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Wirtschaft

Neues Energiewende-Konzept: Ein Pizzakarton Strom

SPIEGEL ONLINE Eine Hamburger Firma will am Strom, den sie liefert, nichts mehr verdienen. Und sie will die milliardenschwere Förderung von Ökostrom überflüssig machen. Wenn das Konzept aufgeht, könnte es die Energiewende grundlegend verändern.
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#80 - 08.11.2018, 17:45 von karl-felix

Dazu

Zitat von Flari
Die höchsten Last-/Bedarfswerte treten in winterlichen Spätnachmittags- und Abendstunden auf. DAFÜR muss das Netz die notwendige Kapazität aufweisen, regional und überregional. Da niemand die Leitungen über den Sommer abbaut und einlagert, stehen diese Kapazitäten auch im Sommer bereit, ohne dass der regionale Bedarf an die Grenzen der Netzkapazität kommt. Da der Strom unterhalb der Nennlast die Leitungen nicht abnutzt, ist es unsinnig, da von einer Entlastung zu schreiben, wenn statt 50% der Nennlast temporär nur 25% fliessen.
Elektronik Praxis, 11.2.12
" Solarstromanlagen entlasten in der Regel das Netz .
Hier entlasten die Solarstromanlagen das Netz und die Netzverluste sinken ."
Immer wieder gerne behilflich .

#81 - 08.11.2018, 18:35 von Bernd.Brincken

Leistung

Zitat von dbeck90
Die Leistung wird dauerhaft gemessen. Das Panel gibt seine >90W, wie die Anderen auch. Wenn es gekühlt wird, und die Sonne senkrecht drauf scheint. ...
Dann kann man doch die netto-Tagesleistung an einem goldenen Herbst-Tag wie heute ausrechnen. Wäre mal interessant, und dazu welche Fläche diese Zelle hat.

#82 - 09.11.2018, 23:32 von Günter Rudolphi

Nett, daß Sie wieder einmal Pellworm erwähnen, ....

Zitat von karl-felix
Stromspeicherarten gibt es tausende. Bei Bedarf baut man sich die geeigneten . RWE kombiniert gerne mit Gas- und Wasserkraftwerken , Eon auf Pellworm macht das beispielsweise so : http:windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm
das kleine Inselchen im Wattenmeer, das ja zeigen sollte, wie es geht mit PV, Wind und Biogas allen Energiebedarf über "EE" selber zu erzeugen und zu speichern für Strom und Wärme rund um die Uhr und für mehrere Jahre lang.
Daß es aber schon für dieses kleine Inselchen nicht geklappt hatte mit der Selbstversorgung, ohne sich vom Festland aushelfen zu lassen, das haben Sie ja wohl noch nicht mitbekommen in Ihrer großen Begeisterung dafür.

Hier sind die nüchternen Fakten:
https://ruhrkultour.de/pellworm-das-ziel-der-autarkie-wurde-verfehlt/
und:
https://www.achgut.com/artikel/energiewende_auf_pellworm_ausser_spesen_nichts_gew esen
und:
https://www.windwahn.com/2017/04/19/vorzeigeprojekt-energie-autarkie-auf-nordseeinsel-pellworm-gescheitert/

Und Deutschland ist ja ein Industrieland mit viel Binnenland fern der Küsten, anders als das Inselchen Pellworm.

Aber was sind schon Fakten, wenn der Glaube zählt.

#83 - 09.11.2018, 00:01 von n.schutta

Hat das mal einer nachgerechnet?

0,3mx0,3m dürften etwa 15Wp sein, das kostet im großen Stil mit Aufständerung und Grund vielleicht so ca. die 39€. Geil, wenn man genug Idioten findet, ist der Solarpark damit nach zwei Jahren komplett bezahlt. Da kann der Kunde in der Zeit gerne den Ertrag einstreichen und kriegt den Strom vom Markt zum Einkaufspreis.
Ich mache einen Park mit 3MWp, muss ich nur irgendwo die paar Mios vorfinanziert bekommen.
Ach nee, die 200.000 Pächter zahlen die 39€ für ihre Pizzafläche im Vorraus, das sind die ca. 8 Mios, für die man heute einen 3MWp-Park hinstellen kann.
2 Jahre lebe ich von den 2,99€ Grundgebühr, macht auch 600k€ im Monat.
Nach den zwei Jahren ist das mein abbezahlter Solarpark, der im Jahr so bummelige 3.000.000kWh einspeist.
Entweder die Zahlen stimmen nicht oder die haben nicht die Energiewende revolutioniert sondern eine neue Gelddruckmaschine erfunden.
Und was hat Blockchain in diesem Zusammenhang hier verloren? Nur mal so als Buzzword reingeworfen?

#84 - 09.11.2018, 00:04 von Günter Rudolphi

Selektives Zitieren alter Quellen ist keine große Hilfe .....

Zitat von karl-felix
Elektronik Praxis, 11.2.12 " Solarstromanlagen entlasten in der Regel das Netz . Hier entlasten die Solarstromanlagen das Netz und die Netzverluste sinken ." Immer wieder gerne behilflich .
mehr für heute, denn auch in dieser Quelle steht bereits viel mehr:
"Allerdings muss gesagt werden, dass bei mehr Photovoltaikleistung und gleichzeitig weniger Abnehmer vor Ort das Stromnetz verstärkt werden müsse. Damit soll sichergestellt werden, dass die erforderliche Übertragungskapazität bereitgestellt wird. So sollen auch Übertragungsverluste vermindert werden."

(https://www.elektronikpraxis.vogel.de/grosse-photovoltaik-anlagen-verursachen-keine-erhoehte-netzbelastung-a-352741/)

Strom über PV muß verbraucht werden, wenn er anfällt, schlecht für Verbraucher außerhalb der besten Sonnenstunden.

Dann weiter unten:
"Hinzu kommt, dass Windkraftwerke auf See den Anschluss an das Stromnetz kostenlos vom Netzbetreiber erhalten, der seine Aufwendungen wiederum auf die Stromkunden umlegt. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen müssen diese Kosten selber tragen."

Das ist also schon mal kein fairer Wettbewerb.

Dann aber kommt der Lobbyist zu Wort:
"Auf einen Bruchteil der heute zum Anbau von Energiepflanzen für die Stromproduktion benötigten Fläche könnten Solarstromanlagen rechnerisch den gesamten Strombedarf der Bundesrepublik decken. "Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen sind die Billigmacher des Solarstroms", unterstrich es Welter."

Und karl-felix meinte gerade:
"Sie benötigen eben keine Acker oder Baulandflächen für Fotovoltaik, nicht einen einzigen Zentimeter. Sie können Fotovoltaik auf Dächern,Fassaden, Konvergenzflächen, Turn/Fabrikhallen , Schiffen, Kohlehalden , Staudämmen, Brücken , Salinen und Autodächern betreiben ."

Mit Pellworm und anderen alte Kamellen, so schaffen wir die Energiewende ganz bestimmt, wenn nur der Glaube daran zählt.

#85 - 09.11.2018, 06:59 von ericstrip

Blockchain...

...ist das nicht der Quatsch, der irre viel Rechenleistung (also Strom) verbraucht? Mal wieder ein neues perpetuum mobile, scheint es mir.

#86 - 09.11.2018, 07:31 von dbeck90

Nicht so einfach

Braucht man nicht zu rechnen, das zeigt mein Amperemeter am Akku an. An sonnigen Herbsttagen gehen über 5 Stunden (Balkon Südseite) im Schnitt 4 Ampere über das Panel (1m2) in den Akku. (das billig Panel hat 19%, Monokristallin ist heute standart. Hab aber noch ein paar 22% sunpower Panele bereit im Keller zum aufrüsten). sind bei 12,6V und miesem Bleiakku Wirkungsgrad grob überschlagen 200Wh. Man kann bei über 500Ah Kapazität der Bleiakkus und extrem träger Spannungskurve nicht wirklich exakt sagen, was wirklich am Ende drin ist. Sommer hatte fast jeden Tag knapp 900Wh pro Panel. Im Jahresschnitt (dieses Jahr) bin ich bei - grob überschlagen 400 am Tag. Rechnet man mit 20% konverter Verlust, wäre ich bei ca. 330Wh nutzbarer Leistung täglich. Was bei durchschn. 0,26 Cent pro Kilowatt vom Netzanbieter (bin selbst gewechselt, hatte vorher sogar 0,28) über 30 euro im Jahr macht. In 3,5 Jahren hätte ich somit den Konverter der Panele + Panele bezahlt. In 5 Jahren - hätte ich die Akkus bezahlt - auch diese. Und danach bekomme ich 5-10 Jahre Geld, bis die Akkus raus müssen. Die meisten Sommer sind aber nicht so schön, ich denke mit grob 250Wh incl. Verluste kann man aber gut rechnen. Das Schöne ist aber, dass die halbe Wohnung auf 12V umgestellt ist, sodass sogar diese Verluste weg fallen und ich sogar - theoretisch - bei 38 euro pro Jahr und Panel wäre. Worauf wollen Sie eigentlich aus?

#87 - 09.11.2018, 07:47 von dbeck90

PS zur Rechnung

Das würde aber bedeuten, dass der obige „Pizzakarton“ nicht mehr als vllt 70wh in den besten Jahren bringen kann. Und das heißt man hat für 39€ was gemietet, was 6€ im Jahr abwirft. Habe ich denen ihr Konzept gerade falsch verstanden?

#88 - 09.11.2018, 09:28 von tempus fugit

Glaube?

Zitat von Günter Rudolphi
mehr für heute, denn auch in dieser Quelle steht bereits viel mehr: "Allerdings muss gesagt werden, dass bei mehr Photovoltaikleistung und gleichzeitig weniger Abnehmer vor Ort das Stromnetz verstärkt werden müsse. Damit soll sichergestellt werden, dass die erforderliche Übertragungskapazität bereitgestellt wird. So sollen auch Übertragungsverluste vermindert werden." (https://www.elektronikpraxis.vogel.de/grosse-photovoltaik-anlagen-verursachen-keine-erhoehte-netzbelastung-a-352741/) Strom über PV muß verbraucht werden, wenn er anfällt, schlecht für Verbraucher außerhalb der besten Sonnenstunden. Dann weiter unten: "Hinzu kommt, dass Windkraftwerke auf See den Anschluss an das Stromnetz kostenlos vom Netzbetreiber erhalten, der seine Aufwendungen wiederum auf die Stromkunden umlegt. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen müssen diese Kosten selber tragen." Das ist also schon mal kein fairer Wettbewerb. Dann aber kommt der Lobbyist zu Wort: "Auf einen Bruchteil der heute zum Anbau von Energiepflanzen für die Stromproduktion benötigten Fläche könnten Solarstromanlagen rechnerisch den gesamten Strombedarf der Bundesrepublik decken. "Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen sind die Billigmacher des Solarstroms", unterstrich es Welter." Und karl-felix meinte gerade: "Sie benötigen eben keine Acker oder Baulandflächen für Fotovoltaik, nicht einen einzigen Zentimeter. Sie können Fotovoltaik auf Dächern,Fassaden, Konvergenzflächen, Turn/Fabrikhallen , Schiffen, Kohlehalden , Staudämmen, Brücken , Salinen und Autodächern betreiben ." Mit Pellworm und anderen alte Kamellen, so schaffen wir die Energiewende ganz bestimmt, wenn nur der Glaube daran zählt.
...jedem der seine...

Nur 2 davon:

1. "mehr als 4% EE-Strom kann nie ins deutsche Netz eingespeist werden!" Kam von den EVU-Päpsten...

2. Mit dem Bau der GROWIAN ist praktisch nachgewiesen, dass eine solche Technik keine
Zukunft hat.

Soweit zu Glauben und Realität. 40% EE-Strom in paar Jahren in DE ist auch nur Aberglaube....

#89 - 09.11.2018, 09:45 von bammy

Zitat von karl-felix
geht es dem Foristen darum , dass On-Shore Solarstrom aus Freilandfläche die momentan preiswerteste Art ist , Strom zu erzeugen da keine Btennstoffkosten und nur minimale Betriebskosten anfallen . Da hat er schon recht. Ich vermute er will genau darauf hinaus, dass es nicht nur um diese preiswerte Erzeugung sondern auch um den Schutz der Umwelt, der Ressourcen und des Klimas durch Wind- und Sonnenstrom geht. Sie haben recht, er hätte sich ruhig etwas verständlicher aisdrücken können . Ich vermute er teilt unser Credo : Menschenschutz geht vor Geiz ist geil , EE-Strom vor Atom und Kohlestrom . Vielleicht erläutert er sein Anliegen ja doch noch .
Was für ein Quatsch. Was nützt Ihnen Strom, den keiner braucht. Auch wenn er noch so billig erzeugt wurde. Wenn ihn keiner braucht, ist er zu teuer. Das zahlen wir mit der Umlage, damit die Netze nicht auf den Kosten sitzen bleiben und die EE Betreiber weiter ihre fest zugesagten Vergütungen bekommen.
Ihr Credo sei Ihnen gegönnt. Nur leider ist es ein wesentlich komplexeres Thema, wenn Deutschland der Industrie keine Versorgungssicherheit garantiert oder mit den Strompreisen weit über ein Maß geht, den die Industrie bereit ist zu zahlen und bei der Bevölkerung die Kaufkraft abschöpft.

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