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Insolvente Fluggesellschaft: Wöhrl bietet bis zu 500 Millionen Euro für Air Berlin

Getty Images Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will eigenen Angaben zufolge Air Berlin kaufen und dafür bis zu eine halbe Milliarde Euro bezahlen. Ein entsprechendes Übernahmeangebot sei bereits eingereicht worden.
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#1 - 11.09.2017, 05:49 von raoul2

Himmel

Schon wieder so ein Höhenflug wie beim "Nürnberger Flugdienst", aus dem letztlich mit der "Reise- und Industrieflug"-Gesellschaft die alte "Eurowings" hervorging - ohne Wöhrl.

Weder die "Saarland Airlines"-, die "dba"-, "LTU"- oder "InterSky"-Übernahmen oder Beteiligungen hat der Mann tatsächlich durchgehalten - immer kamen irgendwelche unvorhergesehenen Querschläge dazwischen, die letztlich "alternativlos" zum Wöhrl'schen Absprung führten.

Das angebliche Finanzierungs-Konzept, das nun die "airberlin" über Wasser und sogar in neue Erfolgsgefilde führen soll, ist gar keines - dementsprechend wird auch nur allzu durchsichtig von "Absichten" und dubiosen "Abhängigkeiten" geschwafelt, um in möglichst vielen, die dieses Angebot beurteilen sollen, so etwas wie eine Hoffnung aufkeimen zu lassen.

Besonders perfide ist die großspurige Ankündigung, die AB-MitarbeiterInnen zu übernehmen und ggf. mit einer Millionen-Beteiligung auszustatten. Viel Wind um weniger als nichts - wieder einmal.

#2 - 11.09.2017, 06:26 von Solid

Die gehen wohl alle davon aus, das Missmanagement und nicht Überkapazitäten für die Insolvenz ursächlich waren.

#3 - 11.09.2017, 06:56 von Mike1108

150 Mio

Wenn man sieht wie viel Interesse an Air Berlin besteht, dann fragt man sich wieso die Airline überhaupt Pleite gehen musste. Hat der Ex-Lufthanseat Winkelmann auf Staatshilfen gehofft oder wollte seiner Lufthansa behilflich sein? Schön, daß es jetzt scheinbar doch Wettbewerb gibt und der Steuerzahler sein Geld vielleicht zurück bekommt.

#4 - 11.09.2017, 09:01 von thomas0815-1

jedes (seriöse) Angebot...

welches die Komplettübernahme von AB vorsieht, ist mir persönlich in jedem Fall sympathischer, als die Leichenfledderei die LH/ EW betreiben wollen. Was mich aber - und ich vermute mal fast alle Kunden von AB (und vor allen die, die ein gekauftes Ticket besitzen) - viel mehr interessieren würde: werden in den Angeboten auch Äußerungen /Verpflichtungen zu den gekauften Tickets gemacht? Was passiert damit? Und auch bzw. gerade deshalb, weil auf der AB Seite seit der Insolvenz bis heute Tickets verkauft werden!? Wenn (wenn!?) ich also heute ein Ticket z.B. für Dezember buche, kaufe ich auch eine bestimmte Leistung ein. Es ist aber schwer davon auszugehen, das AB im Dezember (als AB) nicht mehr fliegt. Bestenfalls übernimmt einer der Erwerber auch die Tickets, aber mit Sicherheit nicht die gekauften Leistungen (mal 'konkret' spekuliert: ich kaufe ein Ticket in Class C -Business- Langstrecke und EW übernimmt. Deren Tarif "Best" ist nicht mal im Ansatz ähnlich , wie die BUS von AB!). Ist somit das verkaufen der Tickets von AB (kontrolliert durch den Insoverwalter!) nicht vorsätzlicher Betrug? Sie verkaufen Leistungen, die mit 99 %iger Sicherheit nicht mehr erbracht werden!

#5 - 11.09.2017, 09:12 von weltenbummler20

Endlich eine positive Nachricht

Man kann nur wünschen, dass Wöhrl die Air Berlin rettet und zusammenhält.
Eine Übernahme durch Lufthansa wäre m.E. das schlechteste, was vor allem den Kunden, Mitarbeitern und somit der deutschen Luftfahrt passieren könnte. Höhere Flugpreise wären die Folge - durch fehlende Konkurrenz im eigenen Lande.

#6 - 11.09.2017, 09:20 von müllers

Ei auf´m Kopf

Zitat von raoul2
Schon wieder so ein Höhenflug wie beim "Nürnberger Flugdienst", aus dem letztlich mit der "Reise- und Industrieflug"-Gesellschaft die alte "Eurowings" hervorging - ohne Wöhrl. (...) Besonders perfide ist die großspurige Ankündigung, die AB-Mitarbeiter zu übernehmen und ggf. mit einer Millionen-Beteiligung auszustatten. Viel Wind um weniger als nichts - wieder einmal.
Ich weiß gar nicht, auf welcher Grundlage von Wissen Sie sich eigentlich befähigt sehen, das Angebot von Wöhrl zu beurteilen. Kennen Sie die Zahle, sind Sie mit der Lufthansa verschwandt oder verschwägert.

Ja, der Mann hat in der Vergangenheit Fluggesellschaften aufgebaut oder übernommen und auch wieder verkauft. Das ist völlig normales Unternehmertum,. Das Entscheidende ist aber doch, a) für die Wirtschaft und Kundschaft, ob in dieser Branche der Lufthansa ein Konkurrent erhalten bleib und damit auch weiter bestehender Anlass für bezahlbare Preise im mittleren Segmennt und b) ob die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben. Da Wöhrl ja als einziger die Air Berlin als Ganzes übernehmen, bedeutet dies ja, dass auch die Arbeitsplätze in der Verwaltung erhalten bleiben werden.

Ich weiß nicht, was an Letzterem für Sie "perfifde" ist. Irgendwie haben Sie Ihr Frühstücksei auf´m Kopf. Der einzige der hier Wind um Nichts macht - sind Sie.

Natürlich basieren auch diese Aussichten auf Kalkulationen. Ob diese in der Zukunft zutreffen, weiß keiner. Auch Sie nicht. Selbst wenn Wöhrl wie im Fall der deutschen BA - eine der angehmsten innerdeutschen Fluglinien, mit denen ich je geflogen bin - die Air Berlin nur für zwei oder drei Jahre halten würde, hätte er in dieser Zeit die Preise und Arbeitsplätze gehalten, und würde im Fall eines Verkaufs möglicherweise einen herangewachsenen Konkurrenten stärken, wie er es damals mit dem Verkauf der BA an Air Berlin getan hat.

Fragen Sie mal die Mitarbeiter von Air Berlin, ob ihnen das nicht doch ein bißen lieber wäre, als nun sofort entlassen oder in den Niedriglohn-Segment gesteckt zu werden,

Und jetzt essen Sie mal Ihr Frühstücksei auf.

#7 - 11.09.2017, 09:31 von INGXXL

#3

Bei den meisten ist doch nur heisse Luft dahinter Wöhrl, Claassen und Lauda kann man doch nicht ernst nehmen, die haben doch alle schon Unternehmen ruiniert. Fehlt nur noch Medon dann wäre die Runde perfekt. Es bleibt nur LH uns Easyjet /Condor Alles andre sind doch nur Seifenblasen

#8 - 11.09.2017, 09:56 von saftfrucht

Zitat von Mike1108
Wenn man sieht wie viel Interesse an Air Berlin besteht, dann fragt man sich wieso die Airline überhaupt Pleite gehen musste. Hat der Ex-Lufthanseat Winkelmann auf Staatshilfen gehofft oder wollte seiner Lufthansa behilflich sein? Schön, daß es jetzt scheinbar doch Wettbewerb gibt und der Steuerzahler sein Geld vielleicht zurück bekommt.
Die Airline musste Pleite gehen, weil sie kein Geld mehr hatte, ganz einfach. Hätte Winkelmann in dem Moment keinen Insolvenzantrag gestellt, hätte er sich strafbar gemacht. Mit unfairem Wettbewerb oder Behilflichkeiten für Lufthansa hat das nichts zu tun, das sind bösartige Unterstellungen von jemandem, der wirklich null Ahnung von der Materie hat.

#9 - 11.09.2017, 09:59 von müllers

Zitat von INGXXL
Bei den meisten ist doch nur heisse Luft dahinter Wöhrl, Claassen und Lauda kann man doch nicht ernst nehmen, die haben doch alle schon Unternehmen ruiniert. Fehlt nur noch Medon dann wäre die Runde perfekt. Es bleibt nur LH uns Easyjet /Condor Alles andre sind doch nur Seifenblasen
Ich bewundere Ihre Expertise.

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