (eine kleine Wette wäre es mir wert) der Glaube daran fällt mir nicht leicht. Die politische Verantwortung schaltet offenbar sonst nicht aktive Gene ein, verhindert vernünftige Ziele, Maßnahmen, Entscheidungen.

#9 - 02.08.2019, 22:58 von lathea

@mantrid Nr. 4. "Man kann privaten...

..... Haus- und Wohnungseigentümer eigentlich auch nur raten, diese Steuerumgehungsnummer durchzuziehen. " --->>> Aber nur demjenigen, der weiss, wie und mit welchen Kosten man eine GmbH gründet und der sich auch in der doppelten Buchführung und Bilanzerstellung auskennt und dies alles (fast) kostenlos selbst machen kann. Ausserdem fällt nur bei der Veräußerung von bedtimmten Anteilen an der GmbH keine GrESt an, wenn die ganze GmbH veräußert wird, muss die GrESt auch gezahlt werden. Wetten, dass derjenige, der all das beherrscht, seine eigene Arbeitszeit besser und sinnvoller einzusetzen versteht, als so einem Vorschlag zu folgen :-)

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