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IW-Chef Hüther: "Ich glaube nicht, dass ein Familiensplitting kommt"

DPA Das von der Union geplante Familiensplitting ist einer Untersuchung zufolge teuer, bevorzugt Besserverdienende und hält Mütter von der Rückkehr in den Job ab. Wirtschaftsforscher Michael Hüther plädiert stattdessen für bessere Kinderbetreuung und fordert Unternehmen auf, mehr für Familien zu tun.
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#1 - 04.09.2013, 18:22 von andere Hobbys

Man sollte sich vielleicht

von der Argumentation trennen, dass etwas fuer den Staat teuer ist und er Kosten hat.
Der Staat ist ein Umverteilungsinstrument fuer Steuereinnahmen.
Die Kosten fallen daher nur beim Steuerzahler an.

Und natuerlich ist es ein guter Ansatz, wenn das Geld sofort beim Steuerzahler bleibt und nicht wieder vom Staat nach dem Giesskannenprinzip ueber dem Buerger ausgekippt wird. Wie kann es fuer den Staat teuer sein, wenn das Geld beim Buerger bleibt ???
Das passt natuerlich dem Staatsapparat nicht , wenn muendige Buerger ihr Geld selbst verwalten.
Neben einer Schuldenbremse sollte auch eine Einnahmenbremse fuer den Staat eingefuehrt werden, so dass nicht immer neue Begerlichkeiten auftauchen und ueber Steuererhoehungen abgedeckt werden koennen.

#2 - 04.09.2013, 18:33 von stupp

Ehegatten- vs. Familiensplitting

Das Ehegattensplitting findet Herr Hüther gut, aber das Familiensplitting nicht? Mit anderen Worten: Das Fördern der Institution Ehe ist besser als das Fördern von tatsächlichen Kindern. Soll man das verstehen?

Apropos: Beim Splitting BEKOMMT niemand Geld vom Staat, sondern es muss WENIGER ABGEGEBEN werden. Ein nicht unbedeutender Unterschied!

#3 - 04.09.2013, 18:37 von böseronkel

Hüther?

Sollte der Hüther der sozialen Ungerechtigkeit plötzlich seine soziale Ader entdeckt haben? Eigentlich höchst unwahrscheinlich. Aber die schwarz/gelben Wahlkämpfer sollten sich diese Einschätzungen mal intensiv zu Gemüte führen. Der gute Peer scheint ja beim Fernsehduell und bei der Wahlkampfveranstaltung im Bundestag am 03.09. durchaus die Resozialdemokratisierung der SPD vonnöten zu halten. Aber dies kommt sicher zu spät.

#4 - 04.09.2013, 18:48 von Scheidungskind

...

War ja zu erwarten, dass die Arbeitgeber alles für Teufelszeug halten, was Mütter davon abhält, sich mehr als ein Jahr ihrem Kind zu widmen, statt möglichst billig weiterzuschuften und ihren Kindern ein gehetztes Leben zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn zu bescheren. Wie war nochmal der Zusammenhang zwischen seelischer Verletzlichkeit im Erwachsenen-Alter sowie frühkindlichem Stress und unsicherer Bindung zur Mutter?

Liebe Kinder, in diesem Land möchtet Ihr nicht geboren werden! Ihr stört nur.

#5 - 04.09.2013, 18:52 von carlogesualdo

Kinder werden auch älter

Meine Söhne, 14, 16 und 17 Jahre alt, brauchen keine Betreuung mehr, aber sie kosten viel Geld! In vier Jahren studieren sie wahrscheinlich alle drei gleichzeitig. Das bedeutet eine monatliche Belastung von mindestens 1500 €. Mehr Geld würde mir da mit Sicherheit helfen!

#6 - 04.09.2013, 19:02 von Der_Franke

Das Problem liegt woanders

Wenn die Lohnersatzleistung Hartz IV inzwiwschen höher ist als der Facharbeitelohn eines Alleinverdieners, ist etwas faul, nein nicht im Staate Dänemark, sondern im Staat Deutschland. Am bestens wäre es alle familienbasierenden Leistung nur über Steuerfreibeträge zu regeln. Wenn Leute, die nicht mal sich selbst versorgen können, noch viele Kinder in die Welt setzen ist das gegen über Mitmenschen, die das bezahlen dürfen, rücksichtlos.

#7 - 04.09.2013, 19:03 von Der_Franke

Förderung?

Zitat von stupp
Das Ehegattensplitting findet Herr Hüther gut, aber das Familiensplitting nicht? Mit anderen Worten: Das Fördern der Institution Ehe ist besser als das Fördern von tatsächlichen Kindern. Soll man das verstehen? Apropos: Beim Splitting BEKOMMT niemand Geld vom Staat, sondern es muss WENIGER ABGEGEBEN werden. Ein nicht unbedeutender Unterschied!
Wir haben doch schon Familiensplitting. Ehegattensplitting und hohes Kindergeld bewirken doch das.

#8 - 04.09.2013, 19:06 von wiwawozi

Arbeitsmarkt über alles?

Von kindlichen Bedürfnissen hat Herr Hüther wohl noch nie etwas gehört. Ist die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt denn wirklich das Wichtigste auf der Welt? "Es gibt Müttern auch noch den vollkommen falschen Anreiz möglichst lange der Arbeit fern zu bleiben" - nein, es (das Betreuungsgeld) gibt Müttern (und natürlich auch Vätern) die Möglichkeit, sich möglichst lange und intensiv um ihr Kind zu kümmern, und das ist doch viel wichtiger!

#9 - 04.09.2013, 19:20 von acre

Wie das?

Zitat von böseronkel
Sollte der Hüther der sozialen Ungerechtigkeit plötzlich seine soziale Ader entdeckt haben? Eigentlich höchst unwahrscheinlich. Aber die schwarz/gelben Wahlkämpfer sollten sich diese Einschätzungen mal intensiv zu Gemüte führen. Der gute Peer scheint ja beim Fernsehduell und bei der Wahlkampfveranstaltung im Bundestag am 03.09. durchaus die Resozialdemokratisierung der SPD vonnöten zu halten. Aber dies kommt sicher zu spät.

Hier zeigt sich in dem Bericht doch wohl eher die unsoziale Ader. Denn das IW untersucht auch die Demografie. Ebenso die Bildung.
Aber es wird ja versucht, die Frauen im Beruf zu fesseln und die Kinder in die Verwahrschule zur Einheitserziehung zu schicken.
Wie sozial ist denn die von SPD und Grünen geplante Abschafftung des Ehegattensplittings?

Und mit der Wahlkampfveranstaltung vom 03.09.2013 hat das absolut nichts zu tun, da der Bericht bereits vorher erstellt worden ist. Wohl eher mit den schlechten Umfragewerten der SPD.

Wie oft Herr Hüther und das IW eigentlich mit seinen Untersuchungen wenigsten einigermaßen richtig gelegen?

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