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Massiver Kursverlust des Rial: Drohende US-Sanktionen lassen Irans Währung einbrechen

AFP In zwei Tagen hat der Rial wegen möglicher Sanktionen der USA rund 18 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die iranische Zentralbank nennt als Grund für den Kursverlust eine "Verschwörung der Feinde".
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#1 - 31.07.2018, 13:04 von hei-nun

selber schuld

Es gefällt mir zwar nicht, wenn tatsächlich Trump mit seiner Sanktionspolitik Ursache der iranischen Schwierigkeiten ist, aber grundsätzlich sind solche Länder selbst schuld. Wenn die Staats-Prioritäten lauten: "Religion, Religion, Feindschaften nach Außen, Unterdrückung der Bevölkerung, Aufrüstung, usw." statt "Menschenrechte, Wirtschaft, glückliche Bevölkerung,. Demokratie, Wohlstand, usw.", dann habe ich kein Mitleid bei einer Staatskrise. Das gilt ähnlich für viele Autokratien: Türkei, Syrien und Russland seine nur exemplarisch genannt.

#2 - 31.07.2018, 13:09 von mensch0817

traurig, aber wahr

Das Traurige an der Meldung ist, dass die Einschätzung der iranischen Regierung bezüglich einer "Verschwörung der Feinde" leider im Prinzip stimmt! Während sich alle inkl. des Irans an das Abkommen gehalten haben, haben die USA unter Trump dieses aufgekündigt. Warum? Die Aussage aller anderen Partner im Atomabkommen, dass ein Abkommen immer noch besser ist als kein Abkommen und es letztlich eben zunächst "nur" darum ging, die atomaren Bestrebungen Irans unter Kontrolle zu behalten, die Aussage ist doch nach wie vor richtig. Mit welchem Recht also neue Sanktionen? Und warum verrät ein großer Teil des Restes der Welt inkl. Deutschlands dann seine vielbeschworenen Werte, wenn sie die Sanktionen letztlich doch stützen, und sei es dadurch, dass wir es den einzelnen Unternehmen überlassen, sich den Sanktionen zu beugen oder auch nicht. Ein Unternehmen muss aber natürlich auf die Größe des Kuchens schauen, und da ist die amerikanische Seite besser dran als die iranische. Leider fällt da wieder einmal die Moral hinten runter.

#3 - 31.07.2018, 14:24 von nickleby

It's the economy stupid

Mit diesem Satz hat Clinton die Situation jeder Wirtschaft genau beschrieben. Der Satz gilt auch für den Iran. Dort muss man das Ruder vollkommen herumreißen, um nicht im Abgrund zu landen. Die Mullahs müssen gemäß den wirtschaftlichen Regeln handeln, die nichts mit Religion zu tun haben. Sie müssen ihre Kriege stoppen. Sie müssen die Infrastruktur des Landes verbessern und ausbauen. Sie müssen demokratische Dialoge ermöglichen un. Sie müssen Folter, Revolutionsgarden abschaffen. Sie müssen religiöse Toleranz walten lassen. Sie müssen sich mit den USA einigen. Die uSA sind stärker als der Iran

#4 - 31.07.2018, 17:02 von birdie

Für den sich ankündigenden Zusammenbruch des Iran sind ...

folgende Faktoren massgeblich: 1. die durch Khomeini ausgelöste einseitige Islamisierungs-Revolution im Lande hat Kleriker an die Macht gespült, die ausser Hasspredigten gegen Ungläubige nichts gelernt haben, 2. die unerfahrene Führungs-Crew hat von Anfang an falsche Prioritäten gesetzt und dabei völlig unbeachtet gelassen, dass nur eine gut funktionierende Wirtschaft Wohlergehen und private Sicherheit für die Bevölkerung bringen kann, 3. statt dessen hat sich die Führung darauf versteift, militärische Machtpotentiale um jeden Preis aufzubauen und jede Kosten-Nutzen-Abwägung unterdrückt, 4. in ihrem religiösen Fanatismus hat sich die Führungs-Crew dafür entschieden, die Lehre des Islam auf dem Kriegsweg in andere Länder zu exportieren und diese Abenteuer voll zu finanzieren, 5. die einseitige Fixierung der Führungs-Crew auf die Lehren Mohammeds verhindert jeden offenen Dialog in anderen Fragen grundsätzlich, 6. last not least sind natürlich die Feinde des Islam allein schuld daran, dass der Iran auf verlorenem Posten steht.

#5 - 31.07.2018, 17:19 von HerrPeterlein

Der Iran macht große Fehler, ist aber nicht arm

Der Iran verhindert mit eigenen Problemen das Wachstum der Wirtschaft, jetzt verstärkt durch den Druck der Sanktionen. Doch wird so kein Machtwechsel von Außen erzwungen, oder der Iran in die Knie gezwungen. Dafür ist das Land viel zu stark und am Ende autark vom Westen.
Droht der Iran zu viel zu verlieren, legen sie einfach den Öltransport in der Region lahm.

#6 - 31.07.2018, 17:29 von Vorzeichen

Mensch Mullahs!

Erstens: Trump ist ein übler Geselle, aber um eine Verschwörung handelt es sich nicht. Es ist eine offene Agression, gepaart mit Zynismus.
Zweitens: Ein Geldsystem, das auf diesen zu erwarteten Fall so empfindlich reagiert, ist krank. Und zwar von innen, nicht wegen der "äußeren Feinde".
Daraus sollte für Sie folgen: Nehmen Sie das Gesprächsangebot an. Trump blamiert sich sowieso und Sie können kaum (weiteren) Schaden nehmen.
Und zweitens: Ihre Regierung ist korrupt, die Bevölkerung ist (als Folge) auch korrupt und Ihre quasisozialistische Staatsökonomie ist doppelt korrupt. Das ist die Ursache für die schwache Wirtschaft. Die Sanktionen hingegen sind nicht gerade förderlich, aber sie verursachen nicht von heute auf morgen eine so hohe Inflationsrate.
Sie regieren doch ein reiches Land. Investieren Sie die Kohle doch in Forschung statt in Stellvertreterkriege. Machen Sie vor, wie ein vom Klimawandel besonders betroffenes Land neue Wege geht. Das würde Gott sicher gerne sehen, meinen Sie nicht?
Aber wahrscheinlich geht's wieder nur ums Rechtbehalten, also fang ich mal an: Die USA sind der Satan und die islamische Revolution ist tot. Akzeptiert das endlich.

#7 - 31.07.2018, 17:48 von gunpot

Es ist nun an der Zeit, dass der letzte Iraner

merkt, dass man mit dem Steinzeitislam der Mullahs nicht weiter kommt. Fragen Sie doch mal die Iraner, die bei uns bereits in der dritten Generation leben. Das sind in der Regel gut angepasste Familien, die in Ruhe ihrer selbständigen Beschäftigung nachgehen, brav bei uns ihre Steuern zahlen und wegen des repressiven Systems in ihrem Ursprungsland ihren Mund nicht aufmachen. Gemessen an der Bevölkerungszahl vollstreckt der Iran weltweit die meisten Todesurteile, die meisten davon sind religiös begründet. Iran unterstützt Hisbollah, Hamas, den Massenmörder Assad, die Rebellen im Yemen, die schiitischen Aufrührer in Bahrein und jetzt sogar noch die Polisario und den Despoten Maduro in Venezuela. Es will Israel von der Landkarte löschen- Diesmal hat Trumpel recht. Bringt deren Währung nach unten und liefert nichts mehr. Wenn das die Iraner nicht zum Aufruhr treibt, tja, dann ist denen eben auch nicht mehr zu helfen.

#8 - 11.08.2018, 05:42 von a.warych

Die Währung ist um 2/3 eingebrochen?

"Seit Jahresbeginn hat die Währung fast zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt" heißt es im Artikel. Kann mir jemand sagen, auf welche Quelle sich das stützt? Laut Forexdaten ist der Rial von Jahresbeginn von 0.0000277 IRR/Dollar auf heute 0.0000238 IRR/Dollar gesunken. Jahrestief lag bei 0.0000226. Das sind nicht zwei Drittel sondern ca. 18,5 % also knapp ein Fünftel