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Wirtschaft

Neues Energiewende-Konzept: Ein Pizzakarton Strom

SPIEGEL ONLINE Eine Hamburger Firma will am Strom, den sie liefert, nichts mehr verdienen. Und sie will die milliardenschwere Förderung von Ökostrom überflüssig machen. Wenn das Konzept aufgeht, könnte es die Energiewende grundlegend verändern.
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#30 - 08.11.2018, 12:02 von karl-felix

Die

Zitat von arr68
wo sind denn die Transportkosten eingepreist? Das ist schließlich auch noch so ein Brocken und ich glaube nicht, dass Tennet und Konsorrten plötzlich nichts mehr verdienen wollen.
bezahlen Sie natürlich , die gehören zu den Beschaffungskosten des EVU . Deshalb ist so etwas unter dem Strich für Kleinverbraucher völlig egal. Die Differenzkosten sind zu niedrig .
Was ich nicht verstehe : Welche staatliche Förderung soll das wegfallen ? Die Mehrwertsteuer weil das Unternehmen keinen Gewinn erziehlt? Die Ökosteuern und dafür die Rentenbeiträge erhöhen ?

Die Kosten der Stromerzeugung machen jedenfalls nur ca. 18% des Endkundenpreises aus. Selbst wenn die zum Einkaufspreis geliefert werden macht das nicht mal ne Kugel Eis im Monat aus. Da gibt es sinnvolleres. Denn klar ist : Fällt z.B. die Ökostrom-Umlage als Förderung weg, steigen die Börsenstrompreise und damit die Einkaufspreise des EVU und die KOsten für die Endverbraucher.

Die Angaben sind schlicht zu dürftig, um sich da auch nur näherungsweise ein Urteil zu erlauben .
Die Stromerzeugung ist jedenfalls nur ein kleiner Teil der Stromrechnung . Da brächte es schon mehr, wie bei der MIete auf die Mehrwertsteuer zu verzichten .

#31 - 08.11.2018, 12:12 von mojo2xs

@whitewisent

Das man einen Algorithmus implementieren kann der die Verteilung mit einer zu vernachlässigenden Ungenauigkeit korrekt korrekt umsetzt ist realistisch. Ich denke bei der Firma werden die entsprechenden Fachleute sitzen die die Hardware richtig planen und mit dem Algorithmus abstimmen und / oder umgekehrt. Unschärfen kann man im Fall der Fälle auch noch mit den AGB's fangen

#32 - 08.11.2018, 12:18 von tempus fugit

Hab' mal gelesen....

Zitat von uomo_anziano
Aus der geringen Energiedichte von Solarstrom ergibt sich ein proportional hoher Flächenverbrauch. Die Idee hier ist ein typisches Netzwerk-Produkt, dass erst mit steigender Anzahl von Teilnehmern funktioniert. Die kann aber wegen des enormen Flächenverbrauchs von PV nicht so steigen, dass es als Geschäftsmodell trägt. Erfreulich aber, dass das EEG auch durch diese Idee in Frage gestellt wird.
...dass es in DE soviele potenzielle PV-Flächen gibt,
dass man damit - 100%? - der DC-Stromversorgung
decken könnte...
Alleine in den Städten (und die Flachdächer würden im Sommer weit weniger aufgeheizt durch die
Isolationswirkung durch Schattenwurf der PV-Platten...) gibt es wohl zig qkm die sich eigenen würden.
Und erstmal die darunter liegenden Wohnungen, Büros und Verkaufsläden versorgen.
Der Altmaier, der das ja mit Dauergrinsen ausbremst sähe da sehr alt aus....

#33 - 08.11.2018, 12:20 von Draw2001

Ich bin auch dabei...

Nicht vorab zweifeln, denn das ist erstmal auch dau Gift, das RWE streuen wird. Einfach Stromverbrauch nachschauen, Angebot zusenden lassen und vergleichen.FERTIG.

#34 - 08.11.2018, 12:21 von karl-felix

Überschlagen

Zitat von susiwolf
Eine hervorragende Grundidee ... Überschaubare Kosten/ eingesetztes Geld. zumal bei den derzeitigen Pluszinsen nix zu holen ist. Sozusagen ein Volksstrom [endend in einen ,Volkssturm‘ an Beteiligungen] ? Nur, ehe ich investiere, esse ich erstmal einige Pizzen und gucke mir das Ganze in einiger Zeit wieder an. (Wenigstens vom Geschmack her eine Vorsichtsmassnahme :-)
Sie einfach mal anhand Ihrer eigenen Stromrechnung :
Der Strom selber kostet Sie ca. 5 Cent/kWh . Daran will der nun nichts mehr verdienen schön .
Dann macht das evtl. 1 Cent/kWh aus. Für Normalverbraucher völlig uninteressant .

Sinnvoller ist es , selber Strom zu erzeugen und davon möglichst viel auch selber zu verbrauchen . Unsere Stadtwerke machen das so : Die setzen Ihnen ein komplette PV-Anlage aufs Dach , die Sie für 20 Jahre pachten . Sie verbrauchen den Strom so weit wie möglich selber , verkaufen den Überschuss und zahlen davon an die Stadtwerke eine Pacht . Der besondere Charme : Die Stadt muss keinen Quadratzentimeter Grundstücksfläche opfern und Sie haben kein Risiko und keine Kapitalkosten . Die Stadtwerke erhalten Pacht und preiswerten Strom und entlasten die Netze , Sie erhalten preiswerten Strom und bezahlen mit dem Verkauf des überschüssigen Stromes die Pacht und ggf. zugekauften Netzstrom .

#35 - 08.11.2018, 12:22 von mcmercy

Was soll daran jetzt so neu sein? Ökostrom Anbieter gibts ja schon zu hauf. Wenn Enyway seine Marge drücken will ist das schön für den Verbraucher aber ich glaube es wird sich für sie nicht rechnen. Am Ende hab ich die 39 € investiert und die gehen einfach pleite. Sinvoller ist einfach sich selbst ne Solaranlage inklusive Speicher aufs Dach zu setzen, da verbrache ich wirklich meinen Strom vor Ort, muss nix transportieren und muss nur in Spitzenzeiten zukaufen.

#36 - 08.11.2018, 12:47 von Klimagas

Ich hab mal gehört,

Zitat von tempus fugit
...dass es in DE soviele potenzielle PV-Flächen gibt, 1] dass man damit - 100%? - der DC-Stromversorgung decken könnte... Alleine in den Städten (und die Flachdächer würden im Sommer weit weniger aufgeheizt durch die Isolationswirkung durch Schattenwurf der PV-Platten...) gibt es wohl zig qkm die sich eigenen würden. Und erstmal die darunter liegenden Wohnungen, Büros und Verkaufsläden versorgen. Der Altmaier, der das ja mit Dauergrinsen ausbremst sähe da sehr alt aus....
dass Deutschland und Europa
1] zu 100% mit Wechselstrom, also AC, versorgt werden.

2) Sie wollten also eine PV-Anlage bauen, doch da kam Herr Altmaier mit Dauergrinsen vorbei und hat es Ihnen untersagt?

#37 - 08.11.2018, 12:50 von go-west

Das eigentliche Problem,

nämlich das der Vorhaltung bzw. der ganzjährigen Verfügbarkeit und dies über 24 Stunden pro Tag, wird hier mal wieder vollkommen ausgeklammert. DA liegt doch momentan die eigentliche Herausforderung!! Man hat ja berechnet, dass alle potentiell realisierbaren Pumpspeicherkraftwerke bei weitem nicht ausreichen werden. Auch trotz sinkender Preise sind Batteriesysteme auch keine vollumfängliche Lösung, höchstens für den Privatbedarf. Hier ist Gehirnsschmalz der Ingenieure dringend gefragt!!

#38 - 08.11.2018, 12:51 von mbb209

Das klingt nach

warum einfach und günstig, wenn es auch kompliziert und teuer geht. Statt der "Pizzakartons im Solarpark" kann man sich auch ein Panel mit 270 - 300 Wp (Größe ca. 1 Meter x 1,60 Meter) mit Miniwechselrichter und Plug and Play - Anschluß für die Steckdose kaufen. Mit Gestell, Kabel etc. vielleicht 300,-- bis 350,-- Euro, einmal bezahlt und dann ist man Eigentümer. Meinetwegen nochmal 50 bis 100,-- druff für eine Wielandsteckdose und den Elektriker. Die 1,6 qm des Panels entsprechen vielleicht 15 oder 16 "Pizzakartons" zu ca. 30 cm Seitenlänge. 15 "Pizzakartons" kosten in den ersten beiden Jahren 39,-- x 15 = 585,-- Euro - für zwei Jahre Pacht. Ende Gelände, weiter rechne ich gar nicht. Wen es interessiert, wer Platz auf Terrasse oder Balkon hat und - sofern man nicht Alleineigentümer ist - den Segen des Vermieters und/oder der Eigentümergemeinschaft hat, kann sich eine Mini-Plug & Play - Anlage aufstellen, statt die Herstellungskosten von anderer Leute Solarparks durch zweijährige "Pachten" vorzufinanzieren, die wirtschaftlich m.E. nichts anderes als ungesicherte nachrangige Genußrechte sind - ein Quell steter Freude für Kapitalanleger. Bemerkenswert, wie unkritisch dieser Bericht ist und wie wenig der wirtschaftliche Sinn hinterfragt wird.

#39 - 08.11.2018, 13:03 von karl-felix

Sie

Zitat von uomo_anziano
Aus der geringen Energiedichte von Solarstrom ergibt sich ein proportional hoher Flächenverbrauch. Die Idee hier ist ein typisches Netzwerk-Produkt, dass erst mit steigender Anzahl von Teilnehmern funktioniert. Die kann aber wegen des enormen Flächenverbrauchs von PV nicht so steigen, dass es als Geschäftsmodell trägt. Erfreulich aber, dass das EEG auch durch diese Idee in Frage gestellt wird.
haben völlig recht. Der Charme der Fotovolatik liegt darin , dass sie nicht einen einzigen Qm zusätzliche Fläche - kostbaren Baulandes oder Ackerfläche benötigt . Das sollte man nutzen .
Überschlägig bringt dieses angedachte System für den Kleinverbraucher eh nichts und für den Normalverbraucher vielleicht 1 Kugel Eis im Monat . Die Stromgestehungskosten und die die Differenzkosten sind schlicht zu gering . Fotovoltaikstrom bekommen Sie absehbar für 2-4 Cent/kWh Gestehungskosten . Da lässt sich an der Stromerzeugung nicht mehr viel sparen .

Das EEG wir turnusmässig alle 2 Jahre in Frage gestellt, überprüft und verbessert und ist somit das Optimum , weltweit das Maß aller Dinge . Sie sehen es an Ihrer Stromrechnung : Seitdem Elektrizität genutzt wird das erstemal in Deutschland, dass die Strompreise über 5 Jahre nominal praktisch nicht gestiegen sondern real gesunken sind. Das hat es in den letzten 100 Jahren noch nie gegeben . Meine Stromrechnung ist heuer niedriger als vor 5 Jahren .
Schauen Sie sich dagegen mal Ihre Heizölrechnung an, bei der das EEG keine nennenswerte Rolle spielt.

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