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Wirtschaft

Klage nach Abstürzen: US-Pilot wirft Boeing "beispiellose Vertuschung" vor

AFP Ein US-Pilot strengt wegen der 737-Abstürze in diesem Jahr eine Sammelklage gegen den Boeing an. Der Flugzeugbauer habe lange von Problemen mit der 737 Max gewusst. Hat er auch die Unglücke und Startverbote in Kauf genommen?
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#1 - 26.06.2019, 07:26 von claus7447

Erschreckend,

Wenn dem so ist.

Ein alter freund von mir war 747 Kapitän und wir diskutierten öft über Sicherheit, Maßnahmen und Prozesse. Die Fliegerei hat sich da ein schema erstellt um eben gerade in Gefahrensituationen sofort, fast reflexartig das richtige zu tun.

Das hat nichts mehr mit geordneten Prozessen zu tun. Aber mit Geiz ist g....!

#2 - 26.06.2019, 07:33 von tropfstein

Das sollte Billionen kosten

Wenn ein Autohersteller schon Milliarden zahlen muss, weil seine Autos mehr Sprit verbrauchen als angegeben, dann sollte ein Flugzeughersteller, der den Tod von Menschen in Kauf genommen und verursacht hat, Billionen zahlen. Ich sage “sollte”, denn US-Gerichte werden eines der wichtigsten US-Unternehmen nicht gefährlich schädigen wollen (zumal bei so was kein Geld ins Land fließt). Exzessive Milliardenstrafen gibt man lieber ausländischen Unternehmen.

#3 - 26.06.2019, 07:35 von MisterD

Bekannte Fehler, ok...

aber er sei gezwungen gewesen? Gibt es in den USA nur eine Airline und die fliegt nur 737 Max8? Sorry, aber das ist hanebüchen, er hätte sich nen anderen Job suchen können. Ebenso gut könnte ich behaupten, ich sei gezwungen Tiefkühlprodukte zu kaufen, weil ich keine Lust habe zu kochen oder es nicht einfach nicht kann. Hier will jemand persönlich Kasse machen, nicht mehr und nicht weniger. Vermutlich geht es da mal wieder um die üblichen 2,5 Milliarden USD Schmerzensgeld, ach hörn sie doch auf ;)

#4 - 26.06.2019, 07:36 von thomas_linz

Sowas ging mal bei ATR

mehr oder weniger in die Hosen. Ich wuensche dennoch viel Erfolg bei dem Unterfangen und zwar ganz ohne Ironie.

#5 - 26.06.2019, 07:39 von toranaga747

Umsatz vor Sicherheit und Gesundheit

Realer Kapitalismus. Ist in allen Produktionsbereichen zu erkennen. Rette sich, wer kann.

#6 - 26.06.2019, 07:42 von hanfbauer2

kein Problem für Boeing...

...denn alles was die Firma bei der zivilen Produktion einbüßt, wird bei der militärischen Produktion (über)kompensiert. Dort sind die Risiken auch vor Gericht geringer: die Witwe eines Kampfpiloten hat weit weniger Chancen die Jahresbilanz nach unten zu ziehen.

#7 - 26.06.2019, 07:45 von ollifast

Strafschadenersatz in Illinois

Das macht insofern schon Sinn, um Boeing Beine zu machen, weil es für Tote im US Bundesstaat Illinois, dem Unternehmenssitz von Boeing, keinen Strafschadenersatz gibt.

Und weil sich der Eindruck vertieft, dass Boeing Klagen wegen der eigentlichen Unglücke auf billige Art erledigen will, indem sich US Gerichte für unzuständig erklären, die Angehörigen in Indonesien bzw. Äthiopien klagen dürfen und diese Urteile dann von den Amis natürlich nicht anerkannt werden und somit nicht vollstreckt werden können. Nachdem das Szenario aufgebaut wurde, bietet man dann den Angehörigen eine Abfindung mit kleiner Münze an.

Zur Wiederzulassung: Kann Boeing derzeit nur mit Software vergessen, es hat sich gezeigt, dass bei einem Ausfall oder Abschaltung des Stellmotors der vertikalen Trimmung die Handkräfte der Piloten in bestimmten Flugsituationen nicht ausreichen - und dies auch nicht können -, um per Trimmrad die Trimmung in Ordnung zu bringen. Das ist absolut sicherheitskritisch und dürfte massive mechanische und elektrische Umbauten bedingen.

#8 - 26.06.2019, 07:52 von varesino

Amerikanische Klageindustrie

Ich möchte Boeing nicht in Schutz nehmen und ich habe auch Verständnis für die Piloten deren Vertrauen in ihr Fluggerät abhanden gekommenen ist.

Aber diese Klage „Der Pilot beklagt unter anderem "erhebliche Einkommenseinbußen" sowie "schweres emotionales und mentales Leid". Er sei gewissermaßen gezwungen gewesen, die Boeing-Maschinen zu fliegen und so nicht nur sich selbst, sondern auch die Crew und Passagiere in Lebensgefahr zu bringen.“

Das ist schon Juristerei als Selbstzweck und zu Erstreitung großer Geldsummen.

Das Problem Boeing-Aufsichtsbehörde wird so nicht gelöst.

#9 - 26.06.2019, 07:54 von mhwse

elektronische Krücke

für konstruktive Fehler wäre besser ..

"neuartiges Stabilisierungssystem."?

Das Ding hat aus meiner Sicht nur den Nutzen - Konstruktionsfehler am Bautyp zu vertuschen.
Solche Aktionen bringen immer wieder die ganze Branche in Verruf - nicht die Luftfahrt - die Software Entwickler ..

Bei allen Entwicklern und Entwicklungen gilt immer:
passive Sicherheit first - d.h. wenn die Elektronik mal nicht tut - tut die minimale Physik - hier z.B. Flügel Rumpf und Triebwerke - was sie sollen.

Das Flugzeug würde dann eine gerade Lage ohne weiteren Einfluss einnehmen.

(Ein Laufroboter würde langsam die Beine einklappen und auf dem Boden sitzen bleiben, ein Auto bremst sachte ab, schaltet den Warnblinker ein und fährt rechts ran - etc ..)

Auch und gerade der Eingriff beim Steigflug ist dabei ein Fehler.
Wenn das Auto z.B. Abstände fehlerhaft einschätzt und auf dem Beschleunigungsstreifen automatisch und unvermittelt mehr Gas gibt - oder gar abbremst - wäre das ein ebensolcher Fehler.

Ich denke die US Ingenieure sind sehr gute Entwickler - was die Kosten für Testszenarien angeht, werden die dort wohl auf ein Minimum beschränkt .. die dafür Verantwortlichen werden immer frei davon kommen .. (das war bei Tesla so und bei Uber)

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